An diesem Tag

Calvin Harris

Schottischer DJ

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Adam Richard Wiles (* 17. Januar 1984 in Dumfries, Schottland), besser bekannt unter seinem Künstlernamen Calvin Harris (sowie Love Regenerator), ist ein britischer DJ, Sänger, Songwriter und Produzent, vor allem von elektronischer Tanzmusik (EDM), hier besonders House, Elektropop und Electro-House. Er erlangte weltweite Bekanntheit durch sein Lied Acceptable in the 80’s, eine Hommage an den Stil und die Kultur der 1980er Jahre.

Calvin Harris wurde am 17. Januar 1984 im schottischen Dumfries als Sohn eines Biochemikers und einer Hausfrau geboren. Seine ersten musikalischen Erfahrungen machte er in seiner Jugendzeit, in der er einige Demos im heimischen Schlafzimmer aufnahm. In einem Interview erklärte Harris, dass er sich in dieser Zeit sehr isoliert habe, was sich auf seine Persönlichkeit ausgewirkt habe. Sein frühester Erfolg war die Veröffentlichung der Lieder Da Bongos und Brighter Days auf 12-Zoll-Single im Alter von 21 unter dem Pseudonym „Stouffer“. Mit diesen Liedern und 4.000 £ im Gepäck zog Harris nach London, schaffte es innerhalb eines Jahres aber nicht, sich künstlerisch zu etablieren und mehr als einen Sänger für seine Musik zu finden.

Nach der Rückkehr in sein Elternhaus arbeitete Harris in einer Fischfabrik und einem Supermarkt und begann, selbst komponierte Lieder auf die Internetplattform MySpace hochzuladen. Dort wurde er 2006 von einem Talentsucher des Labels EMI entdeckt, der Harris in der gleichen Woche einen Labelvertrag verschaffte.

Er war von Mai 2013 bis Juni 2014 mit der Sängerin Rita Ora liiert, im Anschluss mit der Sängerin Taylor Swift. Das Ende dieser Beziehung gaben die beiden Musiker Anfang Juni 2016 bekannt. Harris lebt mittlerweile in Los Angeles.

2023 heiratete er die Radio- und TV-Moderatorin Vick Hope. Am 20. Juli 2025 kam ihr gemeinsamer Sohn zur Welt.

2006–2008: Erste Erfolge und Debütalbum

Harris’ erstes Album, I Created Disco (deutsch: Ich erschuf die Diskomusik), wurde am 15. Juni 2007 in Großbritannien veröffentlicht. Das Album enthält Synthpop-, Dance- und Elektropopsongs. Um Werbung für das Album zu machen, ging Harris mit Faithless und Groove Armada auf Tour durch das Vereinigte Königreich.

Die erste Singleauskopplung aus dem Album war Vegas, das nur als limitierte Vinylsingle veröffentlicht wurde. Der erste Charterfolg kam mit dem Elektropopsong Acceptable in the 80’s, einer Hommage an die 1980er Jahre. Das Lied erreichte die Top 10 der Singlecharts in Großbritannien, in denen es sich 15 Wochen lang halten konnte. In Deutschland erreichte das Lied große Bekanntheit durch die Verwendung im Werbespot für die Castingshow Germany’s Next Topmodel. In der Folge erreichte Acceptable in the 80’s Platz 30 der deutschen Singlecharts. Die Nachfolgesingle The Girls konnte Platz 3 in den britischen Singlecharts erreichen. Unter anderem wurde das Lied in der Comedy-Sendung Two and a Half Men verwendet. Im Jahre 2007 veröffentlichte die kanadische Band Dragonette eine neue Version des Liedes mit dem Titel The Boys, in dem die Gruppe direkt Bezug auf Harris nimmt. Die letzte Single von I Created Disco war Merrymaking at My Place, das sich auf Platz 43 platzieren konnte.

Ebenfalls im Jahre 2007 ging Harris mit dem australischen Popstar Kylie Minogue ins Aufnahmestudio. Er hatte ihre Aufmerksamkeit erlangt, nachdem ein anderer Musikproduzent Harris’ Demos an sie weitergegeben hatte. Harris gab zu, dass die Arbeit mit Minogue sich unwirklich anfühlte, aber dennoch Spaß gemacht habe, obwohl er vor dem ersten Treffen mit ihr sehr aufgeregt war. Harris produzierte und schrieb zwei Lieder für Minogues Album X: zum einen die erfolgreiche Single In My Arms, zum anderen Heart Beat Rock. Außerdem produzierte er das Lied Michael Jackson für das britische Rap-Duo The Mitchell Brothers.

Im Jahr 2008 arbeitete Harris mit dem britischen Hip-Hop-Künstler Dizzee Rascal an dem Lied Dance wiv Me. Die beiden Musiker stellten das Lied erstmals als Akustikversion auf dem Glastonbury Festival vor. Das Lied wurde am 30. Juni 2008 digital veröffentlicht und stieg direkt an die Spitze der britischen Singlecharts. Danach erreichte der Song auch Platz 48 der deutschen Singlecharts und brachte Harris eine Reihe von Nominierungen und Auszeichnungen ein, unter anderen eine Nominierung bei den BRIT Awards und eine Auszeichnung bei den NME Awards als Best Dancefloor Filler. Harris produzierte auch Rascals nächste Single Holiday, die ein weiterer Nummer-eins-Hit in Großbritannien wurde.

In einem Interview mit BBC Radio 1 sagte Harris, dass er eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Popstar Lady Gaga abgelehnt habe, da die Anfrage zu einer Zeit kam, als Lady Gaga noch unbekannt war und ihm die Demoaufnahme, die ihm zugeschickt worden war, nicht zugesagt hatte. Später jedoch stellte er klar, dass er Lady Gaga als „großartige Künstlerin“ ansehe.

2009–2013: Ready for the Weekend und 18 Months

Nach Veröffentlichung seines Debütalbums arbeitete Harris bereits am Nachfolger. Ähnlich wie beim ersten Album nahm der Künstler seine Lieder bei sich zu Hause auf einem Laptop auf. Im Chaos der Neueröffnung des Terminals 5 am englischen Flughafen London Heathrow Airport ging dieser Laptop angeblich verloren, so dass Harris große Teile des Albums neu habe einspielen bzw. einsingen müssen. Harris gab allerdings später zu, dass er sein Gepäck schon nach wenigen Tagen zurückerhielt. Er gestand, dass der Computer gar nicht in seinem Gepäck gewesen war und er einfach darauf hoffte, mehr Zeit zur Fertigstellung seines Albums zu bekommen. Er erklärte: „Mein Label wollte das Album haben, ich hatte zu dem Zeitpunkt aber nur zwei Songs fertig. Dafür ist es jetzt aber richtig gut geworden … Ich wusste, ich musste die Leute irgendwie auf mich aufmerksam machen. Zeigen, dass ich noch lebe, dass mich mein Label nicht gedroppt hat und ich an der Arbeit für die zweite Platte bin. Ich überlegte mir also diese Geschichte, meine Pressedame bei Columbia fand sie sofort super. Wir stellten sie also in meinen Myspace-Blog, und eine Menge Zeitungen schrieben sie ab.

Harris’ zweites Studioalbum, Ready for the Weekend (deutsch: Bereit für das Wochenende), wurde im August 2009 veröffentlicht. Zur Promotion des Albums und seiner Singles ging Harris in Großbritannien, Irland, Frankreich, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten auf Tour. Im Vorfeld der Albumveröffentlichung wurde die Single I’m Not Alone veröffentlicht, die Harris offiziell an Silvester in Sydney das erste Mal präsentierte. Das Lied schoss an die Spitze der Charts aufgrund von hohen Downloads, wo es nach Veröffentlichung als CD eine weitere Woche blieb. Die zweite Single des Albums, Ready for the Weekend, erreichte Platz 3 der britischen Singlecharts.

Auch Harris’ Album Ready for the Weekend konnte einige Erfolge verzeichnen. In der ersten Chartwoche erreichte es die Spitzenposition der britischen Albumcharts und Platz 6 in Irland. Am 16. Oktober wurde das Album von der British Phonographic Industry für den Verkauf von 100.000 verkauften Exemplaren mit Gold ausgezeichnet. Die dritte und vierte Singleauskopplung aus dem Album, Flashback und You Used to Hold Me konnte nicht an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Sie konnten lediglich Platz 18 beziehungsweise Platz 27 der Charts erreichen. Außerdem wurde im Sommer ein Remix seines Lieds Yeah Yeah Yeah, La La La in einem Werbespot für die Getränkemarke Coca-Cola verwendet.

2010 konnte sich Harris erstmals in der Wahl der Top 100 DJs des DJ Magazines platzieren und wurde auf Platz 94 gewählt.

In diesem Jahr arbeitete er erneut mit Kylie Minogue bei deren elftem Studioalbum Aphrodite zusammen. Gemeinsam mit dem Sänger der Band Scissor Sisters, Jake Shears, und Minogue schrieb und produzierte er den Synthpopsong Too Much. Auch mit Sophie Ellis-Bextor arbeitete er zusammen. Für ihr Album Make a Scene, das im April 2011 erschien, produzierte er Off & On, an dem er auch als Autor beteiligt war.

Seinen größten Charterfolg und damit auch größere Bekanntheit erlangte er als Produzent von Rihannas Hit We Found Love, welcher im Oktober und November 2011 ein weltweiter Nr.-1-Hit wurde. Calvin Harris wurde bei dieser Veröffentlichung als featured artist genannt.

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