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C. P. Snow

Englischer Wissenschaftler und Schriftsteller (1905-1980)

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Charles Percy Snow, Baron Snow, in Veröffentlichungen meist C. P. Snow (* 15. Oktober 1905 in Leicester; † 1. Juli 1980 in London), war ein britischer Wissenschaftler und Schriftsteller. Bekanntheit erlangte er durch die These der Zwei Kulturen.

Snow studierte Physik in Leicester und Cambridge. Von 1928 bis 1940 forschte er am Christ’s College in Cambridge. Von 1947 bis 1964 war er Direktor der English Electric Co., von 1964 bis 1966 Parlamentarischer Staatssekretär im Ministry of Technology.

Er wurde 1957 zum Ritter (Knight Bachelor) geschlagen und am 29. Oktober 1964 als Baron Snow of the City of Leicester zum Life Peer erhoben, womit ein Sitz im House of Lords verbunden war.

Ihm wurden mehr als 20 Ehrendoktorwürden verliehen. 1960 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences und 1961 in die American Academy of Arts and Letters gewählt.

Snows erster Roman war der Krimi Death under Sail aus dem Jahre 1932, der 40 Jahre später unter dem Titel Tod auf der Themse verfilmt worden ist. In der Folgezeit publizierte er zahlreiche weitere belletristische Werke; bekannt geworden ist er u. a. als Autor der Reihe Strangers and Brothers, die den akademischen Wissenschaftsbetrieb in staatlichen Einrichtungen thematisiert. In seinem 1959 veröffentlichten Roman Die Affäre benutzte er Details des wissenschaftlichen Betrugsfalls Emil Rupp für eine fiktive Geschichte über einen Wissenschaftsbetrüger an der Universität Cambridge.

Berühmt wurde Snow schließlich durch seine 1959 in der Rede-Lecture aufgestellte These der Zwei Kulturen. Diese These beschreibt die große Kluft zwischen den Kulturen der Geisteswissenschaft und Literatur einerseits sowie der Naturwissenschaft und Technik andererseits. Andere Autoren kritisierten Snows These teils heftig: „Snow ist ein Verhängnis“.

Snow merkte ferner an, dass sich die Bildungsqualität weltweit im Niedergang befinde. Der Zusammenbruch der Kommunikation zwischen den zwei Kulturen sei ihm zufolge eines der hauptsächlichen Hindernisse dabei, die Probleme dieser Welt zu lösen.

(in der Reihenfolge der inneren Handlung)

Time of Hope. London: Faber and Faber, 1949.

Jahre der Hoffnung. Roman. Wien: Zsolnay, 1951.

Zeit der Hoffnung. Roman. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1960. (Durchgesehene Neuausgabe: Zeit der Hoffnung. Roman. Fremde und Brüder, Band 1, Aus dem Englischen übersetzt von Grete Felten. Mit einem Nachwort von Johanna Marthe Israel. Berlin: Elfenbein Verlag, 2025, ISBN 978-3-96160-100-4.)

Strangers and Brothers. London: Macmillan Publishers, 1940 (späterer Titel George Passant)

Fremde und Brüder. Roman. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1964. (Durchgesehene Neuausgabe: George Passant. Roman. Fremde und Brüder, Band 2, Aus dem Englischen übersetzt von Grete Felten. Berlin: Elfenbein Verlag, 2025, ISBN 978-3-96160-101-1.)

The Conscience of the Rich. London: Macmillan Publishers, 1958.

Das Gewissen der Reichen. Roman. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1961. (Durchgesehene Neuausgabe: Das Gewissen der Reichen. Roman. Fremde und Brüder, Band 3, Aus dem Englischen übersetzt von Dorothea und Rolf Michaelis. Berlin: Elfenbein Verlag, 2026, ISBN 978-3-96160-102-8.)

The Light and the Dark. London: Faber and Faber, 1947.

Die lichten und die dunklen Gewalten. Roman. Berlin / Wien / Leipzig: Zsolnay, 1948.

The Masters. London: Macmillan Publishers, 1951.

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