Sombat Banchamek (thailändisch สมบัติ บัญชาเมฆ, [sǒmbàt bant͡ɕʰaːmêːk], * 8. Mai 1982 in Ban Ko Kaeo, Amphoe Samrong Thap, Provinz Surin, Thailand) ist ein Muay-Thai-Kämpfer (Thaiboxer), der bis 2012 für den Boxstall Por.Pramuk Gym gekämpft hat und von der Trainerlegende Adjan Jout trainiert wurde. Von Pong Pansak Sortanikul wurde er ebenfalls trainiert.
Neben seinem angestammten Kampfsport hat er auch an K-1-Wettkämpfen teilgenommen. Bis 2012 war er unter dem Kampfnamen Buakaw Por.Pramuk (thailändisch บัวขาว ป.ประมุข, RTGS Buakhao Po Pramuk, Aussprache: [buakʰǎːw pɔː pràʔmúk]) bekannt, der sich von seiner Boxschule ableitete, seither tritt er als Buakaw Banchamek an, einer Kombination aus seinem Spitznamen und seinem bürgerlichen Familiennamen.
Sombat Banchamek ist, wie andere Muay-Thai-Kämpfer, nicht unter seinem bürgerlichen, sondern unter seinem Kampfnamen bekannt. Dieser setzte sich bis 2012, wie in Thailand üblich, aus seinem Spitznamen Buakaw (was übersetzt „weißer Lotus“ bedeutet) und dem Namen seiner ehemaligen Muay-Thai-Schule „Por.Pramuk“ zusammen. Buakaw wuchs in einem kleinen Dorf in der nordostthailändischen Provinz Surin auf. Er ist 174 cm groß, wiegt etwa 69,5 kg. Er stammt aus einer ärmlichen Bauernfamilie, konnte sich aber trotzdem in die Weltelite des K-1 und Muay Thai vorkämpfen.
Er begann seine Karriere zuerst im Muay Thai und kämpft seit 2004 auch erfolgreich im Vollkontaktkampfsport K-1.
Direkt im ersten Jahr seiner K-1 Teilnahme qualifizierte er sich für das K-1 World Max Finalturnier und siegte im Finalkampf (K-1 World Max Champion 2004) gegen den japanischen Kickboxer Masato.
Im Jahr darauf qualifizierte er sich wieder für das K-1 World Max Finale, schaffte es erneut bis ins Finale, musste sich dort jedoch geschlagen geben (K-1 WORLD MAX 2005 2. Platz). Diese Entscheidung der Schiedsrichter war allerdings umstritten und spaltete das Lager der Fans und Experten.
Bei K-1 World Max 2006 konnte Buakaw sich erneut den Titel holen. Er besiegt Yoshihiro Sato im ersten Kampf per KO und Gago Drago einstimmig nach Punkten.
Im Finalkampf besiegte er Andy Souwer, gegen den er im letzten Jahr diesen Titel verloren hatte, auch mit KO.
Direkt in seinem ersten Kampf beim Finalturnier 2007 verlor er gegen Masato nach einstimmigem Punktrichterentscheid.
Sombat spielte 2011 in dem Film Samurai of Ayotaya (Titel im deutschen Verleih: Way of the Samurai) einen Krieger des Alten Thailändischen Reiches, der andere Krieger in der Kunst des Muay Boran unterrichtet.
Im März 2012 verließ Buakaw unerwartet das Por.Pramuk Gym und erschien zu einem Wettkampf in Frankreich, für den er gesetzt war, nicht. Kurz darauf eröffnete er in seinem Heimatdorf Ban Ko Kaeo (Amphoe Samrong Thap, Provinz Surin) sein eigenes Muay-Thai-Trainingslager, das er nach seinem Familiennamen Banchamek Gym nennt und in dem er Kindern und Jugendlichen aus der Region eine Kampfsportausbildung anbieten will. Im April 2012 trat er ohne Legitimation seines Boxstalls beim Wettkampf Thai Fight, unter seinem neuen Kampfnamen Buakaw Banchamek an. Por.Pramuk weigerte sich aber, Buakaw aus dem Vertrag zu entlassen. Am 6. Mai 2012 ließ er sich zum buddhistischen Mönch ordinieren. Verhandlungen über verbesserte Vertragsbedingungen mit Por.Pramuk (mit einem höheren Anteil der Einnahmen für Buakaw) scheiterten, sodass er am 31. Mai 2012 seinen Rückzug aus dem Boxgeschäft ankündigte. Nach Ablauf einer sechsmonatigen Sperre wegen Vertragsverletzung revidierte er jedoch seine Entscheidung und tritt wieder, jetzt für sein eigenes Camp und unter dem Namen Buakaw Banchamek, zu Wettkämpfen an. Neben der Boxschule in seinem Heimatdorf hat er inzwischen eine zweite in Bangkok eröffnet.
Im Oktober 2014 wurde ihm die Ehrendoktorwürde im Fachbereich Regionale Entwicklung der Rajabhat-Universität Surin verliehen.
Am 7. April 2004 besiegte er in den Final Eliminations (Ausscheidungskämpfe für das Finalturnier) Jordan Tai (Neuseeland) nach 3 Runden mit 3-0 Kampfrichterstimmen.
Im ersten Kampf besiegte er: John Wayne Parr (Australien).
Im zweiten Kampf besiegte er: Takayuki Kohiruimaki (Japan).
Im dritten und finalen Kampf besiegte er: Masato (Japan).
Am 4. Mai 2005 besiegte er in den Final Eliminations Vasily Shish (Belarus) nach 3 Runden mit 3-0 Kampfrichterstimmen.
Im ersten Kampf besiegte er: Jadamba Narantungalag (Mongolei).