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Bruno Bielefeld

Deutscher Maler, Radierer und Lithograf

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Bruno Oskar Bielefeld (* 18. Mai 1879 in Blumenau, Kreis Preußisch Holland, Ostpreußen; † 18. Dezember 1973 in Berlin-Steglitz) war ein deutscher Maler, Radierer und Lithograf.

Bruno Bielefeld wurde an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin und an der Kunst- und Gewerkschule in Danzig, dort unter anderem von Adolf Maennchen, ausgebildet. Danach unternahm er Studienreisen nach Italien, Frankreich, England, Schottland und Nordamerika und gründete in Liverpool die „Empire Art Company“.

1910 kehrte Bielefeld nach Deutschland zurück und ließ sich in Berlin nieder. In den Berliner Adressbücher wurde er ab 1910 als Kunstmaler in der Kaiserallee 147 (heute Bundesallee) geführt. Er spezialisierte sich auf Darstellungen Alt-Berlins, sein Hauptmotiv waren die durch ständigen Umbau dem Untergang geweihten Stadtviertel des historischen Berlins. Allgemein bekannt wurde Bielefeld durch die in großer Auflage produzierte Mappe des Dürerbundes Aus Ostpreußens Not, die Skizzen des zerstörten Ostpreußens enthielt. Es folgten zahlreiche Veduten, Radierungen, Plakatentwürfe und Illustrationen. 1945 stellte er in seinem Skizzenbuch Bilder aus Deutschland die Verhältnisse in der Nachkriegszeit dar und zeichnete vorrangig das zerstörte Berlin. Zum Ende seines Schaffens hin malte er vorwiegend Bilder der Havellandschaft. Ein Großteil seiner Werke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Das Märkische Museum Berlin und das Deutsche Museum in München sind im Besitz von vier bzw. zwei Werken Bielefelds. Seit 1953 wurde Bielefeld in den Berliner Telefonbüchern als „Professor und Kunstmaler“ geführt.

Bruno Bielefeld heiratete am 16. Juli 1907 in Berlin (noch in Glasgow in Schottland wohnend) die Expedientin (Gertrud Elfriede) Hertha Behm (* 1880). Die Ehe wurde 1925 geschieden. In zweiter Ehe heiratete er am 11. Dezember 1926 in Berlin die Studentin der Theologie Irma (Therese) Coltzau (* 1903). 1941 wurde auch diese Ehe geschieden. In dritter Ehe war er seit dem 29. Oktober 1942 verheiratet mit Ruth (Margarete Annemarie), geb. Zierbock (1912–2009).

Stiftung Deutschlandhaus Berlin: Große Berliner aus dem Osten. Berlin-West 1987, Seite 20.

Christiane Kruse: Bielefeld, Bruno. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 10, Saur, München u. a. 1994, ISBN 3-598-22750-7, S. 541.

Bielefeld, Bruno. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 208 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).

Werke von Bruno Bielefeld in der Deutschen Digitalen Bibliothek

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