Brigitte Kössinger (* 24. Dezember 1955 in München) ist eine deutsche Kommunalpolitikerin (CSU) und ehemalige Bürgermeisterin von Gauting bei München.
Kössinger studierte Rechtswissenschaften und promovierte 1992 an der Universität München. Sie war von 2013 bis 2015 Ortsvorsitzende der CSU in Gauting.
Im Mai 2013 wurde sie für die Bürgermeisterwahl in Gauting nominiert. In der Stichwahl am 30. März 2014 setzte sie sich mit 63 % gegen Wolfgang Meiler (Bürger in Gauting) durch. Bei der Bürgermeisterwahl am 29. März 2020 gewann Kössinger erneut die Stichwahl mit 50,3 % gegen Hans Wilhelm Knape (Bündnis 90/Die Grünen), der 49,7 % der Stimmen erhielt.
Zu den Projekten, die in ihrer ersten Amtszeit in Angriff genommen wurden, zählen unter anderem das neue Bürgerzentrum in Stockdorf, ein Neubau für die Gautinger Tafel und die Renovierung eines Trakts der früheren Realschule, wo jetzt die Musikschule, die Hausaufgabenbetreuung für Ausländerkinder und die Schule der Fantasie untergebracht sind. Kössinger nennt außerdem den Ausbau der Kinderbetreuung und den neuen Handwerkerhof als Errungenschaften, ferner den Umbau des Stockdorfer Bahnhofs und den Neubau des Caritas-Altenheims.
Einen Ausbau des Tanklagers Krailing im Kreuzlinger Forst zu einem Güterverkehrszentrum mit einem Wiederaufbau des Gleisanschlusses nach Gauting lehnte Kössinger wie auch der Landrat und Amtskollegen benachbarter Gemeinden aus ökologischen Gründen (Zerschneidung des Bannwalds, Verkehrsbelastung) ab.
Kössinger trat zur Kommunalwahl 2026 nicht erneut für das Bürgermeisteramt an. Zu ihrem Nachfolger im Amt des Ersten Bürgermeisters der Gemeinde Gauting wurde Maximilian Platzer (ebenfalls CSU) gewählt.
Rechtskraftprobleme im deutsch-französischen Rechtsverkehr, München, Univ., Diss., 1992
Michael Berzl: Kössinger siegt, Meiler geht. In: sueddeutsche.de. 30. März 2014; abgerufen am 2. Juli 2026.