Bret Sergeant Hart (* 2. Juli 1957 in Calgary, Alberta), bekannt unter seinem Ringnamen Bret „The Hitman“ Hart, ist ein ehemaliger kanadischer Wrestler und Schauspieler. Er gehört zu den erfolgreichsten und populärsten Wrestlern der 1990er-Jahre. Er stand zwölf Jahre bei WWF unter Vertrag und wurde dort fünf Mal World Heavyweight Champion. Anschließend wechselte er zur WCW. Diesem Wechsel ging der Montreal Screwjob voraus, was als ein weitreichendes Ereignis in der Geschichte des modernen Wrestlings gilt. Hart stammt aus einer traditionsreichen Wrestling-Familie, der etwa sein Vater Stu Hart, sein Bruder Owen Hart sowie seine Schwager Jim Neidhart und The British Bulldog Davey Boy Smith angehörten, mit denen er die Gruppierung The Hart Foundation bildete. Gelegentlich hatte er zudem Gastauftritte in Filmen und Fernsehserien.
Bret Hart ist der Sohn des ehemaligen Wrestlers Stu Hart und dessen Frau Helen. Er hat sieben Brüder und vier Schwestern. Sechs der Brüder wurden ebenfalls Wrestler, der siebte Wrestling-Ringrichter. Seine Schwestern heirateten alle einen Wrestler, darunter Jim Neidhart und Davey Boy Smith.
1999 starb der jüngste und erfolgreichste seiner Brüder, Owen, durch einen missglückten Stunt bei einer Wrestlingshow der World Wrestling Federation.
Von 1982 bis 2002 war Hart mit Julie Smadu verheiratet, mit der er vier Kinder hat. Ihnen galten die vier Herzen auf seinem Wrestling-Outfit, ebenso die vier Punkte, die er manchmal seiner Unterschrift anfügt.
Am 24. Juni 2002 stürzte Bret Hart beim Fahrradfahren und erlitt schwere Verletzungen im Kopf sowie einen Schlaganfall. Mittlerweile hat er sich von seinem Schlaganfall gut erholt.
Im September 2004 heiratete er die Italienerin Cinzia. Da sie sich aber über Jahre hinweg weigerte, nach Kanada zu ziehen, kam es im September 2007 zur Scheidung. Seit 2010 ist er in dritter Ehe mit Stephanie Washington verheiratet.
2007 stellte Hart seine Autobiografie fertig, die er mit Hilfe von Tonbandaufnahmen, die er seit Beginn seiner Karriere als Tagebuch angelegt hatte, schrieb. Er widmete das Buch seiner Mutter Helen „Tiger Belle“ Hart.
Anfang Februar 2016 gab Hart bekannt, an Prostatakrebs erkrankt zu sein, noch im selben Monat wurde er operiert. Nach der Prostatektomie war er krebsfrei.
Ende Januar 2020 teilte Bret Hart auf seinen Social-Media-Seiten mit, dass ihm in Kürze ein Basalzellkarzinom (eine Form von Hautkrebs) entfernt wird.
Bret Hart war im Ringerteam seiner Schule und konnte dort seine ersten großen nationalen Erfolge verbuchen. Daneben ließ er sich noch während seiner Schulzeit von seinem Vater und den älteren Brüdern zum Wrestler ausbilden.
Als er das Ringerteam seiner Schule verließ, übernahmen vor allem die Japaner Katsui Adachi, Kazuo Sakurada und Mr. Hito sowie Harley Race die Ausbildung Harts zum Wrestler. Anfänglich wurde er jedoch nur als Ringrichter in der väterlichen STAMPEDE-Promotion eingesetzt.
Nachdem Hart bereits 1976 in Amarillo ein Match gegen Dennis Stamp bestritten hatte, begann seine offizielle Karriere als Wrestler bei Stampede am 1. September 1978 mit einem Disqualifikationssieg gegen Mike York. Bis 1983 konnte er dort diverse Titelerfolge feiern.
Bei Stampede Wrestling bildete er zunächst mit seinem Bruder Bruce ein Tag Team, das anfänglich als Bösewichter dargestellt wurde.
Dazwischen trat er im Herbst 1981 auch bei der deutschen Sektion der CWA bei einem Catchturnier in Hannover an, das von dem ehemaligen Ringer und Wrestler Peter William veranstaltet wurde.
World Wrestling Federation (1985–1997)
1985 wechselte er gemeinsam mit seinem Schwager Jim Neidhart in die damalige WWF. Gemeinsam bildeten sie die Hart Foundation. Dieses war ursprünglich als Heel Team ausgelegt und durfte zweimal die Tag Team-Championtitel halten: 1987 gewonnen von den British Bulldogs und 1990 gewonnen von Demolition. Nach dem Titelverlust bei Wrestlemania VII gegen die Nasty Boys trennten sich die Wege der beiden und die Hart Foundation wurde aufgelöst. Hart trat nun als Einzelwrestler an und durfte bereits ein Vierteljahr später Mr. Perfect den WWF Intercontinental Champion Titel abnehmen.
Mit seiner sympathischen Art (vor dem Match pflegte Hart in der Regel einem Kind seine Sonnenbrille zu schenken) und seinen überragenden technischen Fähigkeiten (der legendäre WWF-Kommentator Gorilla Monsoon gab ihm den Beinamen „Excellence of Execution“) mauserte sich Hart zum Top-Publikumsliebling der Liga und wurde nach Hulk Hogan zum neuen Aushängeschild der WWF. So wurde Bret Hart 1992 dann auch WWF-Champion, als er Ric Flair mit seinem Finishing Move, dem Sharpshooter, zur Aufgabe zwingen konnte.
Gegen Ende des Jahres 1996 begann der Imagewechsel Harts zum Heel („Bösen“) in der WWF, der bei Wrestlemania XIII (1997) im Kampf gegen Stone Cold Steve Austin endgültig vollzogen wurde. So hetzte er in vielen Promos und Interviews vor allem gegen die US-Amerikaner und brachte unverhohlenen kanadischen Nationalstolz zum Ausdruck. Eigenen Aussagen zufolge hat er sich mit dieser Rolle nie richtig abgefunden, führte sie aber aus Pflichtbewusstsein gegenüber der WWF und Vince McMahon weiter aus.