Axel Bosse, auch genannt Aki Bosse (* 22. Februar 1980 in Braunschweig), ist ein deutscher Popmusiker.
Axel Bosse wuchs im Cremlinger Ortsteil Hemkenrode in Niedersachsen auf. Er ging auf das Gymnasium Kleine Burg in Braunschweig, verließ dieses aber vor dem Abitur. Er ist mit der Schauspielerin Ayşe Bosse verheiratet, mit der er eine Tochter hat.
Im Alter von 17 Jahren unterschrieb Bosse mit seiner damaligen Band Hyperchild den ersten Plattenvertrag beim Major-Label Sony Music Entertainment. Bereits die erste Single konnte sich in den Charts platzieren, dennoch löste sich die Band nach zwei Jahren wegen kreativer Differenzen auf. Als Sänger von Hyperchild hatte er sein erstes Fernsehinterview mit Mola Adebisi auf VIVA.
2003–2005: Gründung von Bosse und erstes Album „Kamikazeherz“
Nach Auflösung der Band startete er eine Solokarriere und nannte sich ab dem Jahr 2003 nur noch Bosse. Zu diesem Zeitpunkt stießen der Schlagzeuger Björn Krüger, der Gitarrist Thorsten Sala und der Bassist Theofilos Fotiadis (Ex-Mitglieder von Uncle Ho und Heyday) dazu und bildeten den Kern von Bosses Live-Band.
Später bestand die Besetzung aus Thorsten Sala (Gitarre), Theofilos Fotiadis (Bass, Bass-Ukulele), Stefan Lenkeit (Keyboards), Chris Heiny (Schlagzeug, Percussion), Niklas Hardt (Cello), Martin Wenk (Trompete, Waldhorn, Gitarre) und Maxime Shakir (Backing Vocals, Keyboards). Bis zum Herbst 2021 war Valentine Romanski (Backing Vocals, Keyboards) Teil der Besetzung. Nach ihrem Austritt und bis zum Eintritt von Maxime Shakir trat die Sängerin Boviy als Unterstützung bei den Backing Vocals und am Keyboard auf.
2005 erschien bei dem Label EMI das Debütalbum Kamikazeherz und Bosse spielte mit seiner Band als Vorgruppe von Such a Surge, Madsen und Mando Diao. Die Single Kraft erreichte die deutschen Single-Charts.
Ebenfalls 2005 war Bosse mit dem Song Warum geht es mir so dreckig auf dem Rio Reiser Tribute Sampler vertreten. Die Compilation ehrte den verstorbenen Musiker Rio Reiser und versammelte Beiträge verschiedener Künstler, die sich auf unterschiedliche Weise mit dessen musikalischem Erbe auseinandersetzten.
2006: Zweites Album „Guten Morgen Spinner“
2006 veröffentlichte Bosse sein zweites Studioalbum mit dem Titel Guten Morgen Spinner. Die Aufnahmen fanden unter der Leitung des Produzenten Moses Schneider statt und wurden in nur sieben Tagen eingespielt. Im folgenden Jahr trennte sich Bosse von dem Label EMI.
Im selben Jahr trat Bosse beim Musikfestival Rock am Ring auf.
2009–2010: Drittes Album „Taxi“
Anfang 2009 veröffentlichte er das Album Taxi, in Kooperation mit seinem Management Scoop Music und dem Vertrieb von Rough Trade Distribution, selbst. Für dieses Album war Pianist Tobias Philippen (PeterLicht) Teil der Bosse Live-Band. Aus der Zusammenarbeit mit Jochen Naaf (PeterLicht, Polarkreis 18) wurden drei Singles ausgekoppelt. Im Anschluss arbeitete Bosse mit dem Elektro-DJ Oliver Koletzki zusammen. Der Song U-Bahn wurde 2009 auf Koletzkis Plattenlabel Stil vor Talent veröffentlicht.
Zur Promotion des Albums Taxi absolvierte Bosse im März 2009 eine Tournee durch Deutschland. Ebenfalls 2009 war Bosse mit seiner Band auf mehreren Sommerfestivals zu sehen, darunter Auftritte beim Hurricane Festival, dem Open Flair sowie beim Bochum Total.
Seit diesem Album ist Bosse regelmäßig im Festivalprogramm deutschsprachiger Musikveranstaltungen vertreten und parallel dazu nahm die Anzahl seiner Clubkonzerte zu. Zeitungen wie die Westdeutsche Zeitung berichteten zu dieser Zeit zudem über ausverkaufte Auftritte.
2011–2012: Viertes Album „Wartesaal“
Das Album Wartesaal, für das Bosse zwölf neue Songs geschrieben hatte, erschien Anfang 2011 und erreichte Platz 16 der deutschen Charts.
Auf dem Album wurde das Lied Frankfurt/Oder, ein Duett mit der Schauspielerin Anna Loos von der Band Silly, neu veröffentlicht. Das Lied war zuvor auf dem Album Kamikazeherz veröffentlicht worden. Für die Neuveröffentlichung auf dem Album Wartesaal erwarb Bosse die Rechte von seinem alten Plattenlabel. Mit diesem Titel trat Bosse beim Bundesvision Song Contest 2011 für Niedersachsen an und belegte den dritten Platz. Die von der niederländischen Band Bløf zusammen mit der flämischen Sängerin Geike Arnaert aufgenommene Cover-Version Zoutelande erreichte im Januar und Februar 2018 in den niederländischen Charts Platz 1 der Mega Top 50 und Dutch Top 40 sowie Platz 3 der Dutch Charts.