Boris Aljinović (* 23. Juni 1967 in West-Berlin) ist ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Hörspiel- sowie Hörbuchsprecher. Einem breiten Publikum wurde er vor allem als Berliner Tatort-Kommissar Felix Stark bekannt, den er von 2001 bis 2014 spielte.
Boris Aljinović ist der Sohn eines Kroaten und einer Deutschen und wuchs im Stadtteil Charlottenburg auf. Schon während der Schulzeit sammelte Aljinović Erfahrungen im Show- und Theatergeschäft und hatte erste Auftritte in Bars und im Fernsehen. Nach seiner Schulzeit auf dem französischsprachigen Schiller-Gymnasium arbeitete er zunächst als freier Mitarbeiter bei Werbeagenturen und war dort als Zeichner von Comics und Storyboards tätig. Er studierte dann Französisch und Englisch an der Freien Universität Berlin und wollte ursprünglich als Comic-Zeichner sein Geld verdienen. Nach drei Jahren wechselte er zur Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und begann nach Abschluss 1994 seiner Ausbildung als Schauspieler zu arbeiten.
Aljinović arbeitete unter anderem beim Berliner Renaissance-Theater und bei den Berlin Play Actors, einer englischsprachigen Theatergruppe. Im Renaissance-Theater spielte er in dem Stück Noch ist Polen nicht verloren die Rolle des nationalsozialistischen Führers Adolf Hitler. Im Jahr 2019 wirkte er neben Klaus Maria Brandauer bei den Nibelungenfestspielen in Worms mit und spielte die Rolle des Gernots.
Im Fernsehen war Aljinović ab März 2001 in der Berliner Tatort-Reihe als alleinerziehender Kriminalhauptkommissar Felix Stark neben Dominic Raacke (Till Ritter) zu sehen. Die letzte Folge Vielleicht mit ihm als Felix Stark wurde am 9. Februar 2014 ausgestrahlt.
Im Jahr 2004 spielte er in Otto Waalkes’ Kinokomödie 7 Zwerge – Männer allein im Wald und in der Filmfortsetzung 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug von 2006 den Zwerg Cloudy. 2014 war er in eben dieser Rolle in dem Computeranimationsfilm Der 7bte Zwerg, der Fortsetzung der Realfilme 7 Zwerge – Männer allein im Wald (2004) und 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug (2006) von Otto Waalkes, als Sprecher zu hören und führte neben Harald Siepermann zudem die Regie.
Neben seiner Bühnen- und Filmarbeit leiht er als Sprecher seine Stimme zahlreichen Hörspielen und Hörbüchern.
Boris Aljinović war mit der Schauspielerin Antje Westermann liiert, mit der er einen Sohn hat. Zusammen standen sie 1998 in Michael Hofmanns Der Strand von Trouville, 2004 in der Tatort-Folge Der vierte Mann und 2009 als Eltern in dem Märchenfilm Rapunzel vor der Kamera.
1999: Rolf Gozell: Prinzessin Maria vom Meere – Regie: Wolfgang Rindfleisch (Kinderhörspiel – DLR Berlin)
2000: Jenny Reinhardt: Das Nordseeschwein – Regie: Beatrix Ackers (Hörspiel – DLR)
2002: Dan Fesperman: Lügen im Dunkeln (2 Teile) (Vlado Petric) – Regie: Martin Zylka (WDR)
2001: Steffen Thiemann: Nichtschwimmercafé – Regie: Christiane Ohaus (Hörspiel – NDR)
2003: Holger Teschke: Jungfrau Maleen – Regie: Barbara Plensat (Kinderhörspiel – DLR Berlin)
2003: Dylan Thomas: Unter dem Milchwald (Zweite Stimme) – Regie: Götz Fritsch (Hörspiel – MDR)
2006: Ingomar von Kieseritzky: Aus dem Seelenleben höherer Tiere oder Der Grimmroll (Boltz) – Regie: Alexander Schuhmacher (DKultur)
2007: Wolfgang Zander: Big Jump oder Charlotte träumt – Regie: Beatrix Ackers (Kinderhörspiel – DKultur)
2008: Stefan Weigl: Moment, das wird Sie interessieren! (Anrufer) – Regie: Thomas Wolfertz (WDR 5 Hörspiel am Sonntag)
2010: Beate Dölling: Der Hundekönig von Kreuzberg – Regie: Klaus-Michael Klingsporn (Kinderhörspiel – DKultur)
2011: Sabine Ludwig: Tante Traudels bestes Stück – Regie: Sven Stricker (Kinderhörspiel – RBB)