Bohdana Oleksijiwna Froljak (ukrainisch Богдана Олексіївна Фроляк, deutsche Schreibweise der Namen auch Bogdana, Alexejewna bzw. Froliak; * 5. Mai 1968 in Wydyniw, Ukrainische SSR) ist eine ukrainische Komponistin und Hochschullehrerin.
Geboren in der kleinen Gemeinde Wydyniw (ukrainisch Ви́динів) im südwestukrainischen, damals noch zur Sowjetunion, heute zur Republik Ukraine gehörenden Oblast Iwano-Frankiwsk, erhielt Bohdana Froljak ihre frühe musikalische Ausbildung bei dem dortigen, in Polen ausgebildeten Dorflehrer Vasyl Kufliuk. Sie studierte Klavier und Komposition am Salome-Kruschelnytska-Musikinternat in Lwiw (Lemberg). Nach dem Abschluss 1986 setzte sie ihre Ausbildung bis zum Abschluss 1991 am Mykola-Lyssenko-Konservatorium in Lwiw bei Volodymyr Flys und Myroslaw Skoryk fort. Im selben Jahr erhielt sie selbst einen Lehrauftrag für Komposition am Konservatorium. 1998 beendete sie am Lemberger Konservatorium ein Postgraduate-Studium bei Skoryk und Hennadii Liaschenko. Ergänzend besuchte sie 2009 Kurse am Institut für Komposition und am Institut für Zeitgenössische Musik und Jazz an der Musikakademie im polnischen Krakau.
Mit ihren Werken ist Froljak vielfach bei Festivals zeitgenössischer Musik in der Ukraine (u. a. „Contrasts“ Lwiw, „Two Days and Two Nights of New Music“ in Odessa, „Kyiv Music Fest“ in Kiew) sowie in vielen anderen Ländern präsent. Sie ist Mitglied der Nationalen Union der Komponisten der Ukraine und der ukrainischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik. Ihre Schwester Hanna Hawrylez war ebenfalls Komponistin.
Preise, Auszeichnungen (Auswahl)
2000: Lewko-Rewuzkyj-Preis des Ministeriums für Kultur und Künste der Ukraine
2001: Stipendiatin der Ernst von Siemens Musikstiftung und der Stiftung der Freunde des Warschauer Herbstes
2005: Stipendiatin von Gaude Polonia des polnischen Kulturministeriums
2005: Borys-Ljatoschynskyj-Staatspreis für Komposition
2017: Taras-Schewtschenko-Preis
Konzert für Violine und Orchester (1991–1996)
Музика класична (Musica classica) für Streichorchester „In Erinnerung an Volodymyr Flys“ (1994)
Sinfonie Nr. 1 in zwei Sätzen „Orbis Terrarum“ (1997/1998)
Intermezzo Nr. 2 für Violoncello und Streichorchester (1999)
Konzert für Klavier (für junge Interpreten) und Orchester (1999/2000)
Vestigia für Violine, Viola und Streichorchester (2003)
Konzert für Klarinette und Orchester (2004/2005)
Dämmerung für Klarinette und Streicher (2005)
Просвітленн (Klärung) für Violoncello und Streicher (2006)