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Bogotá

Hauptstadt Kolumbiens und des Departamento de Cundinamarca

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Bogotá [bo̞ɰo̞ˈta̠] (offiziell Bogotá, Distrito Capital, kurz Bogotá, D.C.) ist die Hauptstadt Kolumbiens und das Verwaltungszentrum des Departamento Cundinamarca. Mit ihren 7.943.000 Einwohnern (Stand: 2025) im eigentlichen Stadtgebiet und 10 Millionen (Stand: 2022) in der Agglomeration ist Bogotá der größte städtische Ballungsraum Kolumbiens und eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Südamerikas; sie stand 2025 an 31. Stelle in der Liste der größten Metropolregionen der Welt.

Der Großraum Bogotá bildet den sogenannten Hauptstadtdistrikt (Distrito Capital, abgekürzt D.C.), der direkt der Zentralregierung untersteht und damit einen vergleichbaren Sonderstatus hat wie Washington, D.C. in den USA. Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt sowie wichtigstes Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes.

Der Name Bogotá stammt von dem einheimischen Wort Bacatá ab. Dies war der Name der Hauptstadt der Zipa-Konföderation der Muisca-Zivilisation. Die Gegend, in der heutzutage die Stadt liegt, war unter dem Namen Muequetá bekannt.

Bogotá hat eine Vielzahl an Namensänderungen hinter sich:

So war der Ort auch als Thybzacá oder Teusacá bekannt. Daraus entstand der Name des heutigen Stadtteils Teusaquillo.

Als Jiménez de Quesada 1538 dort einen Militärstützpunkt gründete, gab er dem Ort den Namen Nuestra Señora de la Esperanza.

Bei der juristischen Gründung 1539 wurde der Name geändert und lautete nun Santafé oder Santa Fe. Die Bezeichnung Santafé de Bogotá war zunächst nicht bekannt, sie setzte sich jedoch durch, um die Stadt von der Vielzahl weiterer Santafés zu unterscheiden. Als Bogotá war während der Kolonialzeit die Siedlung Funza bekannt.

Nach der Unabhängigkeit von Spanien und der Gründung der Republik wurde die Hauptstadt Bogotá genannt und das ehemalige Bogotá wurde Funza.

Die im Jahr 1991 erneuerte Verfassung Kolumbiens gab der Stadt wieder den offiziellen Namen Santafé de Bogotá.

Nach einer Reform der Verfassung im Jahr 2000 wurde der Bestandteil Santafé jedoch wieder gestrichen und der Name zu Bogotá verkürzt.

Die Stadt liegt in der fruchtbaren Hochebene Cundiboyacense der Anden, der Sabana de Bogotá, 2640 Meter über dem Meeresspiegel, am Fuß der zwei Kordillerenberge Guadalupe (3317 Meter) und des Monserrate (3152 Meter).

Die Fläche der Stadt beträgt 1775,98 Quadratkilometer. Davon sind 384,3 Quadratkilometer (21,64 Prozent) städtisches Gebiet (área urbana) und 1.391,68 Quadratkilometer (78,36 Prozent) ländliches, überwiegend gebirgiges, Gebiet. Die Metropolregion (span. Área Metropolitana) hat eine Fläche von 4321 Quadratkilometern und schließt neben Bogotá 22 weitere Gemeinden (municipios) in der Umgebung der Hauptstadt ein.

Mehrere Flüsse und Bäche winden sich durch die Stadt, unter anderen der Fluss San Francisco, der sich südwestlich mit dem Río Funza (heute bekannt als Río Bogotá) vereinigt. Der Fluss Funza ist sowohl für seinen 145 Meter hohen Wasserfall, den Salto del Tequendama, als auch für seine extreme Verschmutzung bekannt. Die nahe Umgebung der Stadt ist geprägt von Weiden und Bergwäldern.

Bogotá grenzt im Süden an die Gemeinden Guamal, Cubarral und La Uribe im Departamento del Meta und an Colombia im Departamento del Huila, im Norden an Chía, im Westen an Cota, Funza, Mosquera, Soacha, Pasca, San Bernardo, Arbeláez und Cabrera und im Osten am La Calera, Chipaque, Choachí, Gutiérrez, Ubaque und Une (alle im Departamento Cundinamarca).

Der Suesca-See liegt 60 km entfernt.

Die Hauptstadt befindet sich im Gebiet der kolumbianischen Anden. Diese zeigen eine charakteristische Aufspaltung in drei Kordilleren: West-, Zentral- und Ostkordillere. Zwischen sie schieben sich in Fortsetzung der kleineren Hochbecken des südlichen Teils tiefe Längssenken ein, die von Río Magdalena und Río Cauca entwässert werden.

In ihrem oberen Abschnitt werden diese Flüsse von den zum Teil noch vulkanischen Kordillerenketten begleitet, deren Ausläufer sie in Engtälern durchbrechen müssen; im Unterlauf durchziehen sie breite Tiefländer. Sind im Süden die Hochtäler Zentren der Besiedlung, so weiter nördlich die stärker zergliederten Gebirge. Hier liegen auch die für die Wirtschaft des Landes wichtigsten Distrikte mit der Landeshauptstadt Bogotá. Hauptprodukt dieses Gebietes ist der Kaffee. Die Höhengliederung lässt den Anbau sehr vielfältiger Kulturpflanzen zu.

Da sich die Stadt auf der tektonischen Platte von Südamerika befindet, erlebt sie auch hin und wieder Erdbeben. Diese und einige Brände führten in den Jahren 1785, 1827, 1917 und 1948 dazu, dass ein Großteil der Bauten aus der Kolonialzeit nicht mehr erhalten sind.

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