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Bernhard von Septimanien

Staatsmann am Hofe Kaiser Ludwigs des Frommen

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Bernhard von Septimanien (* vor 795; † 14. Februar 844 in Toulouse), auch Bernhard I. von Barcelona genannt, war ein Regionalfürst und leitender Staatsmann teilweise westgotischer Abkunft am Hofe Kaiser Ludwigs des Frommen. In der Verfallszeit des späten Karolingerreiches war der Werdegang Bernhards typisch für einen Vertreter des Hochadels, der rücksichtslos die eigenen Interessen verfolgte. Von 828 bis 832 und von 835 bis 841 herrschte er in Septimanien.

Sein Vater war Graf Wilhelm von Aquitanien, seine Mutter Witberga (auch Witburgis oder Guitburga) († vor 795), die zweite Ehefrau Wilhelms. Bernhard war Patenkind Kaiser Ludwig des Frommen.

Gauzhelm, Graf von Roussillon († 834)

Theoderich, Graf von Autun († um 827)

Aus der ersten Ehe seines Vaters mit Kunigunde († vor 795) hatte er die Halbgeschwister

824 heiratete er in der Aachener Pfalzkapelle Dhuoda, die einer bedeutenden austrischen Familie entstammte. Mit ihr hatte er die Nachkommen

Bernard Plantevelue († 885/886), Graf von Autun, Rodez und Auvergne

Regelinda; ⚭ Wulfgrin I. (Vulgrin), † 3. Mai 886, urkundet 868 als Graf von Angoulême (Haus Taillefer)

826 bis 832 Graf von Barcelona und Girona

828 bis 832 Herzog von Septimanien und Gothien, Graf von Narbonne, Béziers, Agde, Melguelh, Nimes sowie möglicherweise von Uzès und Lodève

832 fiel Bernhard in Ungnade und verlor bis 835 sämtliche Titel.

835 bis 843 Graf von Roussillon

835 bis 844 Graf von Barcelona und Girona

835 bis 844 Herzog von Septimanien und Gothien, Graf von Narbonne, Béziers, Agde, Melgueil, Nîmes sowie möglicherweise von Uzès und Lodève

837 bis 844 Graf von Carcassonne

Nach anfänglichen Erfolgen seines Stiefbruders Berà, des Grafen von Barcelona, bei der Rückeroberung von den Mauren besetzter Gebiete gab es ab dem Jahr 810 militärische und politische Niederlagen. Dies nutzten seine Gegner unter der Wortführerschaft seiner Stiefbrüder Bernhard und Gauzhelm zu einer Intrige beim Kaiser. 820 wurde Berá in Aachen vom Statthalter Gauzhelms der Untreue und des Verrats beschuldigt und von Kaiser Ludwig dem Frommen nach Rouen verbannt, wo er 844 starb.

826 ernannte der Kaiser Bernhard, der als umsichtig und verschlagen galt, als Nachfolger des fränkischen Grafen Rampó zum Grafen von Barcelona und Girona. Im Krieg gegen die Mauren war Bernhard der Anführer und frankenfreundlich. Damit stand er den Interessen des örtlichen westgotischen Adels entgegen.

Schon kurz danach tauchte ein Herrscher namens Aysun auf. Seine Identität ist nicht gesichert. Möglicherweise war er der Sohn des maurischen Statthalters von Barcelona Sulayman al-Arabi, dem es gelungen war, aus der Haft in Aachen zu fliehen und die Spanische Mark zu erreichen. Aysun setzte sich in der Gegend von Vic fest. Berá-treue Besatzungen der umliegenden Burgen, zahlreiche gotische Adlige, unter ihnen auch Berás Sohn Guillemó (oder auch Guillemundus), damals Graf von Rasès und Conflent sowie maurische Befürworter eines Friedens mit dem Fränkischen Reich schlossen sich einem Aufstand gegen den neuen Grafen an.

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