Bernd Mottl (* 7. November 1965 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Theater-Regisseur.
Bernd Mottl studierte Theater- und Musikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und gründete dort, zusammen mit Marcel Pomplun, die Studiobühne der FU neu.
Hier inszenierte er von 1988 bis 1994 verschiedene literarische Ausgrabungen mit Studenten der Berliner Schauspielhochschulen, die auch auf europäischen Festivals wie in Avignon, London und Köln gezeigt wurden. Er assistierte bei den Regisseuren Harry Kupfer und John Dew u. a. an der Komischen Oper Berlin und der Deutschen Oper Berlin.
Seit 1994 arbeitet Bernd Mottl als freischaffender Regisseur an verschiedenen Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei erweiterte sich sein Repertoire von Schauspiel und Oper auf Musical und Operette.
Zunächst realisierte er an der Neuköllner Oper einige vielbeachtete Musical-Uraufführungen zusammen mit dem Autor Peter Lund. Daraufhin inszenierte er u. a. wiederholt am Staatstheater Cottbus, am Maxim Gorki Theater Berlin, an der Staatsoper Hannover und an der Oper Köln. Weitere Inszenierungen waren Michael Cooneys Cash am Maxim Gorki Theater (2002), Oliver Bukowskis Nichts Schöneres mit Désirée Nick am Renaissance-Theater Berlin (2002), Yasmina Rezas Der Gott des Gemetzels in Potsdam (2007), My Fair Lady an der Staatsoper Hannover (2009), der Doppelabend La voix humaine/Herzog Blaubarts Burg mit Nicola Beller-Carbone und Johannes Martin Kränzle, Die Csárdásfürstin mit Christoph Marti in der Titelrolle an der Oper Köln (2010), Kiss me Kate an der Volksoper Wien (2012), La Cage aux Folles in der Bar jeder Vernunft Berlin (2014) und Werther (2015) in Hannover.
Im Oktober 2016 inszenierte er im Tipi am Kanzleramt die Operette Frau Luna von Paul Lincke mit den Geschwistern Pfister, Thomas Pigor, Benedikt Eichhorn, Gustav Peter Wöhler, Max Gertsch, Cora Frost und Annamateur. Im September 2018 legte er am Staatstheater Wiesbaden eine Interpretation von Wagners Die Meistersinger von Nürnberg vor. 2026 debütierte Bernd Mottl an der Semperoper Dresden mit Nino Rotas Oper Der Florentiner Hut, die er bereits 2023 an der Oper Graz inszenierte.
Bernd Mottl gewann bei den Hessischen Theatertagen 2019 den Preis für die Beste Inszenierung (für Schade dass sie eine Hure war) und den Publikumspreis 2022 des Hans Otto Theaters Potsdam für die Produktion Cabaret. Seine Inszenierung Der Vogelhändler am Staatstheater am Gärtnerplatz erhielt vom Bayerischen Rundfunk die Auszeichnung Operetten-Frosch für die Spielzeit 2023/24.
2026 debütierte er an der Dresdner Semperoper mit Nino Rotas "Der Florentiner Hut".
2026: "Der Florentiner Hut"von Nino Rota, Semperoper Dresden
2026: "Regina"von Albert Lortzing, Oper Leipzig
2025: A Midsummer Night's Dream von Benjamin Britten, Oper Graz
2025: La Cenerentola von Gioacchino Rossini, Stadttheater Klagenfurt
2024: Vernichten von Michel Houellebecq, Staatstheater Wiesbaden
2024: Der Vogelhändler von Carl Zeller, Staatstheater am Gärtnerplatz
2023: Die lustige Witwe von Franz Lehár, Oper Köln
2023: Der Florentiner Hut von Nino Rota, Oper Graz
2022: Kalldewey, Farce, von Botho Strauß, Staatstheater Wiesbaden
2022: Gott, von Ferdinand von Schirach, Schauspielhaus Graz