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Bernardo Soto Alfaro

Präsident Costa Ricas

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Ramón Bernardo Soto Alfaro (* 12. Februar 1854 in Alajuela; † 28. Januar 1931 in San José) war vom 12. März 1885 bis zum 7. November 1889 Präsident von Costa Rica.

Alfaros Eltern waren Joaquina Alfaro Muñoz und General Apolinar de Jesús Soto Quesada. Er stammte aus einer reichen Familie, die viele einflussreiche Verwandte in zentralamerikanischen Regierungen hatte, wie zum Beispiel seinen Cousin Marco Aurelio Soto, den späteren Präsidenten von Honduras. Er besuchte die Grundschule in Alajuela und ein Gymnasium in San José, wo er 1871 ein Bachillerato der Wissenschaften und Künste ablegte. 1877 wurde er Licenciado der Rechtswissenschaft an der Universidad de Santo Tomás. Zur Zeit seines Studiums 1875 weigerte er sich, vor dem Diktator Tomás Guardia Gutiérrez den Hut zu ziehen, und wurde in San Carlos inhaftiert.

Soto Alfaros wurde Mitglied der Partido Liberal und war ab 1874 als Cincinato in einer Freimaurerloge. Er war ein Mitglied der Kohorte Generación del Olimpo, zu der auch die Präsidenten Carlos Durán, Asención Esquivel, Ricardo Jiménez und Cleto González Víquez gezählt werden.

Bernardo Soto Alfaro heiratete am 19. April 1885 Pacífica Fernández Guardia, die Tochter von Juan Primitivo Próspero Fernández Oreamuno. Ihr Sohn war der 1886 geborene Maximiliano Soto Fernández, dieser heiratete später Vera Field Hine.

1881 wurde Soto zum Gouverneur von Alajuela ernannt. Wenige Monate später trat er von diesem Amt zurück, um eine Reise nach Europa zu machen. Nach seiner Rückkehr 1882 ernannte ihn auch Saturnino Lizado Gutiérrez am 9. Mai 1882 zum Gouverneur von Alajuela. Auf Alajuela konzentrierte sich das politische Interesse, da der Diktator Tomás Guardia Gutiérrez krankheitsbedingt von seinem Haus hier herrschte. Guardia starb am 6. Juli 1882, und Bernardo Soto hatte eine wichtige Funktion bei den Bestattungsfeierlichkeiten des Diktators.

Der Präsident ab 10. August 1882 Juan Primitivo Próspero Fernández Oreamuno war der Schwiegervater von Bernardo Soto. Fernández ernannte seinen Schwiegersohn Bernardo Soto mit Amtsantritt zum Regierungs- und Bildungsminister

Im Oktober 1882 wurde das Regierungskabinett umgebildet und Bernardo Soto wurde Minister für Finanzen, Handel und Bildung sowie Stellvertreter des Präsidenten, in dieser Funktion löste er den zurückgetretenen Luis Diego Sáenz Carazo ab.

Im Januar 1884 wurde das Regierungskabinett erneut umgebildet, wodurch Bernardo Soto zu seinen bisherigen Ministerien auch die für Krieg, Marine, Regierung und Politik hinzu bekam. Mit dieser Ämterhäufung wurde er zum Brigadegeneral befördert. Den Ministerien für Äußeres, öffentliche Bildung, Justiz, Kultur, Wohlfahrt stand José María Castro Madriz vor.

Bernardo Soto wird eine wichtige Rolle bei der Elektrifizierung der Straßenbeleuchtung von San José 1884 zugeschrieben.

Bernardo Soto unterzeichnete 1884 den Contrato Soto-Keith, einen Vertrag im Rahmen eines Vergleichs, in welchem der Eisenbahnbaugesellschaft von Minor Keith 800.000 Hektar durch die Eisenbahn erschlossenes Land in der Zona Atlántico steuerfrei übereignet, eine Konzession zum Betrieb der Eisenbahn für 99 Jahre, für die Zusicherung der Fertigstellung der Eisenbahnstrecke San José – Puerto Limón und eine Neuverhandlung der daraus entstandenen Schulden der Regierung bei britischen Banken vereinbart wurde.

Der Contrato Soto-Ortuño wurde am 21. Oktober 1884 von Finanzminister Soto und Gaspar Ortuño, dem Leiter der Banco de la Unión unterzeichnet. Die Banco de la Unión durfte bis zum doppelten Wert ihrer Einlagen Geldschöpfen. Die Banco de la Unión gab der Regierung dafür ein dauerhaftes Darlehen von einer viertel Million USD, darüber

hinaus musste sie von der Regierung ausgestellte Wechsel einlösen. Am 17. November 1890 änderte die Bank ihren Namen in Banco de Costa Rica und behielt das exklusive Recht der Geldschöpfung bis 1900.

Beteiligt war Soto auch an der Redaktion des Privatrechtes und bei den liberalen Gesetzen von 1884, in welchen die Immobilien der Friedhöfe der katholischen Kirche entschädigungslos enteignet und religiöse Gemeinschaften verboten wurden. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde der Bischof von Costa Rica, Bernardo Augusto Thiel, ausgewiesen und das Concordato Lorenzana-Antonelli, welches 1852 vom Botschafter der Regierung Costa Ricas beim Heiligen Stuhl, Fernando de Lorenzana y Sánchez, und dem Marqués de Belmonte abgeschlossen worden war, annulliert.

Am 12. März 1885 starb Juan Primitivo Próspero Fernández Oreamuno, und Soto wurde geschäftsführender Präsident.

Die Regierung Costa Ricas hatte sich mit den Regierungen von Adán Cárdenas und Francisco Menéndez Valdivieso gegen die Regierungen von Justo Rufino Barrios Auyón und Luis Bográn Barahona verbündet.

Da Barrios eine zentralamerikanische wirtschaftliche Integration militärisch durchsetzen wollte.

Soto bereitete eine Mobilmachung vor. Barrios wurde in einer Schlacht am 2. April 1885 getötet, bevor die nach Costa Rica entsandten Truppen in Gefechte verwickelt wurden. Angesichts der Kriegsgefahr war am 5. April 1885 das Cruz Roja Costarricense gegründet worden. Am 29. April 1885 gründeten die Minister Carlos Durán Cartín und Mauro Fernández Acuña das Hospicio Nacional de Locos. Zur Finanzierung des Baus und des Unterhaltes wurde der Junta de Caridad del Hospital San Juan de Dios am 10. Mai 1885 eine Konzession für eine Lotería Nacional gegeben.

Im Mai 1885 wurde Soto zum Divisionsgeneral befördert.

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Bernardo Soto Alfaro | World in Stories