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Berliner Illustrirte Zeitung

Deutsches Periodikum

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Die Berliner Illustrirte Zeitung (BIZ) war die auflagenstärkste deutsche Zeitschrift ihrer Zeit. Sie erschien von 1891 bis 1945. 1931 war sie mit fast zwei Millionen verlegten Exemplaren die zweitverbreitetste Illustrierte weltweit.

Am 14. Dezember 1891 erschien eine Probenummer der neuen Berliner Illustrirten Zeitung. Herausgeber war der schlesische Textilfabrikant Siegfried Salomon Hepner. Der Titel war an die Illustrirte Zeitung in Leipzig angelehnt. Am 4. Januar 1892 erschien die erste reguläre Ausgabe. Die Illustrationen waren mit Zeichnungen und Holzschnitten gestaltet.

Seit 1892 war Otto Eysler Mitherausgeber. Seit diesem Jahr wurde die Zeitschrift in der Druckerei von Leopold Ullstein gedruckt. 1893 hatte sie eine Auflage von etwa 14.000 Exemplaren.

1894 übernahm Leopold Ullstein die Herausgeberschaft.

Er orientierte die Zeitschrift mehr auf Unterhaltung und ein breites Themenspektrum. Durch das neue Medium Fotografie konnten die Titelblätter attraktiver gestaltet werden. Er ließ außerdem die einzelnen Nummern durch Verkäufer an Wohnungstüren anbieten und löste so das starre Abonnementsystem auf. (Ein Straßenverkauf war in dieser Zeit in der Regel noch nicht möglich.) Ein Exemplar kostete nur 10 Pfennig, was auch für einkommensschwächere Käufer möglich war. Durch spannende Fortsetzungsromane oder interessante Themen sollten möglichst viele zum Kauf bewegt werden (wie bei Kolportageromanen).

So konnten die Auflagenzahlen rasch auf etwa 50.000 um 1900 gesteigert werden.

Technische Innovationen wie der Offsetdruck, die Zeilensetzmaschine oder die Verbilligung der Papierherstellung führten zu weiteren Verbesserungen der Qualitat und des Umsatzes.

Seit 1901 war es außerdem möglich, aktuelle Fotos im Innenteil des Blattes abzudrucken. Dies galt als unerhörte Neuerung. Nachdem der Straßenverkauf 1904 erlaubt worden war, stiegen die Verkaufszahlen durch Straßenhändler und Kioske weiter an.

Es konnte auch auf aktuelle Ereignisse schnell reagiert werden. So wurde im April 1912 die Produktion der bereits im Druck befindlichen Ausgabe Nr. 16 angehalten, als die Nachricht vom Untergang des Ozeanriesen Titanic eintraf. Kurzerhand ersetzte man ein bis dahin vorgesehenes halbseitiges Foto der Akropolis durch ein Foto der Titanic.

Die Berliner Illustrirte Zeitung bemühte sich immer wieder um spektakuläre Darstellungen.

So veröffentlichte sie am Tag der Vereidigung des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert am 21. August 1919 ein Foto von ihm in Badehose in der Ostsee, mit Reichswehrminister Gustav Noske, das von vielen Zeitgenossen als despektierlich empfunden wurde. Im Jahr 1928 gelang es dem Starfotografen Erich Salomon, ein Foto aus einem Mordprozess zu veröffentlichen, bei dem das Fotografieren untersagt war.

Die Berliner Illustrirte Zeitung war 1931 mit etwa 1,95 Millionen verkauften Exemplaren (nach Verlagsangaben) die auflagenstärkste Zeitschrift Europas und die zweitgrößte Illustrierte weltweit.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Anfang 1933 wurde auf den Ullstein Verlag starker Druck ausgeübt, seine jüdischen Mitarbeiter zu entlassen. So musste auch der langjährige Chefredakteur Kurt Korff im März 1933 die Zeitung verlassen.

Die Familie Ullstein musste den Verlag 1934 verkaufen.

Die Berliner Illustrirte Zeitung wurde als Unterhaltungszeitschrift weitergeführt, allerdings stärker in nationalsozialistischer Ausrichtung.

Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 wurden gezielt Reporter in Kriegsgebiete geschickt, um unmittelbar davon zu berichten.

So war der Fotograf Eric Borchert 1941 Teil einer Propagandakompanie in Afrika und veröffentlichte Fotos von dort.

1941 änderte die Redaktion den Namen in „Illustrierte Zeitung“ (mit e). 1944 war sie die letzte der zwölf unabhängigen Illustrierten von 1939, die noch selbstständig bestand.

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