An diesem Tag

Beiersdorf AG

Börsennotierter, weltweit tätiger deutscher Konsumgüterkonzern

Anúncio

Die Beiersdorf AG ist ein börsennotierter, weltweit tätiger deutscher Konsumgüterkonzern mit Sitz in Hamburg-Eimsbüttel.

Die Maxingvest GmbH & Co. KGaA, die Holdinggesellschaft der Familie Herz, hält eine Mehrheitsbeteiligung von knapp über 53 Prozent.

Unter anderem gehören Marken wie 8×4, Nivea, tesa, Labello, Eucerin und Hansaplast zu Beiersdorf.

Beiersdorf mit den zwei Unternehmensbereichen Consumer und tesa (seit 2001 eigenständiger Teilkonzern) ist als Dachmarke Hersteller zahlreicher Markenprodukte und Kosmetikprodukte, darunter Nivea, Labello, Hansaplast, Eucerin, Florena, 8×4, atrix, La Prairie oder tesa.

Der Sitz befindet sich in Hamburg, weitere deutsche Standorte sind Berlin, Leipzig, Norderstedt, Offenburg und Waldheim. In Wien befindet sich die Zentrale für Mittel- und Osteuropa.

Das Unternehmen wurde 1882 vom Apotheker Paul Carl Beiersdorf in Hamburg gegründet und 1890 von Oscar Troplowitz übernommen. Die Geschichte von Beiersdorf beginnt mit einem Patent des Apothekers Paul C. Beiersdorf vom 28. März 1882. Darin wird ein von ihm entwickeltes, neuartiges Verfahren zur Herstellung von medizinischen Pflastern beschrieben. Dieses Datum gilt als das Gründungsdatum des Unternehmens Beiersdorf.

In den ersten Jahren der Unternehmensgeschichte beschäftigte sich Troplowitz neben der Produktion der medizinischen Pflaster auch mit der Entwicklung erster Klebebänder. Mit seinen Arbeiten setzte er die Grundsteine für die späteren Klebeprodukte der Marken tesa und das erstmals 1922 verkaufte Hansaplast.

Nachdem 1909 unter dem Namen Labello der erste Lippenpflegestift mit Schiebehülsen-Gehäuse von Troplowitz auf den Markt gebracht worden war, arbeitete er zusammen mit dem Dermatologen Paul Gerson Unna, der als sein wissenschaftlicher Berater fungierte, und dem deutschen Chemiker Isaac Lifschütz an einer neuartigen Hautcreme. Auf Grundlage des von Lifschütz gefundenen Eucerits (Eucerit: gr. „das schöne Wachs“), einem Wasser-in-Öl-Emulgator, erfolgte ab Dezember 1911 der Verkauf der ersten stabilen Fett- und Feuchtigkeitscreme der Welt unter dem Namen Nivea.

Von 1890 bis 1918 wuchs die Mitarbeiterzahl von 11 auf 500 an. 1892 kaufte Troplowitz ein Grundstück in Hamburg-Eimsbüttel, welches zwischen der Unnastraße – damals noch Teil des Eidelstedter Wegs und erst im Jahre 1948 nach dem zwischenzeitlich verstorbenen Dermatologen umbenannt – und der Quickbornstraße lag. Auf diesem Grundstück errichtete Beiersdorf die neue Firmenzentrale. Nach Umstellung auf maschinellen Betrieb konnte auch die Produktpalette erweitert werden. Da Troplowitz von Anfang an zahlreiche internationale Kontakte knüpfte, wurden die Produkte schnell weltweit bekannt. 1914 gab es Filialen auf allen fünf Kontinenten.

Oscar Troplowitz und sein Mitgesellschafter Otto Hanns Mankiewicz starben im Jahr 1918. Zunächst übernahm Gertrud Troplowitz, die als Ehefrau von Oscar Troplowitz und Schwester von Mankiewicz nun Alleineigentümerin des Unternehmens geworden war, die Geschäftsführung unterstützt durch den Bankier Carl Melchior. Als sie zwei Jahre später ebenfalls verstarb, musste Beiersdorf seine Rechtsform ändern und wurde zunächst zur GmbH sowie am 1. Juni 1922 zur Aktiengesellschaft P. Beiersdorf & Co. AG. Im selben Jahr kam Hansaplast auf den Markt. 1925 wurde das Markenimage von Nivea verändert und die charakteristische blau-weiße Dose eingeführt.

Im Jahr 1928 wurde die Beiersdorf-Aktie erstmals an der Hamburger Börse gehandelt. Außerdem gab es mittlerweile 20 Produktionsstätten weltweit. Zahlreiche neue Produkte wurden entwickelt und auf dem Markt eingeführt, zum Beispiel Shampoo und Rasiercreme. Im Jahr 1936 wurde außerdem tesa als Marke eingeführt. Sie ist heute noch synonym für den selbstklebenden, transparenten Klebestreifen. Siehe auch: Geschichte von tesa

Zum Zeitpunkt seines 50-jährigen Bestehens im Jahr 1932 beschäftigte Beiersdorf bereits über 1400 Mitarbeiter.

1933 wurde der Beiersdorf-Vorstand durch die Nationalsozialisten so unter Druck gesetzt, dass alle jüdischen Mitglieder, wie der seit 1922 amtierende Vorsitzende Willy Jacobsohn, zurücktraten. Wegen der jüdischen Herkunft der Gründerfamilie gab es Hetzkampagnen in Parteizeitungen, unter anderem im Stürmer, und Kampagnen: „Kauft keine Judencreme“. Jacobsohn selbst führte die ausländischen Tochtergesellschaften von Amsterdam aus, emigrierte 1938 jedoch in die USA. Während der Zeit des Nationalsozialismus war Carl Claussen Vorstandsvorsitzender von Beiersdorf. Man versuchte, die Werbung für Nivea von nationalsozialistischen Anklängen freizuhalten. Beiersdorf engagierte dafür Elly Heuss-Knapp, die Ehefrau des späteren ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss, die seinerzeit bei verschiedenen Unternehmen für die Werbung verantwortlich war.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren nicht nur die Produktionsstätten und Verwaltungsgebäude in Hamburg zerstört, sondern vor allem auch die Markenrechte an den verschiedenen Beiersdorf-Marken durch die Alliierten beschlagnahmt worden. Nach dem Krieg begann Beiersdorf damit, diese Markenrechte mühsam zurückzukaufen.

1949 erwirtschaftete Beiersdorf einen Umsatz von 30 Millionen DM.

1951 brachte Beiersdorf das erste Produkt aus der späteren 8×4-Markengruppe heraus, eine „desodorierende Toiletten- und Badeseife“. Dies war der Grundstein für weitere Deo-Entwicklungen von 8×4 wie zum Beispiel Deopuder, Aerosolspray sowie Deoroller und Deostift.

Anfang der 1960er Jahre wurden erste Rezepturen und die Namensfindung für Technicoll entwickelt, ein Produktprogramm für flüssige technische Klebstoffe aus verschiedenen Rohstoffarten in unterschiedlichen Gebindegrößen. Im Jahre 1966 erfolgte die Umbenennung in den verkürzten und bis heute gültigen Firmennamen „Beiersdorf AG“.

Im Jahr 1972 hatte sich die Mitarbeiteranzahl deutlich nach oben entwickelt: Weltweit arbeiteten rund 10.000 Personen für Beiersdorf. 1974 änderte Beiersdorf seine Organisation und führte die sogenannte Spartenorganisation ein, aufgeteilt nach cosmed, medical, pharma und tesa. Die Erben von Max Herz (Tchibo) übernahmen einen 25-prozentigen Anteil am Unternehmen.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Beiersdorf AG | World in Stories