Bedřich Janáček (* 18. Mai 1920 in Prag; † 3. Juni 2007 in Lund) war ein tschechischer Organist, Komponist und Musikpädagoge.
Janáček begann 1939 eine Ausbildung am Prager Konservatorium. 1940 studierte er einige Zeit in Zagreb und wurde nach seiner Rückkehr nach Prag am dortigen Konservatorium ein Schüler von Bedřich Antonín Wiedermann. Ab 1942 unterrichtete er selber am Konservatorium. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wirkte er bis 1946 als Lehrer an der Prager Städtischen Musikschule und absolvierte gleichzeitig eine erweiterte Ausbildung an der Staatlichen Musikhochschule. Bis zu seiner Übersiedelung nach Schweden 1948 arbeitete er als Orgellehrer und unterrichtete u. a. den Organisten Karel Hron.
Nachdem er 1938 als Organist in Prag debütiert hatte, gab Janáček bis 1948 mehr als siebzig Konzerte in der Tschechoslowakei. Nach dem Februarumsturz in der Tschechoslowakei und seiner Emigration nach Schweden trat er in Konzertsälen in Skandinavien, in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Holland, Belgien, England, Irland und Italien auf und unternahm zwei Konzertreisen durch die USA (1968 und 1970). Neben Werken tschechischer Meister gehörte zu seinem Repertoire auch die bedeutende internationale Orgelliteratur. Er spielte Orgelkonzerte mit Gennadi Roschdestwenski und Rafael Kubelík und schrieb eine Orgelversion von Leoš Janáčeks Glagolitische Messe. Von 1965 bis 1985 war er Organist an der Kathedrale von Lund. In der Emigration wurde Janáček auch als Komponist aktiv. Er komponierte neben einigen kirchenmusikalischen Werken überwiegend Orgelmusik, außerdem veröffentlichte er Erinnerungen an seinen Lehrer Wiedermann.
Tři pašijové chorální předehry, 1960, 1962, 1963
Fuga meditativa (na pašijový chorál), 1962
Dvacet pět chorálních předeher pro varhany manualiter, 1975
Marcia festiva alla Guilmant, 1985
Tři preludia a fugy na chorály 1987
Dvacet sedm chorálních předeher, 1990
Dvě preludia a fugy na chorály 1993, 1995
Dvacet sedm chorálních předeher, 1994
Dvacet sedm chotálních předeher, 1996
Deset fug na chorální motivy, 1996
Pět fug a fantasie na chorální motivy Oskara Lindberga, 1997
Čtyřicet chorálních předeher pro varhany manualiter, 1997
Osmnáct preludií Sub communione, 1997
Třicet pět varhanních chorálů ve formě fugy, 1999
Čtyři postní chorální předehry, 2000