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Beat Schlatter

Schweizer Kabarettist, Schauspieler und Drehbuchautor

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Beat Schlatter (* 5. Mai 1961 in Zürich) ist ein Schweizer Kabarettist, Schauspieler und Drehbuchautor.

Beat Schlatter wuchs in Rüschlikon auf. Er absolvierte eine Lehre als Innendekorateur, übte aber diesen Beruf nie aus. Von 1979 bis 1982 spielte er als Schlagzeuger in verschiedenen Punk-Bands wie Liliput. Mit Liliput sammelte er auch Bühnenerfahrung im Musical Der Hundeschwindel von Moskau im Jahr 1983 mit Kompositionen von Stephan Eicher. Bekannter wurde er nach 1984 mit der Gründung des Kabaretts Götterspass, zusammen mit Patrick Frey und Enzo Esposito. Die Gruppe gewann 1992 den Salzburger Stier und die Oltner Tanne und nahm an der Erstausgabe des Arosa Humor-Festivals teil.

Von 1991 bis 1996 war er Mitarbeiter der Schweizer Konsumentenschutzsendung Kassensturz. Seit 1999 veranstaltet er zusammen mit der Komödiantin Anet Corti und der Bingo-Band regelmässig die Bingo Show mit stets ausgefallenen Preisen. Seit 2019 moderiert er zusammen mit Christian Zeugin die Radio Bingo Show auf Radio SRF 1.

Die bisher grössten Werke Schlatters sind die beiden Filme Katzendiebe (1996) und Komiker (2000), in denen er Drehbuchautor und Darsteller ist. Katzendiebe gewann den Prix Walo, Komiker den SSA-Preis für das beste Drehbuch. 2012 wurde er mit dem Prix Walo 2011 in der Sparte Schauspieler/Schauspielerin geehrt für sein Stück Seegfrörni 2012 und den Film Hoselupf.

Seit 2014 arbeitet Schlatter mit dem Schweizer Schauspieler, Produzenten und Regisseur Pascal Ulli zusammen. Die beiden haben bisher 5 Theaterstücke produziert, bei denen Schlatter spielt und schreibt und Ulli spielt und Regie führt.

In der Seifenoper Lüthi und Blanc im Schweizer Fernsehen spielte er die Figur des «Willi».

Schlatter erfand 1976 den Namen Aqui für das gleichnamige Mineralwasser. Dafür wurde er mit drei Goldvreneli belohnt.

Für das beliebte Jass-Computerprogramm Stöck Wyys Stich lieh er einem Computerspieler seine Stimme.

Schlatter ist seit 2011 verheiratet und lebt im Zürcher Niederdorf.

Am 6. März 2015 wurde er am Bahnhof Meilen Opfer einer Prügelattacke eines geistig Verwirrten und erlitt dabei schwere Gesichtsverletzungen.

Schlatter ist seit Jahrzehnten Sammler von Post- und Ansichtskarten. Ein Schwerpunkt dieser Sammlung sind Karten aus der Hochblüte der europäischen Ferienzeit zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren, von denen er Teile 2020 in einem Buch veröffentlichte.

2024 erhielt sein bisher erfolgreichster Film Bon Schuur Ticino den Prix Walo. Bon Schuur Ticino schaffte es in die Top Ten der erfolgreichsten Schweizer Filme aller Zeiten und belegt den 7. Platz.

1996: Katzendiebe. Regie: Markus Imboden (Drehbuch von Schlatter, Imboden und Frey)

1999: Exklusiv. Regie: Florian Froschmayer

2000: Komiker. Regie: Markus Imboden (Drehbuch von Schlatter und Walter Bretscher)

2004: Ferienfieber. Regie: This Lüscher

2005: Mein Name ist Eugen. Regie: Michael Steiner

2006: Kleine Fische. Regie: Petra Volpe

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