Beat Furrer (* 6. Dezember 1954 in Schaffhausen) ist ein österreichischer Komponist und Dirigent schweizerischer Herkunft.
Beat Furrer erhielt an der Musikschule Schaffhausen seine erste Ausbildung (Klavier). Im Jahr 1975 übersiedelte er nach Wien und studierte Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Dirigieren bei Otmar Suitner. 1984 gewann er den Kompositionswettbewerb „Junge Generation in Europa“. Ein Jahr später gründete Furrer zusammen mit Viktor Liberda das Klangforum Wien, dessen künstlerischer Leiter er bis 1992 war und dem er immer noch als Gastdirigent verbunden ist. Seit 1991 ist er Professor für Komposition an der Kunstuniversität Graz. Mitte der 1990er gründete er gemeinsam mit dem Geiger Ernst Kovacic die internationale Ensemble- und Komponistenakademie impuls. 1996 war er Composer in residence bei den Luzerner Festwochen. Seit 2005 ist Furrer Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Vom Wintersemester 2006/07 bis 2009 hatte er eine Gastprofessur für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main inne. Furrer ist Mitglied des von der Kulturstiftung des Bundes berufenen Kuratoriums für das Netzwerk Neue Musik.
1992: Förderpreis vom Ernst von Siemens Musikpreis
1993: Musikpreis der Stadt Duisburg
2003: Preis der Stadt Wien für Musik
2006: Goldener Löwe der Biennale di Venezia für FAMA
2012: Erste-Bank-Kompositionspreis
2014: Großer Österreichischer Staatspreis für Musik
2018: Ernst von Siemens Musikpreis
2024: Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst I. Klasse
2024: Goldene Ehrenzeichen der Stadt Graz, im Rahmen eines Konzertes zur Feier seines 70. Geburtstages.
Das Grosse Feuer. Oper für Solisten, Chor und Orchester. Libretto: Thomas Stangl, nach dem Roman Eisejuaz von Sara Gallardo (2025); Auftragswerk der Oper Zürich
Violetter Schnee. Oper für Solisten, Chor und Orchester, nach einem Libretto von Händl Klaus, basierend auf einem Text Wladimir Georgijewitsch Sorokin, übersetzt vom Russischen ins Deutsche von Dorothea Trottenberg (2015)
La Bianca Notte. Oper für Solisten, Chor und Orchester, nach Texten von Dino Campana, Sibilla Aleramo (2015)
Wüstenbuch. Musiktheater, nach Texten von Händl Klaus, Ingeborg Bachmann, Antonio Machado, Lukrez und dem Gespräch eines Lebensmüden mit seiner Seele (auch: Papyrus Berlin 3024) (2010)
Invocation. Oper nach Texten von Marguerite Duras (2002/2003)
Begehren. Musiktheater nach Texten von Cesare Pavese, Günter Eich, Ovid und Vergil (2001)
Narcissus. Oper in sechs Szenen, nach den Metamorphosen Ovids (1992/1994)