An diesem Tag

Barack Obama

44. Präsident der Vereinigten Staaten (2009–2017)

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Barack Hussein Obama II [bəˈɹɑːk hʊˈseɪn oʊˈbɑːmə] , zwischen ca. 1967 und ca. 1971 auch Barry Soetoro, (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er war von 2009 bis 2017 der 44. Präsident der Vereinigten Staaten.

Obama ist ein auf US-Verfassungsrecht spezialisierter Rechtsanwalt. 1992 schloss er sich der Demokratischen Partei an, für die er 1997 Mitglied im Senat von Illinois wurde. Im Anschluss gehörte er von 2005 bis 2008 als Junior Senator für diesen US-Bundesstaat dem Senat der Vereinigten Staaten an. In den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008 konnte er sich parteiintern äußerst knapp gegen Hillary Clinton durchsetzen. Die Präsidentschaftswahl des Jahres 2008 gewann er dann als Kandidat der Demokraten gegen den Republikaner John McCain.

Mit seinem Einzug in das Weiße Haus im Januar 2009 bekleidete erstmals ein Afroamerikaner das Amt des Präsidenten. Bei der Wahl des Jahres 2012 setzte sich Obama gegenüber seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney durch und wurde so für eine zweite Amtszeit bestätigt. Vizepräsident während seiner beiden Amtsperioden war der spätere US-Präsident Joe Biden. Im Dezember 2009 erhielt Obama den Friedensnobelpreis.

Obamas Vater, Barack Hussein Obama Senior (1936–1982), stammte aus Nyang’oma Kogelo in Kenia und gehörte der Ethnie der Luo an. Obamas Mutter, Ann Dunham (1942–1995), stammte aus Wichita im US-Bundesstaat Kansas und hatte irische, britische, deutsche und Schweizer Vorfahren. Obamas Eltern lernten sich als Studenten an der University of Hawaii at Manoa kennen. Sie heirateten 1961 in Hawaii, als Ann bereits schwanger war. Damals waren in anderen Teilen der USA Ehen zwischen Schwarzen und Weißen noch verboten. 1964 ließ sich das Paar scheiden. Der Vater setzte sein Studium an der Harvard University fort. Obama sah ihn als Zehnjähriger zum letzten Mal.

Obama Senior starb im November 1982 in Nairobi an den Folgen eines Verkehrsunfalles. Barack Obama hat väterlicherseits drei ältere und drei jüngere Halbbrüder sowie die Halbschwester Auma, die in Deutschland studiert hat. Sein Halbbruder Malik lebt in Kenia und kandidierte 2013 erfolglos als Gouverneur des Siaya County.

Die Mutter heiratete 1965 den Indonesier und späteren Ölmanager Lolo Soetoro. Nach dem Abschluss ihres Studiums zog sie mit ihrem Sohn Barack 1967 zu ihrem neuen Ehemann nach Jakarta in Indonesien, wo Obamas jüngere Halbschwester Maya geboren wurde. Dort besuchte Obama von 1967 bis 1970 die von Kapuzinern geführte St. Francis of Assisi Elementary School und 1970/1971 eine staatliche, multireligiöse Schule.

Während seiner Schulzeit in Indonesien verfasste Obama zwei Aufsätze mit dem Titel I Want to Become President. Obamas Rufname in Bahasa Indonesia war Barry Soetoro, was beginnend mit dem Fall Berg v. Obama im Jahr 2008 immer wieder missbräuchlich und juristisch erfolglos als Indiz benutzt wurde, Obamas Identität in Zweifel zu ziehen und seine Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten zu verhindern. 1971 kehrte er nach Hawaii zurück, wo ihn seine Großeltern mütterlicherseits, Madelyn (1922–2008) und Stanley Dunham (1918–1992), aufzogen.

Sie schulten ihn in die fünfte Klasse der privaten Punahou School ein. Seine Mutter kam mit seiner Halbschwester 1972 wieder nach Hawaii, um ihr Studium weiterzuführen, kehrte aber mit der Tochter 1975 nach Indonesien zurück, um ihre ethnologischen Forschungen fortzusetzen. Obama entschloss sich, nicht mitzugehen. Er blieb in Hawaii und schloss die Schule 1979 mit Auszeichnung ab. Er spielte in der Schule auch Basketball, zunächst in der Juniorenmannschaft und 1972 in der ersten Schulmannschaft. Damals konnte er sich vorstellen, Basketballprofi zu werden.

Seine spätere Frau Michelle Robinson lernte Obama, zu der Zeit Student der Harvard Law School, 1989 in Chicago während eines Sommerpraktikums in der Kanzlei Sidley Austin kennen. Robinson, die als Anwältin in der Kanzlei arbeitete, war seine Mentorin. Das Paar heiratete 1992 und bekam zwei Töchter: Malia Ann (* 1998) und Natasha („Sasha“, * 2001). Michelle Obama war bis Ende 2008 in der öffentlichen Verwaltung von Chicago beschäftigt.

Obama studierte ab 1979 zwei Jahre lang auf eigene, von der Familie bestrittene Kosten am Occidental College in Eagle Rock in Los Angeles und weitere zwei Jahre an der Columbia University in New York City, die zu den Hochschulen der Ivy League gehört. Nach seinem Bachelor-Abschluss 1983 in Politikwissenschaft (Schwerpunkt Internationale Beziehungen) arbeitete er ein Jahr lang für das Wirtschaftsberatungsunternehmen Business International Corporation in New York.

1985 zog Obama nach Chicago und arbeitete dort für die gemeinnützige Organisation „Developing Communities Project“ (DCP), die Kirchengemeinden beim Arbeitstraining für Einwohner armer Stadtviertel unterstützte. Danach studierte er drei Jahre lang Rechtswissenschaft an der Harvard Law School. Als erster Afroamerikaner wurde er dort zum Herausgeber der Fachzeitschrift Harvard Law Review gewählt, wodurch er einen Verlagsvertrag und einen Vorschuss für eine Buchveröffentlichung erhielt, was er für die Autobiografie Dreams from My Father nutzte, an der er bis 1995 schrieb. 1991 machte er seinen J.D.-Abschluss mit der Gesamtbewertung magna cum laude.

1992 kehrte Obama nach Chicago zurück und wurde erstmals politisch aktiv: Mit einer Kampagne für die Wählerregistrierung afroamerikanischer Bürger Chicagos mobilisierte er mehr als 150.000 afroamerikanische Wähler für die Wahl Bill Clintons zum US-Präsidenten. Ab 1993 arbeitete er in der auf Bürgerrechte spezialisierten Anwaltssozietät Miner, Barnhill and Galland. Bis 2004 lehrte er Verfassungsrecht an der University of Chicago.

1996 wurde Obama als Vertreter des 13. Bezirks, der südliche Teile der Stadt Chicago rund um das Stadtviertel Hyde Park umfasst, in den Senat von Illinois gewählt. Dort übernahm er den Vorsitz im Ausschuss für öffentliches Gesundheitswesen und Wohlfahrt. Er verfasste eine Gesetzesinitiative mit, die Hilfen für arme Arbeiterfamilien vorsah, und arbeitete an einer Vorlage zur Unterstützung von Menschen ohne Krankenversicherung. Zudem half er Organisationen, die sich für Schwule und Lesben einsetzen, und setzte eine Erhöhung der Mittel zur AIDS-Prävention und -Behandlung durch.

Obama wurde 1998 gegen den Republikaner Yesse Yehudah und 2002 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Auf seine Gesetzesinitiativen hin muss die Polizei in Illinois Vernehmungen für Anklagen, die mit der Todesstrafe geahndet werden können, auf Video aufzeichnen. Krankenversicherungen müssen Kosten für regelmäßige vorbeugende Mammografien übernehmen. Außerdem wurden Waffenkontrollen verschärft. Für diese und andere Vorhaben konnte Obama Koalitionen mit politischen Gegnern bilden.

2000 unterlag Obama bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei im Ersten Kongressdistrikt für das Repräsentantenhaus gegen den langjährigen Mandatsinhaber Bobby L. Rush. Damals behaupteten zwei seiner Rivalen, er sei ungenügend in Chicagos schwarzer Gemeinschaft verwurzelt.

2004 gewann Obama als Kandidat der Demokraten für den US-Senat bei deren Vorwahlen im März überraschend 52 Prozent der Stimmen und galt seither als neuer Star seiner Partei. Medienberater David Axelrod hatte ihn im Wahlkampf in die Tradition des ersten afroamerikanischen Bürgermeisters Chicagos Harold Washington und des Senators Paul M. Simon gestellt.

Der Hauptwahlkampf war von Skandalen um die Gegenkandidaten der Republikaner geprägt: Der erste, Jack Ryan, trat am 25. Juni 2004 zurück, der zweite, Alan Keyes, mietete erst ab August 2004 einen Wohnsitz in Illinois und führte einen polarisierenden Wahlkampf. Wegen seines sicheren Vorsprungs in Wählerumfragen unterstützte Obama andere demokratische Kandidaten wie Melissa Bean finanziell und mit Auftritten.

Bei der Democratic National Convention 2004 in Boston, die John Kerry zum US-Präsidentschaftskandidaten kürte, hielt Obama am 27. Juli 2004 eine Grundsatzrede. Er schilderte darin seine Familiengeschichte, die seinen Glauben an den amerikanischen Traum begründet habe, und plädierte zum Schluss für nationale Einheit:

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