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Bamberg

Kreisfreie Stadt in Bayern, Deutschland

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Bamberg (mittelalterlich: Babenberg, bambergisch: Bambärch) ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und Standort des Landratsamtes Bamberg. Sie ist die größte Mittelstadt Bayerns, Universitäts-, Schul- und Verwaltungsstadt, Sitz des Oberlandesgerichtes und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, wichtiges Wirtschaftszentrum Oberfrankens sowie Sitz des gleichnamigen römisch-katholischen Erzbistums und dessen Kirchenprovinz.

Die Stadt ist mit rund 80.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Frankens, nach Nürnberg, Würzburg, Fürth und Erlangen sowie die größte Stadt Oberfrankens, die Agglomeration hat gemäß einer Schätzung von 2025 rund 114.000 Einwohner. Bamberg ist in der Landesplanung als Oberzentrum des westlichen Oberfrankens ausgewiesen und zählt zur Metropolregion Nürnberg.

Bamberg mit seinen etwa 1400 Bau- und Bodendenkmälern hat mit seiner Altstadt einen der größten weitgehend unversehrt erhaltenen historischen Stadtkerne in Deutschland und ist seit 1993 offiziell als UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe anerkannt. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind das Alte Rathaus, „Klein-Venedig“ sowie der Domberg mit Alter Hofhaltung, Neuer Residenz und dem viertürmigen Bamberger Dom, einem der früheren Kaiserdome. Darüber hinaus ist Bamberg überregional bekannt für seine vielfältige Biertradition ebenso wie für die traditionellen Gärtnereibetriebe mit großen Anbauflächen inmitten der Stadt.

Der Ortskern erstreckt sich über die Talsenke der Regnitz. Zwischen ihrem rechten und linken Arm – der rechte wurde zum Main-Donau-Kanal ausgebaut – liegt die sogenannte Inselstadt. Weitere zentrale Stadtteile sind das sogenannte Berggebiet im Südwesten sowie die Gärtnerstadt im Nordosten und die Wunderburg im Südosten, wobei diese beiden in der genannten Senke liegen. Die Lage an den zwei Flussarmen prägt den Charakter der Altstadt.

Die Regnitz verlässt die Stadt in nordwestlicher Richtung und mündet an deren westlichster Grenze, fünf Kilometer vom Zentrum entfernt, bei Bischberg in den Main. Nach Süden erstreckt sich das Regnitztal bis nach Fürth, im Westen liegt der Steigerwald, im Nordwesten und Norden das Maintal und jenseits davon der Naturpark Haßberge. Östlich von Bamberg befindet sich das Hügelland des Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura mit dem Geisberg (585 m) und dem Katzenberg (558,5 m). Der höchste Punkt im Stadtgebiet ist der Altenburgberg mit 386 m.

Das Stadtgebiet Bambergs grenzt an neun Gemeinden:

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 54,62 Quadratkilometern. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 9,6 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung 9,7 Kilometer. Die Altstadt liegt auf der Insel zwischen den beiden Regnitzarmen sowie westlich des linken Regnitzarmes (Domberg). Später dehnte sich die Stadt vor allem nach Osten aus.

Es gibt acht Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp):

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Bamberg, Bruderwald, Bug, Dörfleins (Gemarkungsteil 0), Gaustadt, Gundelsheim (Gemarkungsteil 0), Hallstadt (Gemarkungsteil 0), Hauptsmoor (Gemarkungsteil 0), Memmelsdorf (Gemarkungsteil 0), Strullendorf (Gemarkungsteil 0) und Wildensorg. Die Gemarkung Bamberg hat eine Fläche von 28,361 km². Sie ist in 20311 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1396 m² haben.

Bamberg gliedert sich in die Stadtteile Berggebiet, Mitte (Inselstadt), Theuerstadt (Gärtnerstadt, St. Gangolf), Wunderburg, Gereuth, Nord (St. Otto), Ost (St. Heinrich), Gartenstadt (St. Kunigunda), Bruckertshof, Bug, Bughof, Gaustadt, Hirschknock, Kramersfeld und Wildensorg.

Zwischen 1750 und 1753 teilte die Verwaltung Bamberg in vier Viertel ein, die nach den Stadtheiligen benannt wurden: das Henriziviertel im Nordwesten, das Georgenviertel im Nordosten, das Kunigundenviertel im Südosten und das Ottonisviertel im Südwesten. Die Häuser wurden innerhalb jedes Viertels durchnummeriert. Eine neue Einteilung in vier Distrikte, die den Pfarreien St. Martin, St. Gangolf, Unserer Lieben Frau und Dom entsprachen, erfolgte 1804. Zugleich wurden alle Häuser der Stadt fortlaufend durchnummeriert, beginnend mit dem Alten Rathaus. 1876 ging man zur straßenweisen Vergabe von Hausnummern über. Zu den bestehenden Distrikten kamen mit zunehmendem Stadtwachstum weitere, so 1909 der 5. Distrikt um die Pfarrei Maria Hilf in der Wunderburg und 1916 der 6. Distrikt um die Pfarrei St. Otto. Diese bis heute nicht offiziell abgeschaffte Einteilung dient nur noch als Grundlage für die Tätigkeit der 16 Bürgervereine, wobei es teilweise zwei Bürgervereine in einem Distrikt gibt. Die Bürgervereine Gaustadt und Kramersfeld-Bruckertshof-Hirschknock wurden gegründet, als Gaustadt noch selbständige Gemeinde war und Kramersfeld noch zu Hallstadt gehörte. Aktuell ist die Stadt in statistische Zählbezirke gegliedert, die sich an historischen und städtebaulichen Leitlinien orientieren.

Bamberg hat ca. 750 Straßen, Plätze und Gassen.

Die Temperaturmittel betragen im kältesten Monat Januar 1,7 °C, im Sommermonat Juli +19,5 °C. Der Jahrestemperaturdurchschnitt liegt bei +10,5 °C.

Höchste je gemessene Temperatur: +38,2 °C (25. Juli 2019)

Tiefste je gemessene Temperatur: −30,1 °C (10. Februar 1956)

In Bamberg gibt es zwei Naturschutzgebiete, vier Landschaftsschutzgebiete, vier FFH-Gebiete und zwei Geotope, drei Naturwälder (Wolfsruhe, Wasserwand und Brand)

Das Naturwaldreservat Wolfsruhe ist wegen seines vielfältigen Laubmischwaldes seit 1986 offiziell ein Naturschutzgebiet. Die 34 Hektar des Schutzgebietes befinden sich im südlich gelegenen Bruderwald zwischen dem Bamberger Stadtteil Bug und den Gemeinden Stegaurach und Pettstadt. Im Jahr 2001 wurde das Muna-Gelände im Osten der Stadt ebenfalls zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Schutzzweck umfasst dort unter anderem „die Silbergrasfluren und Sandmagerrasen in Verbindung mit einem charakteristischen nährstoffarmen Stillgewässer auf Sand“. Auf offenen Sandrohböden der Muna leben über 370 Pflanzenarten sowie mehrere bedrohte Insektenarten, wie die Blauflügelige Sandschrecke.

Über 15 % des Stadtgebiets sind Landschaftsschutzgebiete: Dazu gehören der Hauptsmoorwald im Osten, das Haingebiet, das Röthelbachtal bei Gaustadt und der alte Rothof rund um die Altenburg. Der Röthelbach im Nordwesten der Stadt entspringt im Michelsberger Wald und fließt durch den Stadtteil Gaustadt, ehe er bei Bischberg in die Regnitz mündet. An den Kühseeteichen wurden bei der letzten Kartierung 21 der 75 in Bayern auftretenden Libellenarten gefunden. In dem Gebiet leben viele Vogelarten, beispielsweise der Eisvogel und die Dorngrasmücke. Seit 1994 sind die 14 Hektar des Röthelbachtals Landschaftsschutzgebiet zur Bewahrung seines „strukturreichen, landschaftsprägenden Biotopkomplex von Feuchtflächen“.

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