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Bad Schmiedeberg

Stadt im Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland

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Bad Schmiedeberg, bis 1925 Schmiedeberg, ist eine Stadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland), sowie staatlich anerkannter Kurort mit dem Status eines „Moor- und Mineralheilbads“ sowie „Kneipp-Heilbads“.

Bad Schmiedeberg liegt im Naturpark Dübener Heide etwa 30 km südöstlich der Kreisstadt Lutherstadt Wittenberg und etwa 50 km nordöstlich von Leipzig.

Der Ortsteil Pretzsch liegt in der Elbaue. Ca. fünf Kilometer östlich des Kurortes liegt das Naturschutzgebiet Lausiger Teiche und Ausreißer-Teich.

Bad Schmiedeberg umfasst acht Ortschaften mit 25 Ortsteilen: die ehemals selbstständigen Städte Bad Schmiedeberg und Pretzsch (Elbe) sowie die ehemaligen Gemeinden Korgau, Meuro, Priesitz, Schnellin, Söllichau und Trebitz.

Zu den Ortsteilen gehören außerdem kleinere Ansiedlungen.

Erstmals wurde der Ort im Jahr 1206 als Smedeberg erwähnt. 1350 erhielt er die Stadtrechte.

Bad Schmiedeberg gehörte bis 1815 zum Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen, Amt Wittenberg, dann bis 1945 zur preußischen Provinz Sachsen, in der SBZ und frühen DDR zum Land Sachsen-Anhalt.

1878 gründete die Stadt das Städtische Eisenmoorbad. 1925 erhielt Schmiedeberg den offiziellen Titel „Bad“. 1934 wurden in der Dübener Heide zwei Thingplätze der NS-Bewegung eingerichtet. Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Großwig, Moschwig, Patzschwig und Splau eingegliedert.

1936/1937 wurde im Dreieck zwischen Söllichau, Kossa und Moschwig das Sprengstoffwerk „Deutsche Sprengchemie Moschwig“ errichtet. Das Barackenlager innerhalb des Geländes wurde ab 1942 zum Zwangsarbeiterlager „Lager Heide“ umfunktioniert und erweitert. 1943 lebten dort 1347 Menschen, vorrangig aus der Ukraine. Heute erinnert eine Gedenkstätte an die Geschichte des Lagers.

Ein Treffen der in der DDR offiziell verbotenen Studentenverbindungen fand am 29. Mai 1986 in Bad Schmiedeberg statt, an dem studentische Gruppierungen aus Dresden, Freiberg, Leipzig, Jena und Magdeburg teilnahmen.

Bad Schmiedeberg gehört zum Landkreis Wittenberg (1952 bis 1990 im DDR-Bezirk Halle, seitdem im Land Sachsen-Anhalt).

Auf Grundlage der Kurorteverordnung der DDR vom 3. August 1967 war Bad Schmiedeberg bereits vor 1990 ein staatlich anerkannter Kurort. Auf Grundlage der Kurort-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 8. September 1993 wurde dieser Status ab 1994 vorläufig und 1998 mit dem Prädikat „Moor- und Mineralheilbads“ endgültig bestätigt, sowie 2007 um das Prädikat „Kneipp-Heilbad“ ergänzt.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Korgau (am 11. Oktober 2007), Meuro (am 3. Dezember 2007), Priesitz (am 17. Dezember 2007), Schnellin (am 22. November 2007), Söllichau (am 15. November 2007), Trebitz (am 14. November 2007), Stadt Pretzsch (Elbe) (am 31. Januar 2008) und der Stadt Bad Schmiedeberg (am 1. November 2007), dass ihre Städte und Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen Stadt Bad Schmiedeberg vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Juli 2009 in Kraft. Für die neu gebildete Stadt Bad Schmiedeberg wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Ortschaften der neu gebildeten Stadt Bad Schmiedeberg wurden die aufgelösten Städte und Gemeinden. Die Verwaltungsgemeinschaft Kurregion Elbe-Heideland, deren Sitz in Bad Schmiedeberg war, wurde zu diesem Zeitpunkt aufgelöst.

Am 1. Juli 2014 ist das neue Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft getreten. In dessen §14 (2) wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, den Ortsteilen, die vor der Eingemeindung Städte waren, diese Bezeichnung zuzuerkennen. Die Stadt Bad Schmiedeberg hat von dieser Regelung Gebrauch gemacht. Ihre Hauptsatzung liegt in der Fassung vom 18. November 2016 vor. Im §15 (1) werden die Ortschaften und Ortsteile mit ihren amtlichen Namen aufgeführt.

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Der deutliche Anstieg der Bevölkerungszahl zwischen 2005 und 2010 ist auf die Bildung der Einheitsgemeinde Bad Schmiedeberg im Jahr 2009 zurückzuführen.

23 % der Bevölkerung sind evangelisch-lutherisch, 4 % katholisch. Zum Kirchenkreis Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gehören die lutherischen Kirchengemeinden Bad Schmiedeberg (mit der Stadtkirche Bad Schmiedeberg und Dorfkirchen in Patzschwig, Reinharz und Söllichau), Meuro/Ogkeln sowie Pretzsch (mit der Stadtkirche Pretzsch und Dorfkirchen in Bösewig, Österitz, Priesitz, Sachau und Trebitz). Die katholische Kirche St. Maria Regina Pacis in Bad Schmiedeberg und die Marienkapelle in Pretzsch gehören zur Pfarrei St. Marien (Lutherstadt Wittenberg) im Bistum Magdeburg.

Der Stadtrat von Bad Schmiedeberg besteht aus 20 Stadtverordneten und der Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl vom 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 65,1 % zu folgendem Ergebnis:

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