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Bad Münster am Stein-Ebernburg

Stadtteil von Bad Kreuznach

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Bad Münster am Stein-Ebernburg ist ein Stadtteil von Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz und als Mineralheilbad und heilklimatischer Kurort anerkannt. Es liegt fünf Kilometer südwestlich von Bad Kreuznach und 38 Kilometer südwestlich von Mainz.

Bad Münster am Stein-Ebernburg erhielt am 29. April 1978 die Stadtrechte. Am 1. Juli 2014 wurde es nach Bad Kreuznach eingemeindet und bildet in dieser Stadt einen Ortsbezirk.

Seit Januar 2017 ist Bad Münster am Stein-Ebernburg Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach,

vorher war es Sitz der aufgelösten Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Bad Münster am Stein-Ebernburg liegt zwischen 108 und 320 Metern über dem Meeresspiegel zu Füßen der Ebernburg im Porphyrbergland von Münster am Stein, Teil des Nordpfälzer Berglands, mit Wäldern und Weinbergen, umrahmt von den Felsmassiven des Rheingrafensteins und des Rotenfels an der Nahe.

Die größte Dichte von Gradierwerken in Deutschland (rund 1,4 km) erstreckt sich im Salinental von der Kernstadt Bad Kreuznach bis zum Kurgebiet Bad Münsters.

Die Gemeinde Bad Münster am Stein-Ebernburg wurde im Rahmen der in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre begonnenen rheinland-pfälzischen Verwaltungs- und Gebietsreform am 7. Juni 1969 aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Bad Münster (2.261 Einwohner) und Ebernburg (1.671 Einwohner) als Ortsgemeinde unter dem Namen „Bad Münster-Ebernburg“ neu gebildet. Am 1. November 1969 wurde die Gemeinde in „Bad Münster am Stein-Ebernburg“ umbenannt. Die Stadtrechte wurden am 29. April 1978 erteilt. Zum 1. Juli 2014 wurde Bad Münster am Stein-Ebernburg im Rahmen der rheinland-pfälzischen Kommunalreform ein Stadtteil der Nachbarstadt Bad Kreuznach.

Während Bad Münster von 1815 bis 1945 preußisch war, gehörte Ebernburg zur bayerischen Pfalz und war deren nördlichste Gemeinde. Die unterschiedliche Geschichte der Stadtteile lebt bis heute in der kirchlichen Zugehörigkeit fort, indem Bad Münster zur Evangelischen Kirche im Rheinland bzw. dem Bistum Trier, Ebernburg hingegen zur Evangelischen Kirche der Pfalz bzw. zum Bistum Speyer gehört.

Die erste urkundliche Erwähnung von Münster erfolgte um das Jahr 1200. Der Ort wurde unterhalb der Burg Rheingrafenstein gegründet.

Im Jahr 1490 vergab der Pfälzer Kurfürst Philipp das Recht zur Ausbeutung der Salzquellen an der Nahe zwischen „Ebernberg und Crutznach, besunder eyn salzbronne oberhalb monster gehn dem Ringravenstein“ im heutigen Bad Münster an seine beiden Köche Konrad Brunn und Mathis von Nuvendorf.

Bis in das 19. Jahrhundert war es ein Dorf mit wenigen Häusern um die alte St.-Martins-Kirche. Die Bevölkerung widmete sich der Salzgewinnung, der Nahefischerei, etwas der Landwirtschaft und zeitweise dem Kupfer-Abbau im Huttental.

1859 wurde die Nahetalbahn und 1871 die Alsenztalbahn gebaut, was dem Ort mit seinem schon seit 1478 belegten Badebetrieb den Aufschwung zum viel besuchten Kurort ermöglichte, der 1905 die Bezeichnung „Bad“ zuerkannt bekam. Grundlage sind die radonhaltigen Solequellen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet um die Eisenbahnbrücke in Richtung Salinental durch zahlreiche Bombenangriffe zum Teil zerstört. Bad Münster hat einen Bahnanschluss und liegt an den Strecken Bingen–Kaiserslautern und Frankfurt–Saarbrücken.

Eine starke Gesichtsveränderung erfuhr der Ort in den Nachkriegsjahren durch den Ausbau der Kur-Infrastruktur.

Ebernburg war seit dem Mittelalter ein bedeutendes Dorf mit langer Tradition in Weinbau und Landwirtschaft. Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1212, als die Grafen von Saarbrücken dem Stift St. Cyriakus bei Worms die Ebernburger Kirche schenkten. Auch das Kloster Otterberg war hier begütert.

Im 14. Jahrhundert war sogar die Erhebung zur Stadt geplant. Der alte Ortskern, das Altdorf, das sich noch im Stadtbild erkennbar abzeichnet, war über Jahrhunderte von einem Mauerring mit Verbindung zur Ebernburg umgeben. Bereits seit Beginn der Kurtätigkeit Ende des 19. Jahrhunderts hat Ebernburg eine rasche Vergrößerung außerhalb dieses Mauerrings erfahren, die noch nicht abgeschlossen ist. Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde die Mauer bis auf das noch sichtbare Fundament eines Stadtturmes niedergelegt.

Bad Münster am Stein-Ebernburg ist als Ortsbezirk ausgewiesen und wird von einem Ortsbeirat und einem Ortsvorsteher politisch vertreten.

Der Ortsbeirat besteht aus 13 Ortsbeiratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.

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Bad Münster am Stein-Ebernburg | World in Stories