An diesem Tag

Axel Fischer (Politiker)

Deutscher Politiker (CDU), MdB

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Axel Eduard Fischer (* 5. Mai 1966 in Karlsruhe) ist ein deutscher Politiker der CDU. Er war von 1998 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages. Ihm wird gemeinsam mit anderen Politikern der CDU/CSU jahrelange Bestechlichkeit durch Aserbaidschan vorgeworfen. Tatsächlich setzte er sich immer wieder politisch für die Interessen der dortigen Regierung ein, obwohl diese autoritär ist und eine Vielzahl an Menschenrechtsverletzungen begeht, damals wie heute. 2026 wurde er in diesem Zusammenhang vom Oberlandesgericht München wegen Bestechlichkeit verurteilt, woraufhin Fischer ankündigte in Revision zu gehen.

Nach der Mittleren Reife 1983 an der Berufsfachschule für Elektrotechnik in Karlsruhe schloss Fischer 1985 eine Lehre zum Elektroinstallateur mit dem Gesellenbrief ab. Anschließend besuchte er die Technische Oberschule Karlsruhe, an der er 1987 die fachgebundene Hochschulreife erwarb. Danach war er zwei Jahre Soldat auf Zeit und durchlief die Ausbildung zum Reserveoffizier. Stationen in seiner Bundeswehrzeit waren Sigmaringen, Stetten am kalten Markt, Eschweiler, Aachen, Regensburg und Hannover. Als Reservist war er bis zu deren Auflösung bei der 1. Luftlandedivision in Bruchsal eingeplant. Anschließend war er Reservist im Ersatzbataillon der Deutsch-Französischen Brigade. Fischer ist Hauptmann der Reserve.

Zum Wintersemester 1989/90 begann Fischer das Studium des Maschinenbaus an der Universität Karlsruhe (TH) (heute KIT). Nach dem Vordiplom wählte er die Fachrichtung Produktionstechnik. 1995 beendete er sein Studium als Diplom-Ingenieur. Anschließend war er bis zu seinem Einzug in den Deutschen Bundestag 1998 am dortigen Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation (ifab) als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. In dieser Zeit betreute er etliche Forschungsprojekte und war auch in der Lehre tätig. Zudem schrieb Fischer zahlreiche Artikel, die in Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht wurden. Gemeinsam mit Volker Keller und Sascha Stowasser gehörte auch die Beratung von Unternehmen in seinen Aufgabenbereich.

Fischer ist evangelisch und zum zweiten Mal verheiratet. Er hat sechs Kinder. Sein Vater war Werner Fischer, seine Brüder sind Lutz Fischer und Jörg Werner Fischer.

Von 1989 bis 1995 war Fischer Geschäftsführer der Jungen Union (JU) Nordbadens. Er gehörte von 1992 bis 1993 dem Landesvorstand der JU in Baden-Württemberg an und ist seit 1993 Mitglied des CDU-Bezirksvorstandes Nordbaden. Am 1. Dezember 2008 wurde er beim Bundesparteitag in Stuttgart in den Bundesvorstand gewählt.

1998 zog Fischer über die Landesliste Baden-Württemberg und danach stets als direkt gewählter Abgeordneter des Bundestagswahlkreises Karlsruhe-Land in den Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er 48,3 %, bei der Bundestagswahl 2009 45,2 %, bei der Bundestagswahl 2013 53,3 % und bei der Bundestagswahl 2017 40,5 % der Erststimmen.

Fischer war ab 2009 Mitglied des Haushaltsausschusses, Berichterstatter der CDU/CSU für den Etat Arbeit und Soziales und Mitglied des Fraktionsvorstandes der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Außerdem war er stellvertretendes Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, des Ausschusses für Arbeit und Soziales und des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union. Im 19. Deutschen Bundestag war Fischer Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses.

Ab Januar 2006 war Fischer Mitglied der Deutschen Delegation für die Parlamentarische Versammlung des Europarates und war bis zu ihrer Auflösung auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU). Zudem war er Vorsitzender des Sondergremiums gemäß § 3 Absatz 3 des Stabilisierungsmechanismusgesetzes und Mitglied der Deutschen Delegation in der Interparlamentarischen Union (IPU).

Fischer leitete von Mai 2010 bis April 2013 die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestages. Im 17. und 18. Deutschen Bundestag war er Mitglied im Gremium nach § 23c Absatz 8 Zollfahndungsdienstgesetz.

Fischer war Mitglied der Deutschen Delegation zur parlamentarischen Versammlung der WEU und dort jahrelang Vorsitzender des Ausschusses für Luft- und Raumfahrt und Technologie. In dieser Funktion war er Mitglied des Präsidiums der WEU. Besondere Verdienste erwarb er sich mit seinem Bericht zu gepanzerten Fahrzeugen, der international sehr gelobt wurde. Nach Auflösung der parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union war Fischer Gründungsmitglied der European Security and Defense Association (ESDA) mit Sitz in Paris und war zeitweise deren Vizepräsident.

Er war von Januar 2014 bis 2017 Leiter der deutschen Delegation der parlamentarischen Versammlung des Europarates und Sprecher der CDU/CSU. Zudem war er Vizepräsident der Versammlung und seit Januar 2016 Vorsitzender der EVP-Fraktion. Als Mitglied des Monitoring-Ausschusses war er vier Jahre lang Berichterstatter für Armenien (mit Baron John Leslie Prescott und später mit Sir Alan Meal). Anschließend wurde er Berichterstatter für die Ukraine (mit Jordi Xuclà). Zudem war er Berichterstatter für etliche Berichte zum Einsatz neuer Medien.

Axel E. Fischer ist seit seinem Ausscheiden aus der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PVER) bis heute Ehrenmitglied der PVER. Die Urkunde wurde noch vom damaligen Präsidenten der PVER und vorherigen Fraktionsvorsitzenden der Sozialisten, Michele Nicoletti unterzeichnet, von dessen Arbeit in der PVER Fischer häufiger sehr positiv berichtete. Das Ausscheiden Nicolettis bezeichnete Fischer als herben Verlust für die Versammlung und für die Sozialistische Fraktion.

Axel Fischer ist seit September 2012 Präsident der World League for Freedom and Democracy in Deutschland. Als Vorsitzender des Unterausschusses für den Europapreis bei der parlamentarischen Versammlung des Europarates koordiniert Fischer seit Jahren die Vergabe dieses Preises.

Seit Mai 2015 ist Axel Fischer zudem Präsident des European Council for World Freedom.

Im September 2020 wurde Axel Fischer zum Vorsitzenden des neu gegründeten Deutsch-Georgischen Forums (DGF) gewählt.

Anfang 2009 erklärte Fischer gegenüber der Bild am Sonntag, nach den Entscheidungen in Schweden, Finnland, Frankreich und Großbritannien müsse man in der Zukunft auch in Deutschland über Neubauten von Kernkraftwerken nachdenken.

Fischer war Gründer und neben Torsten Herbst und Silke Launert auch Sprecher des Liberal-Konservativen-Kreises im Deutschen Bundestag. In dieser Funktion kritisierte er 2020 besonders die Energiepolitik der Bundesregierung. Der gleichzeitige Ausstieg aus Kohleverstromung und der Kernenergie sei schlichtweg nicht machbar. Zudem mache man sich von russischem Gas zu abhängig.

Mitte November 2010 forderte Fischer in einem Zeitungsinterview und auf seiner Facebook-Seite ein „Vermummungsverbot“, also eine „Pflicht zur Klarnamen-Nennung im Internet“ in ausnahmslos allen Internet-Foren, im Gegenzug müsse ein „Radiergummi“ entwickelt werden, mit dem man Inhalte aus dem Internet löschen könne. Seine Forderung führte im Internet, vor allem über den Mikrobloggingdienst Twitter, zu einer großen Anzahl hämischer Erwiderungen.

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