Ludwig Friedrich Wilhelm August Seebeck (* 27. Dezember 1805 in Jena; † 19. März 1849 in Dresden) war ein deutscher Physiker.
Seebeck war der Sohn des Physikers Thomas Seebeck. Ab 1824 studierte er in Berlin Mathematik und Physik, nahm nach der Dissertation eine Lehrertätigkeit an verschiedenen Berliner Gymnasien an und wurde 1843 zum Direktor der 1828 gegründeten Technischen Bildungsanstalt Dresden (der Vorgängerin der heutigen Technischen Universität) ernannt.
Seine Arbeiten beschäftigten sich mit optischen und akustischen Problemen.
Er starb an den Folgen einer Pockenerkrankung.
1845 wurde Seebeck als korrespondierendes Mitglied in die Preußische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. In ihrem Gründungsjahr 1846 wurde er ordentliches Mitglied der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften.
Observationes circa nexum intercendentem inter corporum lucem simpliciter refringentium vim refringentem et angulos incidentiae sub quibus luminis ab illorum superficiebus reflexi polarisatio fit perfectissima. Berlin 1830 (Digitalisat) – Dissertation.
Ueber Härteprüfung an Krystallen. Eine physikalische Abhandlung. Berlin 1833 – Beschreibung eines Sklerometers.
Ueber den Zusammenhang zwischen Brechungsvermögen und Polarisationswinkel an Körpern von einfacher Stralenbrechung. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 96, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1830, S. 27–41 (Digitalisat) – Auszug aus seiner Dissertation.
Ueber die Polarisationswinkel am Kalkspath. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 97, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1831, S. 290–310 (Digitalisat).
Ueber die Polarisationswinkel am Kalkspath. Nachtrag zu dem im vorhergehenden Bande dieser Annalen mitgetheilten Aufsatz. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 98, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1831, S. 126–136 (Digitalisat).
Bemerkungen über die Polarisirung des Lichtes durch Spiegelung, besonders an doppeltbrechenden Körpern, nebst einem Auszuge aus Hrn. Mac-Cullagh’s Abhandlung über denselben Gegenstand. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 114, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1836, S. 276–282 (Digitalisat).
Ueber Klirrtöne. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 116, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1837, S. 539–547 (Digitalisat).
Ueber den bei manchen Personen vorkommenden Mangel an Farbensinn. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 118, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1837, S. 177–233 (Digitalisat).
Ueber die Erregung von Tönen mittelst der Wärme. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 127, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1840, S. 1–44 (Digitalisat).
Beobachtungen über einige Bedingungen der Entstehung von Tönen. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 129, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1841, S. 417–436 (Digitalisat).
Beobachtungen über Zurückwerfung und Beugung des Schalles. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 135, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1843, S. 177–203 (Digitalisat).
Ueber die Sirene. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 136, Nr. 12, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1843, S. 449–481 (Digitalisat).
Ueber Schwingungen unter der Einwirkung veränderlicher Kräfte. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 138, Nr. 6, Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, S. 289–306 (Digitalisat).