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Asunción

Hauptstadt von Paraguay

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Asunción [asunˈθi̯ɔn, lateinamerikanisch asũnˈsjõn ] ist die Hauptstadt und mit rund 525.000 Einwohnern (Stand 2016) zugleich größte Stadt des Staates Paraguay in Südamerika. Ihr Name (spanisch für Aufnahme, Himmelfahrt) steht für Mariä Himmelfahrt, ihr voller Name lautet La Muy Noble y Leal Ciudad de Nuestra Señora Santa María de la Asunción. Der Ballungsraum Asunción hat rund 1,9 Millionen Einwohner. Ihre Bezeichnung in der Landessprache Guaraní ist Paraguay (nicht zu verwechseln mit Paraguái, dem Landesnamen auf Guaraní).

Asunción liegt am linken Ufer des Río Paraguay, an der Bucht (bahía) Asunción. Im Nordosten grenzt sie an Mariano Roque Alonso, im Osten an Luque, im Südosten an Fernando de la Mora und im Süden an Lambaré und Villa Elisa.

Die höchste Erhebung ist der Cerro Lambaré im Stadtteil Santa Ana im Grenzgebiet zur Nachbarstadt Lambaré. Der Cerro Lambaré wurde 1965 Asunción zugesprochen. Lambaré versuchte in den Jahren 2008–2009 den alten Grenzverlauf wiederherstellen zu lassen, scheiterte jedoch am Widerstand des Senats.

Weitere Erhebungen sind Hügel (lomas oder colinas). Diese sind vollständig in den Städtebau integriert. Die wichtigsten – sieben an der Zahl, im Stadtzentrum gelegen – heißen:

Loma Cabará: hier vermutet man den Gründungsort Asuncións

Loma Clavel: heutiger Sitz der Marineinfanterie

Loma del Mangrullo: der heutige Parque Carlos Antonio López

Loma de las piedras de Santa Catalina: heute Escalinata Antequera.

Heute zählt man auch die Lomas Tarumá und Tacumbú, den Sitz der Strafvollzugsanstalt hinzu.

Asunción wird von vielen kleinen Bächen durchquert, die in den Fluss Paraguay münden. Die meisten dieser Bäche entspringen im Stadtgebiet Asuncións und dienten in früheren Jahrhunderten der Trinkwasserversorgung. Sie verlaufen heutzutage großteils verdolt. Bei Starkregen können sie sich in reißende Gewässer verwandeln und überfluten dann angrenzende Straßen und Grundstücke. Die wichtigsten dieser Bäche heißen Mburicaó, Cará Cará, Jaén, Mburicá, Salamanca, Zanja Morotí, San Vicente und Leandro. Ablaufendes Wasser staut sich teils in flussnahen Lagunen. Da diese praktisch „stehende Gewässer“ sind, stellen sie ein relevantes Gesundheitsrisiko dar.

Brutstätten der Aedes aegypti-Mücken

In den stehenden Gewässern befinden sich Brutstätten der Dengue übertragenden Stechmücken Aedes aegypti. Das weitgehende Fehlen einer Regenwasserkanalisation zur Abführung der Niederschläge und die landesübliche illegale Abfallentsorgung auf unbewohnten Grundstücken verschärfen die Lage. Dies führte, auf Grund der verhältnismäßig hohen Bevölkerungsdichte, im Januar 2007 zu einer Dengueepidemie mit über 10.000 Erkrankten allein in Asunción. Es wurde der Notstand ausgerufen. Die schlimmste Dengue-Epidemie des Landes brach 2013 aus, mit über 150.000 Infizierten und 262 Toten, von der vor allem die Hauptstadt betroffen war.

Die Infektionsraten können von einem Stadtviertel (Barrio) zum anderen sehr unterschiedlich sein, abhängig von den örtlichen Bedingungen. Die Stadtviertel mit den höchsten Infektionsraten waren im Januar 2018:

Ycuá Satí 12,5 %, Manorá 11 %, Ricardo Brugada 10,7 %, Bella Vista 10 %, Zeballos Cué 9 %, Tucumbú 9 %, San Blas 7,8 %, Herrera 7,8 %, Loma Pytá 6,5 %, Mburucuyá 6 %, Obrero 3,9 %.

Durch den weltweiten Klimawandel kommt es auch in Asunción im Sommer zu länger anhaltenden Hitzewellen mit Temperaturen von 40 °C und mehr mit einer gefühlten Temperatur von 50 °C. Häufige, anhaltende Stromausfälle in manchen Stadtvierteln sind die Folge.

Asunción wird in Distrikte (distritos) und Stadtteile (barrios) gegliedert. Die Einteilung nach Distritos stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und beruht auf der Aufteilung der Stadt in katholische Diözesen. Die Einteilung nach Distritos umfasst daher nur die heutige Innenstadt und erstreckt sich nicht über neuere Barrios.

Asunción ist eine Stadt, die von innen nach außen wächst. Jedes Jahr entstehen neue Stadtteile, welche die Flächen zwischen der eigentlichen Stadt Asunción und den umliegenden Städten Mariano Roque Alonso, Luque, Fernando de la Mora, Ñemby und Lambaré (auch in der Summe „Gran Asuncíón“ genannt) mittlerweile vollständig ausfüllen. Oftmals entstehen die Barrios auf Grundlage von „Urbanizaciones“, von Immobilienhändlern erschlossenen Wohnarealen in noch unbenannten Stadtteilen. Bei neueren Barrios stimmen der Name der Urbanización und der eigentliche Name des Barrios überein. Im Volksmund ist in vielen Fällen der Name der Urbanización geläufiger als der offizielle Name des Barrios.

Asunción zählt zurzeit 70 Barrios. Die am stärksten bevölkerten Barrios sind Roberto L. Petit, San Pablo und Obrero. (Stand: 2002)

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