Asturien (spanisch Asturias; offiziell spanisch Principado de Asturias, asturisch Asturies, offiziell asturisch Principáu d’Asturies; deutsch Fürstentum Asturien) ist eine autonome Gemeinschaft im Nordwesten Spaniens. Das Territorium der autonomen Gemeinschaft ist identisch mit dem der Provinz Asturien (früher Provinz Oviedo). Die Hauptstadt ist Oviedo mit 223.968 Einwohnern (Stand: 2025).
Asturien ist mit einer Fläche von 10.606 km² eine relativ kleine, aber landschaftlich vielfältige Küsten- und Gebirgsregion an der nordspanischen Atlantikküste. Politisch grenzt es im Westen an Galicien, im Süden an Kastilien und León und im Osten an Kantabrien. Das Kantabrische Gebirge verläuft in Ost-West-Ausrichtung durch ganz Asturien und prägt vor allem in der südlichen Hälfte maßgeblich das bergige und hügelige Landschaftsbild. Die höchste Erhebung bildet der Torre Cerredo mit 2.650 m innerhalb des Massivs Picos de Europa. Die 345 km lange asturische Atlantikküste (Kantabrisches Meer) nennt sich Costa Verde; hier befinden sich einige der schönsten Strände Spaniens.
In der ganzen Region herrscht ozeanisches Klima, das sich durch ganzjährig häufige Niederschläge und milde Temperaturen deutlich vom heißen und trockenen Klima in Zentral- und Südspanien unterscheidet. Das Landschaftsbild Asturiens ist daher von wesentlich mehr Grün bestimmt (España Verde, das „grüne Spanien“). Das Kantabrische Gebirge wirkt dabei als Klimascheide zum zentralspanischen Tafelland.
Als eine grobe naturräumliche Gliederung Asturiens können folgende Gebiete unterschieden werden:
Die Küstenzone mit Steilklippen, Buchten, Sandstränden, Dünenlandschaften und Flussmündungen. Eine landschaftliche Besonderheit der nordspanischen Atlantikküste sind auch die Rias, wie z. B. die Ría de Villaviciosa.
Die zentrale Ebene rund um die Hauptstadt Oviedo. Unter Einbeziehung der benachbarten Küstenstädte Gijón und Avilés stellt dieses Gebiet einen dicht besiedelten Ballungsraum dar; hier lebt etwa 65 % der asturischen Bevölkerung.
Die Mittel- und Hochgebirgsregion in der südlichen Hälfte Asturiens, wobei in einigen Bereichen die Ausläufer des Kantabrischen Gebirges bis an die Küste heranreichen. Diese Berglandschaft beinhaltet auch ein sehr dichtes Netz an Tälern unterschiedlicher Formen und Dimensionen. Die Fließgewässer Asturiens entwässern allesamt nach Norden ins Kantabrische Meer und weisen durch ganzjährig häufige Niederschläge hohe Abflussspenden auf.
Asturien besitzt insgesamt 54 offiziell geschützte Gebiete unterschiedlicher Kategorien. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
1 Nationalpark: Parque Nacional de los Picos de Europa
Parque Natural de las Fuentes del Narcea, Degaña e Ibias
Parque Natural de Las Ubiñas-La Mesa
7 Naturreservate (Naturschutzgebiete)
Reserva Natural Parcial Ría de Villaviciosa
Reserva Natural Integral de Muniellos
Reserva Natural Parcial de Barayo
Reserva Natural Parcial de la Cueva de las Caldas
Reserva Natural Parcial de la Cueva del Lloviu
Reserva Natural Parcial de la Cueva del Sidrón