Prinzessin Astrid Maud Ingeborg von Norwegen (* 12. Februar 1932 in Oslo; † 11. September 2026) war die jüngere der beiden Töchter von König Olav V. von Norwegen und Märtha von Schweden und gehörte dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Nebenlinie des Hauses Oldenburg, an.
Prinzessin Astrid Maud Ingeborg wurde am 12. Februar 1932 in der Villa Solbakken in Oslo geboren. Sie war das zweite der drei Kinder des damaligen Kronprinzen und späteren Königs Olav V. von Norwegen und seiner Frau Märtha von Schweden. Benannt wurde sie nach ihrer Tante Astrid von Schweden und ihren Großmüttern Ingeborg von Dänemark und Maud von Großbritannien und Irland. Astrid wurde am 31. März 1932 in der Kapelle des Osloer Schlosses nach dem Ritus der evangelisch-lutherischen Norwegischen Kirche getauft. Sie war die Schwester von König Harald V. sowie die Tante von König Haakon VIII.
Ihre Kindheit verbrachte sie auf dem Landgut Skaugum. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit der Besatzung Norwegens durch die Deutschen floh die Familie zunächst nach Schweden, danach lebte sie mit ihrer Mutter und den Geschwistern im Exil in den USA. Nach Ende des Krieges kehrte sie nach Oslo zurück.
Im Jahr 1950 legte sie an der Nissen-Mädchenschule in Oslo ihr Abitur ab und studierte danach zwei Jahre lang an der University of Oxford.
Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1954 war sie die erste Frau im Staat, da ihre Schwester Ragnhild bereits einen bürgerlichen Mann geheiratet hatte und in Brasilien lebte. Prinzessin Astrid übernahm die repräsentativen Pflichten an der Seite ihres Vaters bis zur Hochzeit ihres jüngeren Bruders Harald im Jahr 1968. Anschließend übernahm das Kronprinzenpaar Harald und Sonja diese Pflicht. Aufgrund ihres jahrelangen Engagements für Norwegen zahlte ihr die norwegische Regierung ab 2002 eine Rente.
Am 14. November 1960 verlobte sich Prinzessin Astrid mit dem geschiedenen Bürgerlichen Johan Martin Ferner, den sie am 12. Januar 1961 in Asker heiratete. Zusammen hatten sie fünf Kinder. Ab der Hochzeit trug sie den Namen Prinzessin Astrid, Frau Ferner (norwegisch: prinsesse Astrid, fru Ferner). Sie musste auf das Prädikat Königliche Hoheit und ihre Apanage verzichten.
Prinzessin Astrid stand, als vor 1971 geborene Frau, nie in der norwegischen Thronfolge, als Urenkelin von Eduard VII. allerdings in der britischen. Ihre Kinder und Enkelkinder folgten entsprechend der Thronfolge-Regelung auf den nächsten Plätzen.
Auch während der Krankheit von König Harald V. im Jahr 2005 stand sie dem Königshaus mit der Wahrnehmung repräsentativer Aufgaben bei. Sie übernahm unter anderem jahrzehntelang die Schirmherrschaft für den Verein für Kinder mit Legasthenie.
Prinzessin Astrid starb am 11. September 2026 im Alter von 94 Jahren nach längerer Krankheit. Zwei Tage zuvor hatte sie noch am Staatsbegräbnis für ihren Bruder, König Harald V., im Osloer Dom teilgenommen.
Cathrine Ferner Johansen (* 22. Juli 1962) ist seit 1989 mit Arild Johansen (* 1961) verheiratet. Sie haben zwei Kinder:
Sebastian Ferner Johansen (* 1990)
Madeleine Ferner Johansen (* 1993)
Benedikte Ferner (* 27. September 1963) war von 1994 bis 1998 mit Rolf Woods (* 1963) und von 2000 bis 2002 mit Mons Einar Stange (* 1962) verheiratet.
Alexander Ferner (* 15. März 1965) ist seit 1996 mit Margaret Gudmundsdottir (* 1966) verheiratet.
Elisabeth Ferner (* 30. März 1969) war von 1992 bis 2004 mit Tom Folke Beckmann (* 1963) verheiratet. Sie haben einen Sohn:
Carl-Christian Ferner (* 22. Oktober 1972) ist seit 2014 mit Anna-Stina Slattum (* 1984) verheiratet.
Die Prinzessin-Astrid-Küste in der Antarktis wurde im Jahr 1932 nach ihr benannt.
Prinzessin Astrid auf der Website des norwegischen Königshauses (englisch)