An diesem Tag

Astrid Kumbernuss

Deutsche Kugelstoßerin und Olympiasiegerin

Anúncio

Astrid Kumbernuss (* 5. Februar 1970 in Grevesmühlen) ist eine ehemalige deutsche Kugelstoßerin. Sie ist Olympiasiegerin 1996 und wurde dreimal Weltmeisterin.

Astrid Kumbernuss begann in Waren (Müritz) bei der damaligen BSG Lokomotive Waren/Rethwisch mit der Leichtathletik und wurde 1982 zum SC Neubrandenburg delegiert. Zu Beginn ihrer Karriere war sie auch als Diskuswerferin aktiv, wo ihr größter Erfolg die Silbermedaille bei den Juniorenweltmeisterschaften 1988 war. Gold gewann sie bei den Europameisterschaften 1990 in Split und Silber bei den Europameisterschaften 1994 in Helsinki. Ihren ersten Weltmeistertitel im Kugelstoßen gewann Astrid Kumbernuss 1995 in Göteborg. Dabei lag sie 1,18 Meter vor der Zweitplatzierten Huang Zhihong. Das ist der größte Vorsprung, der je bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften erreicht wurde. Ihren größten sportlichen Erfolg feierte sie mit dem Sieg bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta. In den Jahren 1995 und 1996 schien Astrid Kumbernuss unschlagbar, sie gewann 51 Wettkämpfe in Folge. Bei den Hallenweltmeisterschaften 1997 in Paris gewann sie Silber. Bei den Olympischen Spielen 2000 gewann sie die Bronzemedaille. Weitere Goldmedaillen gewann sie bei den Weltmeisterschaften 1997 in Athen und 1999 in Sevilla. Bei den Hallenweltmeisterschaften 2003 in Birmingham gewann sie Bronze. Am 3. September 2005 erklärte sie den Rücktritt vom Leistungssport. Sie startete für den SC Neubrandenburg.

1997 wurde sie zur deutschen Sportlerin des Jahres und – als bisher einzige deutsche Leichtathletin (Stand 2019) – zu Europas Leichtathletin des Jahres gewählt.

Astrid Kumbernuss hatte bei einer Größe von 1,86 m ein Wettkampfgewicht von 90 kg. 1998 wurde sie Mutter eines Sohnes und wohnt in Neustrelitz. Seit ihrem Karriereende 2005 ist die gelernte Einzelhandelskauffrau für die Barmer GEK tätig.

Weitere Erfolge im Kugelstoßen

1992 Deutsche Hallenmeisterin, dritter Platz Halleneuropameisterschaften

1993 dritter Platz Deutsche Meisterschaften, sechster Platz Weltmeisterschaften

1994 Deutsche Hallenmeisterin, Halleneuropameisterin, dritter Platz Deutsche Meisterschaften

1995 Deutsche Meisterin, Europacupsiegerin

1996 Deutsche Meisterin, Deutsche Hallenmeisterin, Halleneuropameisterin, Europacupsiegerin

1997 Deutsche Meisterin, Grand Prix-Gesamtsiegerin, Europacupsiegerin, Sportlerin des Jahres

1999 Deutsche Meisterin, Grand Prix-Gesamtsiegerin

2000 Deutsche Meisterin, dritter Platz Halleneuropameisterschaften, Europacupsiegerin

2001 sechster Platz bei den Hallenweltmeisterschaften in Lissabon

2002 Deutsche Hallenmeisterin, Deutsche Meisterin, vierter Platz bei den Europameisterschaften in München

2003 Deutsche Hallenmeisterin, Europacupsiegerin, Deutsche Meisterin

Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 (publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft)

Volker Kluge, Olaf W. Reimann: Kumbernuss, Astrid. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4 (bundesstiftung-aufarbeitung.de).

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Astrid Kumbernuss | World in Stories