Arturo Berutti (* 14. März 1858 in San Juan; † 3. Januar 1938 in Buenos Aires) war ein argentinischer Komponist.
Berutti studierte zunächst in Buenos Aires Rechtswissenschaften. Ein Stipendium wegen seiner musikalischen Begabung eröffnete ihm im Jahre 1884 die Möglichkeit, zum Musikstudium nach Europa zu gehen. Er begann seine Ausbildung am Konservatorium in Leipzig bei Carl Reinecke und Salomon Jadassohn und setzte sie 1889 in Paris und 1890 in Mailand fort. Hier wurde er entscheidend durch die italienische Oper beeinflusst. Nach der Rückkehr in seine Heimat im Jahre 1896 setzte er sein bereits in Europa begonnenes Opernschaffen nun auch unter Verwendung von Libretti mit südamerikanischen Themen fort. Er wurde so der bedeutendste argentinische Opernkomponist des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.
Der nachhaltige italienische Einfluss in seinen Werken verhinderte jedoch deren dauerhafte Bühnenpräsenz in Argentinien, sie wurden im Laufe der Jahre vollständig durch „nationale“ Opern verdrängt, die der Folklore seiner Heimat verpflichtet waren.
Der Asteroid des äußeren Hauptgürtels (3179) Beruti ist nach ihm benannt.
Evangelina, Oper nach dem Roman von Henry Wadsworth Longfellow, 1893
Tarass Bulba, Oper nach dem Roman von Nikolai Gogol, 1895
Pampa, Oper nach Juan Moreira von Eduardo Gutiérrez, 1897
Yupanki, Oper nach Vicente Fidel López, 1899
Khrysé, Oper nach dem Roman Aphrodite von Pierre Louÿs, 1902
Gli eroi, Oper nach Vicente Fidel López, 1919
Juan María Veniard: Arturo Berutti. Un argentino en el mundo de la ópera. Instituto Nacional de Musicología „Carlos Vega“, Buenos Aires 1988, ISBN 950-9726-04-4.