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Arto Paasilinna

Finnischer Lyriker, Romancier, Drehbuchautor und Journalist (1942–2018)

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Arto Paasilinna (* 20. April 1942 in Kittilä; † 15. Oktober 2018 in Espoo) war ein finnischer Schriftsteller. Er wird häufig als „Meister des skurrilen Humors“ bezeichnet und wurde für seine Bücher mit zahlreichen nationalen und internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet. So bekam er z. B. 1998 den Air Inter Prize in Bordeaux und 1994 den Premio Letterario Giuseppe Acerbi.

Seine Eltern Väinö Paasilinna (ehem. Gullstén) und Hilda Maria (Maija), geb. Niva, arbeiteten bei der Polizei. Paasilinna ist Vater von zwei Kindern, Jyrki Petteri (* 1964) und Janne (* 1967). Er lebte bis zu seinem Tod im Oktober 2018 im südfinnischen Espoo-Westend nahe Helsinki.

Er absolvierte eine Ausbildung bei einer Zeitung und arbeitete dann als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Er hat 36 Romane veröffentlicht, von denen viele verfilmt wurden. Seine Bücher wurden in 35 Sprachen übersetzt.

Die finnische Literaturkritik beachtete ihn lange Zeit nicht, was sich erst änderte, als Paasilinnas Romane auch international, zuerst in Frankreich, populär wurden. Seine Sprache ist einfach, direkt und geprägt durch unverblümt-kräftigen und manchmal schwarzen Humor. Besonderes Augenmerk widmete er seinen Landsleuten und ihren Eigenarten.

Paasilinna pflegte über viele Jahre hinweg eine Veröffentlichungspolitik, nach der regelmäßig pro Jahr ein Buch erschien, meist im finnischen Herbst. Sein Verleger dazu: „Der jährliche Paasilinna ist ein Element des finnischen Herbstes, so wie die fallenden Birkenblätter.“ Mehr als ein Dutzend Romane erschienen in deutscher Übersetzung, einige auch als Hörbücher. Sein bisher erfolgreichstes Buch ist Jäniksen vuosi (Das Jahr des Hasen); es wurde ins Französische, Estnische, Japanische, Niederländische, Englische, Deutsche, Tschechische, Albanische, Isländische, Schwedische, Italienische, Spanische, Hebräische, Ungarische, Dänische, Kroatische, Griechische, Lettische, Litauische, Norwegische, Polnische, Slowenische, Russische und Galicische übersetzt.

Der Autor Erno Paasilinna und der Politiker und Europaabgeordnete Reino Paasilinna waren ältere Brüder von Arto Paasilinna.

Paratiisisaaren vangit. 1974 (deutsch von Regine Pirschel: Vorstandssitzung im Paradies. Bastei Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2004, ISBN 3-404-92159-3)

Jäniksen vuosi. 1975 (deutsch von Regine Pirschel: Das Jahr des Hasen. Byblos-Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-929029-13-8)

Onnellinen mies. 1976 (deutsch von Regine Pirschel: Die Rache des glücklichen Mannes. Bastei Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2002, ISBN 3-404-92118-6)

Sotahevonen. 1979 (deutsch von Regine Pirschel: Für eine schlechte Überraschung gut. Lübbe, Köln 2018, ISBN 978-3-431-04101-9)

Herranen aika. 1980 (deutsch von Regine Pirschel: Im Jenseits ist die Hölle los. editionLübbe, Bergisch Gladbach 2004, ISBN 3-7857-1552-8)

Ulvova mylläri. 1981 (deutsch von Regine Pirschel: Der heulende Müller. Ehrenwirth, München 1996, ISBN 3-431-03469-1)

Hirtettyjen kettujen metsä. 1983 (deutsch von Regine Pirschel: Im Wald der gehenkten Füchse. Ehrenwirth, München 2000, ISBN 3-431-03594-9)

Ukkosenjumalan poika. 1984 (deutsch von Stefan Moster: Der Sohn des Donnergottes. Ehrenwirth, München 1999, ISBN 3-431-03572-8)

Parasjalkainen laivanvarustaja. 1985 (deutsch von Regine Pirschel: Der Mann mit den schönen Füßen. Ehrenwirth Bergisch Gladbach, Lübbe Köln, 2014, ISBN 978-3-7857-2503-0)

Vapahtaja Surunen. 1986 (deutsch von Regine Pirschel: Weltretten für Anfänger. Ehrenwirth, Bergisch Gladbach 2016, ISBN 978-3-431-03974-0)

Suloinen myrkynkeittäjä. 1988 (deutsch von Regine Pirschel: Die Giftköchin. Ehrenwirth, München 1998, ISBN 3-431-03542-6)

Auta armias. 1989 (deutsch von Regine Pirschel: Der liebe Gott macht blau. editionLübbe, Bergisch Gladbach 2008, ISBN 978-3-7857-1621-2)

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