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Armin Owzar

Deutscher Historiker

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Armin Owzar (* 14. April 1964 in Köln) ist ein deutscher Historiker und seit 2013 Professor für Deutsche Geschichte (Histoire moderne et contemporaine des pays germanophones) am Département d’Études germaniques der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle.

Armin Owzar wuchs in Wuppertal-Elberfeld auf und besuchte hier das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium. Er studierte von 1983 bis 1993 Geschichtswissenschaft, Deutsche und Französische Philologie an den Universitäten Wuppertal, Lille und Münster. Nach dem Magister Artium 1993 in Münster wurde er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Historischen Seminar, Lehrstuhl Neuere und Neueste Geschichte. 1997 wurde Owzar mit der Studie Sozialistische Bündnispolitik und gewerblich-industrieller Mittelstand. Thüringen 1945 bis 1953 bei Hans-Ulrich Thamer zum Dr. phil. promoviert. Die Arbeit erhielt den Anerkennungspreis des Thüringer Landtages. Die Venia legendi für Neuere und Neueste Geschichte erhielt er 2004. In seiner Habilitationsschrift „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Konfliktmanagement im Alltag des wilhelminischen Obrigkeitsstaates untersuchte Owzar das politische Kommunikationsverhalten zwischen gesellschaftlichen Gruppen im Kaiserreich, mit besonderem Fokus auf die hamburgische Gesellschaft im Zeitraum von 1890 und 1912. Diese Arbeit wurde mit dem Jahrespreis 2004 der Stiftung Pro Civitate Austriae ausgezeichnet. Nach einer Zeit als Oberassistent in Münster (2004–2007) war Owzar 2007 bis 2013 DAAD-Professor an der historischen Abteilung der University of California in San Diego, bevor er 2011 eine zweijährige Vertretungsprofessur für die Geschichte Westeuropas an der Universität Freiburg i.Br. wahrnahm. Seit 2013 lehrt er in Paris.

Armin Owzar ist Mitglied folgender Institutionen:

Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte, Münster

Gesellschaft für Überseegeschichte (GÜSG)

Commission Internationale pour l’Histoire des Assemblées d’États (CIHAE)

Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU)

Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD)

Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg im Breisgau als assoziiertes Mitglied

Doppelter Neuaufbau auf altem Grund. Deutschland in der Besatzungszeit (1945–1949), Stuttgart 2025, ISBN 978-3-17-033220-1.

Das preußische Berlin. Auf dem Weg zur europäischen Metropole, 1701–1914, Berlin 2019, ISBN 978-3-944594-98-9.

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Konfliktmanagement im Alltag des wilhelminischen Obrigkeitsstaates (= Historische Kulturwissenschaft, 8), Konstanz 2006, ISBN 978-3-89669-718-9.

Sozialistische Bündnispolitik und gewerblich-industrieller Mittelstand. Thüringen 1945 bis 1953 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen, Kleine Reihe, 4), München/Jena 2001, ISBN 3-437-31148-4.

Herrschaftsverlust und Machtverfall. Hrsg. mit Peter Hoeres und Christina Schröer, München 2013, ISBN 978-3-486-71668-9.

Disziplinen der Anthropologie. Hrsg. mit Silke Meyer, Münster/New York 2010, ISBN 978-3-8309-2278-0.

Schrumpfende Städte. Ein Phänomen zwischen Antike und Moderne (= Schriftenreihe des Instituts für vergleichende Städtegeschichte Münster). Hrsg. mit Angelika Lampen, Köln/Wien 2008, ISBN 978-3-412-20217-0.

Modell und Wirklichkeit. Politik, Kultur und Gesellschaft im Großherzogtum Berg und im Königreich Westphalen (= Forschungen zur Regionalgeschichte, 56). Hrsg. mit Gerd Dethlefs und Gisela Weiß, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-75747-0.

Politische Gewalt in der Moderne. Festschrift für Hans-Ulrich Thamer. Hrsg. mit Frank Becker, Thomas Großbölting und Rudolf Schlögl, Münster 2003, ISBN 3-402-06612-2.

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