Armin Halle (* 24. Februar 1936 in Lemgo; † 2. August 2023 in Leverkusen) war ein deutscher Journalist, Moderator und Medientrainer. Er gehörte zu den ersten Moderatoren des deutschen Privatfernsehens.
Armin Halle, Sohn von Paula Halle, geborener Barlage, und des Zahnarztes August Halle, diente nach dem Abitur sechs Jahre bei der Bundeswehr, zuletzt als Jugendoffizier im Stab des 2. Armeekorps in Ulm. Anschließend studierte er Pädagogik und Philosophie in München. 1966 startete Halle seine journalistische Karriere zunächst als Redakteur beim Bayerischen Rundfunk, wechselte aber bereits 1967 als Redakteur und Korrespondent zur Süddeutschen Zeitung, für die er unter anderem aus dem Sechstagekrieg berichtete. Parallel zu seiner Tätigkeit als Redakteur und Kommentator für Sicherheits- und Außenpolitik bei der SZ unterrichtete er an der Deutschen Journalistenschule in München.
1970 holte ihn der damalige Verteidigungsminister Helmut Schmidt nach Bonn. Unter Schmidt und dessen Nachfolger Georg Leber amtierte Halle als Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Von 1973 bis 1977 war er dort Leiter Information und Pressestab. Von 1977 bis 1979 war er Leiter Kommunikation und Information im Bundeskanzleramt und diente Kanzler Schmidt mit Redeentwürfen als Ghostwriter, bis er 1979 als NATO-Informationsdirektor nach Brüssel ging. Die Stellung in Brüssel hatte Halle bis 1983 inne, zwischenzeitlich war er auch als Moderator der NDR-Talkshow (1979/80) und ab 1982 der Talkshow Kölner Treff tätig.
Mit Carlo Demand als Zeichner verfasste er eine Geschichte der Panzerkampfwagen. Er schrieb auch satirische Essays und war Angehöriger des Aachener Ordens wider den tierischen Ernst.
Ab 1985 arbeitete Armin Halle als Chefredakteur von APF Blick („Aktuell Presse Fernsehen“) Hamburg/Ludwigshafen, der ersten privaten Nachrichtensendung aus Hamburg, die später in SAT.1 Blick umbenannt wurde. Von 1987 an war Halle SAT.1-Chefmoderator, bis er sich 1994 als Medientrainer selbständig machte.
Armin Halle war evangelisch, verheiratet mit Marianne Halle, geborener Akselsson, und hatte drei Söhne.
Armin Halle wurde für seine Arbeit bei SAT.1 im Jahr 1987 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.
Halle, Armin. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 446.
Kurzbiografie auf der Seite des Fernsehmuseums Hamburg
Lebenslauf auf medientraining.de (Memento vom 19. Mai 2019 im Internet Archive)