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Arkansas

Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika

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Arkansas [ˈɑɹkənsɔː] ist einer der südlichen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der West South Central-Region. Er grenzt im Norden an Missouri, im Osten an Tennessee und Mississippi, im Süden an Louisiana, im Südwesten an Texas und im Westen an Oklahoma. Der Name Arkansas wurde vom Arkansas River übernommen und stammt von der französischen Aussprache der Algonkin-Bezeichnung akansa für die einheimischen Quapaw-Indianer, das sinngemäß „Volk des Südwinds“ bedeutet.

Arkansas ist der flächenmäßig 29. größte und der 33. bevölkerungsreichste Bundesstaat, mit einer Bevölkerung von etwas mehr als drei Millionen bei der Volkszählung 2020. Die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Little Rock im Zentrum des Staates, ein Knotenpunkt für Verkehr, Wirtschaft, Kultur und Politik. Die nordwestliche Ecke des Bundesstaates, die Metropolregion Fayetteville-Springdale-Rogers, ist das zweite große Bevölkerungs- und Wirtschaftszentrum. Weitere bedeutende Städte sind Fort Smith, bekannt für seine historischen Stätten im Zusammenhang mit der Expansion des Westens und der Verfolgung der amerikanischen Ureinwohner, sowie Jonesboro im Nordosten und Pine Bluff im Südosten.

Der Beiname The Natural State rührt von der vielfältigen Geografie des Bundesstaates her, welche von den Bergregionen der Ozark und Ouachita Mountains, die das innere Hochland der USA bilden, über das dicht bewaldete Land im Süden, das als Arkansas Timberlands bekannt ist, bis hin zum östlichen Tiefland entlang des Mississippi und dem Arkansas Delta reicht.

Das Arkansas-Territorium, das zuvor zu Französisch-Louisiana gehörte und mit dem Louisiana Purchase 1803 Teil der USA wurde, wurde am 15. Juni 1836 als 25. Staat in die Union aufgenommen. Ein Großteil des Arkansas Deltas war für Baumwollplantagen erschlossen worden, und die dortigen Landbesitzer waren weitgehend von der Arbeit versklavter Afroamerikaner abhängig. 1861 spaltete sich Arkansas von den Vereinigten Staaten ab und schloss sich während des Amerikanischen Bürgerkriegs den Konföderierten Staaten von Amerika an. Nach der Rückkehr in die Union im Jahr 1868 litt Arkansas weiterhin unter seiner wirtschaftlichen Situation, da es sich zu sehr auf die Großplantagenwirtschaft stützte. Baumwolle blieb der wichtigste Rohstoff, während der Markt für Baumwolle weiter schrumpfte. Da Landwirte und Geschäftsleute sich nicht diversifizierten und kaum industrielle Investitionen getätigt wurden, geriet der Staat in wirtschaftlicher Hinsicht ins Hintertreffen. Im späten 19. Jahrhundert führte der Staat verschiedene Jim-Crow-Gesetze ein, um die afroamerikanische Bevölkerung zu entrechten und zu segregieren. Weiße Interessen dominierten die Politik von Arkansas, indem sie Afroamerikanern das Wahlrecht entzogen und sich weigerten, die Legislative neu aufzuteilen; erst nach Verabschiedung der Bundesgesetze erhielten mehr Afroamerikaner das Wahlrecht. Während der Bürgerrechtsbewegung in den 1950er und 1960er Jahren waren Arkansas und insbesondere Little Rock ein wichtiger Schauplatz für die Bemühungen um das Ende rassengetrennter Schulen. Nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1940er Jahren begann Arkansas, seine Wirtschaft zu diversifizieren und Wohlstand zu erlangen. In den 1960er Jahren wurde der Bundesstaat zum Standort des Walmart-Konzerns, des nach Umsatz größten Unternehmens der Welt, mit Hauptsitz in Bentonville.

Im 21. Jahrhundert stützt sich die Wirtschaft von Arkansas auf den Dienstleistungssektor, die Flugzeugindustrie, die Geflügelindustrie, die Stahlindustrie und den Tourismus sowie weiterhin auf wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Baumwolle, Sojabohnen und Reis. Der Bundesstaat unterhält ein Netz von öffentlichen Universitäten und Hochschulen, darunter die Arkansas State University und die University of Arkansas. Die Kultur von Arkansas ist in Museen, Theatern, Romanen, Fernsehsendungen, Restaurants und Sportstätten im ganzen Bundesstaat zu sehen.

In politischer Hinsicht gilt Arkansas als konservativer, republikanisch geprägter Staat, wobei der einzige aus Arkansas stammende US-Präsident der Demokrat Bill Clinton ist.

Der Mississippi River formte im Laufe der Zeit die östliche Grenze von Arkansas, während zwischen Clay County und Greene County der St. Francis River die westlichen Gebiete prägte. Vielerorts mäandert der Mississippi heute abseits seines ursprünglichen Flussbetts.

Arkansas wird von Bergen, dichten Wäldern und fruchtbaren Ebenen geprägt. Der Nordwesten ist Teil des Ozark-Plateaus sowie der Boston Mountains; im Süden gehören die Ouachita Mountains dazu, die vom Arkansas River abgeteilt werden. Die südlichen und östlichen Gebiete Arkansas’ werden als Lowlands bezeichnet. Alle dortigen Gebirge gehören zur U.S. Interior Highlands-Region – der einzigen größeren Gebirgsregion zwischen den Rocky Mountains im Westen und den Appalachen im Osten der Vereinigten Staaten.

Die sogenannten Lowlands sind auch bekannt unter der Bezeichnung ihrer Regionen: Grand Prairie und Mississippi Embayment (siehe Lower Mississippi Delta Region). Das Delta des Arkansas River ist eine flache Landschaft, die ebenfalls durch den nahgelegenen Mississippi geprägt wurde. Beide genannten Regionen sind fruchtbare Agrarlandschaften.

Dabei wird die Deltaregion durch eine ungewöhnliche geologische Struktur, die Crowley’s Ridge, geteilt. Ein schmales Band von kleineren Hügeln zwischen 65 und 170 m hoch durchzieht als Gliederung die Ebene. Diese Hügel waren wohl ursprünglich eine Insel zwischen dem Mississippi und dem Ohio River.

Arkansas besitzt eine große Anzahl natürlicher Höhlen, wie z. B. der Blanchard Springs Caverns, und hat in der Nähe von Murfreesboro das einzige natürliche Vorkommen von Diamanten in den USA. Der höchste Punkt ist der Mount Magazine im Norden des Staates mit 839 Metern.

Sehenswert sind der Hot-Springs-Nationalpark und die Blanchard Springs Caverns, eine Tropfsteinhöhle von nationaler Bedeutung.

Die östliche Grenze Arkansas’ ist der Mississippi River, der Arkansas von Tennessee und Mississippi trennt. Im Süden grenzt Arkansas an Louisiana, im Westen an Texas und Oklahoma und im Norden an Missouri.

Der US-Bundesstaat Arkansas ist in 75 Countys (Bezirke) eingeteilt.

Siehe auch: Liste der Countys in Arkansas

Arkansas zeichnet sich durch ein feucht gemäßigtes subtropisches Klima aus, das von feuchtem Kontinentalklima des nördlichen Hochlandes begrenzt wird. Auch wenn der Bundesstaat nicht direkt an den Golf von Mexiko grenzt, liegt er noch in dessen klimatischer Einflusssphäre. Generell wird das Klima durch sehr heiße und feuchte Sommer sowie trockene und milde Winter bestimmt. In Little Rock liegen beispielsweise die Durchschnittstemperaturen des Sommers um 32 °C und die des Winters um 10 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt mit lokalen Abweichungen zwischen 1000 und 1500 Millimetern, wobei es im Süden etwas trockener als im Norden ist. Schneefälle sind durchaus üblich, aber mit durchschnittlich 13 Zentimetern wenig ergiebig.

Trotz seines subtropischen Klimas ist Arkansas für sein stellenweise extremes Wetter bekannt: Zwischen den Great Plains und dem Golf von Mexiko gelegen, verzeichnet man dort im Jahr bis zu 60 Gewitterstürme. Als Teil der Tornado Alley treten Tornados durchaus auch in Arkansas auf; einige der stärksten Tornados haben auch das Staatsgebiet getroffen. Arkansas ist allerdings weit genug von der Küste entfernt, um den direkten Auswirkungen der atlantischen Hurrikane zu entgehen. Häufiger treten dagegen die starken Regenfälle eines Orkansystems sowie kleinere Tornados auf.

In Arkansas leben 2.915.918 Einwohner (Stand: Census 2010), davon 74,5 % Weiße, 15,4 % Afroamerikaner, 6,4 % Hispanics oder Latinos, 1,2 % Asiatische Amerikaner und 0,8 % Indianer.

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