An diesem Tag

Arjen Robben

Niederländischer Fußballspieler

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Arjen Robben (niederländisch [ˈɑrjən ˈrɔbə(n)] ; * 23. Januar 1984 in Bedum, heute zu Het Hogeland, Niederlande) ist ein niederländischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Beim FC Groningen wurde er Profi, wechselte nach Eindhoven und verließ als 20-Jähriger die Niederlande. Nach Stationen beim FC Chelsea und Real Madrid, mit beiden Vereinen gewann er die Meisterschaft, spielte er von 2009 bis 2019 beim FC Bayern München, mit dem er zahlreiche Titel gewann. Neben acht deutschen Meisterschaften und fünf DFB-Pokalsiegen gewann er die Champions League 2013, in deren Finale gegen Borussia Dortmund er das entscheidende Tor erzielte. Für die niederländische Nationalmannschaft bestritt er 96 Länderspiele und nahm mit ihr an drei Weltmeisterschaften und drei Europameisterschaften teil. 2010 wurde er mit der niederländischen Nationalmannschaft Vizeweltmeister. Robben besetzte meist die Position des rechten Flügelstürmers, wurde aber vor seiner Zeit in München auch auf der linken Außenbahn oder zentral eingesetzt.

Nachdem er im Sommer 2019 seine aktive Laufbahn für beendet erklärt hatte, trainierte er zwischenzeitlich die Jugendmannschaft, in der sein Sohn spielte. Ab Sommer 2020 war er noch einmal für ein Jahr beim FC Groningen aktiv, bevor er seine Karriere im Sommer 2021 endgültig beendete.

Robben begann beim VV Bedum, dem in seinem Geburtsort ansässigen Amateurverein, mit dem Fußballspielen und wechselte mit zwölf Jahren in die Jugendakademie des FC Groningen. Am 3. Dezember 2000, mit erst 16 Jahren, bestritt er – nach Einwechslung für Leonardo dos Santos Silva in der 77. Minute – beim torlosen Unentschieden im Auswärtsspiel gegen den RKC Waalwijk sein erstes Spiel in der Eredivisie; es folgten 17 weitere Einsätze, in denen er zwei Tore erzielte. Robben wurde im Verein in seiner ersten Saison zum Spieler des Jahres gewählt. Gemeinsam mit dem ein halbes Jahr älteren Jordi Hoogstrate, dessen Laufbahn früh durch eine Knieverletzung beendet wurde, demonstrierte er die Stärke von Groningens Jugendakademie. In der Folgesaison wurde er zum Stammspieler und erzielte in 28 Spielen sechs Tore, davon zwei am 20. Februar 2002 beim 4:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen den FC Den Bosch.

Es wurden die drei großen Vereine Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam und PSV Eindhoven auf Robben aufmerksam. Lange Zeit schien es so, als würde er zu Ajax wechseln, aber als im Vertragsformular sein Name falsch geschrieben wurde, entschied Robbens Vater, dass Ajax nicht der richtige Klub für ihn sei. Er unterschrieb bei der PSV Eindhoven im Sommer 2001 einen Vertrag ab der Saison 2002/03, in der er mit 12 Toren in 33 Spielen zur 17. Meisterschaft beitrug. Sein Sturmpartner Mateja Kežman und er wurden von den PSV-Fans liebevoll „Batman und Robben“ genannt. Er gewann unter anderem auch den Titel „talentiertester Spieler des Jahres“. Nach diesem guten Jahr konnte die PSV in der Folgesaison nicht mit Ajax Amsterdam mithalten, und so ging es in der Liga nur noch um den zweiten Platz. Auch für Robben lief die Saison enttäuschend, denn mehrere Muskelverletzungen ließen nur 23 Ligaspiele zu, in denen er fünf Tore erzielte.

Nachdem Robben auch bei der Europameisterschaft 2004 beeindruckte, wurde er zur Saison 2004/05 von Chelsea-Manager José Mourinho für eine Ablösesumme von 13 Millionen Pfund Sterling verpflichtet. Nach einer verletzungsbedingten Pause zu Beginn der Saison 2004/05 kam Robben am 23. Oktober 2004 im Spiel gegen die Blackburn Rovers zu seinem Debüt für den FC Chelsea, als er in der 65. Spielminute für Aleksei Smertin eingewechselt wurde. In diesem Jahr bestritt er weitere 17 Ligaspiele und 5 Partien in der Champions League. Mit Chelsea wurde er 2005 englischer Meister. In der Folgesaison wurde dieser Erfolg wiederholt. Auf dem Weg zum erneuten Meistertitel schoss er 6 Tore in 28 Spielen. In der Saison 2006/07 erzielte er 2 Tore in 21 Ligaspielen. Im Laufe der Rückrunde meldete Real Madrid Interesse an einer Verpflichtung von Robben an. In seinen drei Jahren in London gewann er alle national möglichen Titel.

Bereits 2006 versprach Ramón Calderón bei seiner Kandidatur um die Präsidentschaft von Real Madrid Robben zum Verein zu holen. Die Sache wurde drängender, nachdem in der Vorsaison 2007/08 der deutsche Trainer Bernd Schuster um Verstärkungen ersuchte und dabei auch auf den Niederländer verwies. Für 24,5 Millionen Pfund kam der Wechsel schließlich am 22. August 2007 zustande. Und Robben, dem auch sehr viel an seinem Wechsel lag, erhielt einen Fünfjahresvertrag. Er debütierte für Real am 18. September beim 2:1 im Champions-League-Spiel gegen Werder Bremen, als er nach 84 Minuten für Raúl auf den Platz kam. Er wurde schnell fester Bestandteil der Mannschaft und trug mit vier Toren in 21 Ligaspielen zur spanischen Meisterschaft 2008 bei.

Zu Beginn der neuen Saison gewann er mit Real auch den spanischen Supercup in zwei Spielen gegen den Pokalsieger Valencia CF. In der Liga reichte es nurmehr zur Vizemeisterschaft. Wesentlich wurde aber für ihn der Wechsel von Trainer Bernd Schuster zu Juande Ramos ab dem 15. Spieltag. Ramos versetzte den linksfüßigen Linksaußen auf die rechte Seite. Dort wurde der Sprint an der Außenlinie zur Torlinie, von dort schräg zurück in den Strafraum und Schuss auf das Tor mit Links zu seinem Markenzeichen. Nachdem er bislang in jener Saison nur einmal getroffen hatte, erzielte er auf Rechts sechs weitere Treffer. Insgesamt kam er 2008/09 auf 29 Ligaspiele.

Zur Saison 2009/10 war mit Florentino Pérez ein neuer Präsident im Amt. Der verpflichtete den Chilenen Manuel Pellegrini als neuen Trainer und holte mit Cristiano Ronaldo und Kaká hochpreisige neue Spieler. Der 25-jährige Robben war überzählig geworden. Eher widerwillig ließ er sich schließlich dazu bewegen, den Verein zu verlassen.

Beim FC Bayern war ab Saisonbeginn 2009/10 Louis van Gaal als Trainer verpflichtet. Am 28. August 2009 wurde die Verpflichtung Robbens für 24 Millionen Euro bekanntgegeben. Er erhielt einen Vierjahresvertrag und das Trikot mit der Nummer 10. Bereits einen Tag später im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg – zur zweiten Halbzeit eingewechselt – erzielte er zwei Tore. Gemeinsam mit dem Franzosen Franck Ribéry auf der linken Seite formte Robben eine Flügelzange, die in den folgenden Jahren auch als „Robbery“ bekannt war. Als Mittelstürmer spielten abwechselnd der für 30 Millionen Euro aus Stuttgart geholte Mario Gómez, Miroslav Klose und Ivica Olić. Thomas Müller komplettierte die Sturmreihe des im 4-2-4-System antretenden FC Bayern München. Bastian Schweinsteiger, der bis dahin das Offensivspiel des FC Bayern München auf der rechten Seite vorantrieb, wurde von van Gaal zum „Sechser“ umfunktioniert.

In der Champions-League-Saison 2009/10 zeichnete Robben sich durch zwei spielentscheidende Tore aus. Sowohl im Achtelfinale gegen die AC Florenz als auch im Viertelfinale gegen Manchester United hatte der FC Bayern das Hinspiel daheim mit 2:1 gewonnen und lag im Rückspiel auswärts mit 1:3 im Rückstand. Arjen Robben erzielte jeweils den Anschlusstreffer zum 2:3-Endstand, wodurch der FC Bayern aufgrund der Auswärtstorregel jeweils die nächste Runde erreichte. Der FC Bayern München erreichte das Finale in Madrid, verlor dieses jedoch mit 0:2 gegen Inter Mailand.

Im DFB-Pokal-Halbfinale sorgte Robben durch den entscheidenden Treffer zum 1:0 n. V. beim FC Schalke 04 – ein Tor, bei dem er einen Sturmlauf über zwei Drittel des Feldes erfolgreich abschloss – ebenfalls für den Einzug ins Finale. Dort erzielte er beim 4:0-Sieg gegen Bremen nach 35 Minuten den Führungstreffer per Handelfmeter.

In der mit fünf Punkten Vorsprung auf Schalke 04 gewonnenen Meisterschaft erzielte er in 24 Spielen – er hatte einige Verletzungen – 16 Tore, womit er vor Thomas Müller mit 13 Treffern bester Torschütze der Bayern wurde. In der Bundesliga war er damit Fünfter; Torschützenkönig wurde Edin Džeko mit 22 Toren.

Nach Abschluss der Saison wurde er von der Vereinigung der Vertragsfußballspieler zum Spieler der Saison 2009/10 gewählt. Auch die Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres 2010 entschied er – als vierter ausländischer Spieler und dritter in Serie – gegen Ende des Jahres für sich.

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