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Arizona

Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika

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Arizona (amerik. Aussprache [æɹɪˈzoʊ̯nə] ; kurz AZ; Beiname Grand Canyon State) ist ein Bundesstaat, der im Südwesten der Vereinigten Staaten liegt. Im Norden grenzt er an Utah, im Nordwesten an Nevada, im Westen an Kalifornien, im Süden und Südwesten an die mexikanischen Bundesstaaten Sonora und Baja California und im Osten an New Mexico. Am Four Corners Monument trifft die nordöstliche Ecke Arizonas außerdem auf die südwestliche Ecke Colorados. Die Hauptstadt und größte Stadt ist die Wüstenmetropole Phoenix, welche mit 1,7 Millionen Einwohnern und fast 5 Millionen im Ballungsraum die bevölkerungsreichste aller Bundesstaats-Hauptstädte und die fünftgrößte Stadt der Vereinigten Staaten ist. Weitere bedeutende Städte sind Tucson, Yuma und Flagstaff.

Arizona ist flächenmäßig der sechstgrößte Staat und mit rund 7,5 Millionen Einwohnern der 14. bevölkerungsreichste der 50 Bundesstaaten. Es ist der 48. Staat und damit der letzte der zusammenhängenden Staaten, der in die Union aufgenommen wurde, als er am 14. Februar 1912 die Staatlichkeit erhielt. Historisch gesehen war er Teil des Territoriums von Alta California und Nuevo México (heute New Mexico) in Neuspanien und wurde 1821 Teil des unabhängigen Mexikos. Nach der Niederlage im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg trat Mexiko 1848 einen Großteil dieses Gebiets an die Vereinigten Staaten ab, wo es zunächst Teil des New Mexico-Territoriums wurde. Der südlichste Teil des Staates wurde 1853 durch den Gadsden Purchase erworben.

Der Süden Arizonas ist bekannt für sein Wüstenklima mit extrem heißen Sommern und milden Wintern. Im vom Colorado-Plateau geprägten Norden gibt es zahlreiche Kiefern-, Douglasien- und Fichtenwälder, Gebirgszüge, sowie große, tiefe Canyons mit deutlich gemäßigteren Sommertemperaturen und erheblichen Schneefällen im Winter. In den Gebieten von Flagstaff, Sunrise und Tucson gibt es sogar Skigebiete. Neben dem international bekannten Grand-Canyon-Nationalpark, der zu den beliebtesten natürlichen Attraktionen des Landes gehört, gibt es mehrere Nationalwälder-, Parks und Denkmäler.

In Arizona leben mehr als 7 Millionen Menschen. Arizona ist die Heimat einer vielfältigen Bevölkerung. Genauso wie die anderen drei Staaten entlang der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko weist Arizona einen überdurchschnittlich hohen Bevölkerungsanteil von Hispanics bzw. Latinos auf (mehr als 30 %) sowie von Menschen mit Spanisch als Muttersprache (etwa 20 %). Seit den 1980er Jahren ist ihr Anteil aufgrund der Zuwanderung aus Mexiko und Mittelamerika erheblich gestiegen. Außerdem leben in Arizona mit mehr als 5 % überdurchschnittlich viele Indigene – ein Viertel der Landesfläche sind Indianerreservat, in denen 27 staatlich anerkannte Indianerstämme leben, darunter die Navajo Nation, die mit mehr als 300 000 Einwohnern das größte Reservat des Bundesstaates und des ganzen Landes bildet. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung ist Anhänger der römisch-katholischen Kirche und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).

Die Bevölkerung und die Wirtschaft Arizonas sind seit den 1950er Jahren aufgrund der Zuwanderung dramatisch gewachsen, und der Bundesstaat ist heute ein wichtiges Zentrum des Sun Belt. Städte wie Phoenix und Tucson haben große, sich ausbreitende Vorstadtgebiete entwickelt. Viele große Unternehmen wie PetSmart und Circle K haben ihren Hauptsitz in diesem Bundesstaat. Außerdem beherbergt Arizona zahlreiche bedeutende Universitäten, darunter die University of Arizona, die Arizona State University und die Northern Arizona University. In politischer Hinsicht ist der Staat historisch eher konservativ geprägt und bekannt für konservative Politiker wie Barry Goldwater und John McCain, obwohl er durch die Zuwanderung in den letzten Jahren immer mehr zu einem Swing State geworden ist.

Der Namensursprung ist unklar. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts vertraten Historiker überwiegend die These, der Name stamme von der Bezeichnung alĭ ṣonak („kleine Quelle“) der O’odham-Sprache. Er bezeichnete ursprünglich ausschließlich eine Gegend um Planchas de Plata in der Nähe von Nogales (Sonora) in der heutigen Grenzregion zwischen Mexiko und den USA. Die Tohono O’Odham bezeichnen die Region noch heute mit diesem Namen, der ausgesprochen wie Arissona klingt.

Seit 1979 findet auch die These Unterstützung von Historikern, dass baskische Einwanderer die Benennung aritz ona (gute Eiche) aus ihrer Sprache vergeben hätten.

Eine weitverbreitete volksetymologische Herleitung vom spanischen Wort für Aride Zone ist nicht haltbar, da aus der Bezeichnung zona árida der Name Zonarida folgen müsste.

Im gesamten Süden grenzt Arizona an Mexiko, in die übrigen Richtungen grenzt Arizona an andere Bundesstaaten der USA: Im Südwesten grenzt Arizona an Kalifornien, nordwestlich an Nevada. Im Norden läuft die Grenze mit Utah auf den Four Corners’ Point zu, das einzige Vierländereck in den Vereinigten Staaten. Dort trifft Arizona im äußersten Nordosten an Colorado und teilt sich die Ostgrenze vollständig mit New Mexico.

Arizona ist flächenmäßig der sechstgrößte Bundesstaat der USA. Schätzungsweise 15 Prozent der Landfläche ist in Privatbesitz, der größte Teil des Landes stellt also öffentliche Wälder und Ländereien dar. Viele dieser Gebiete in öffentlicher Hand werden vom Arizona State Land Department und dem National Park Service verwaltet.

Arizona ist zwei Naturräumen zugehörig. Der Nordosten des Staates liegt auf dem Colorado-Plateau, alle weiteren Teile Arizonas gehören zur Basin-and-Range-Region. Die Grenze bildet der Gebirgszug Mogollon Rim. Der Bundesstaat ist von bergigen Landschaften und xerophytischer Flora geprägt. Arizona hat große steppen- und wüstenartige Landstriche mit großen Sandsteinvorkommen, gleichzeitig bilden Bergwälder rund ein Viertel des Staatsgebietes. Der Süden des Bundesstaates wird der Kulturregion Aridoamerika zugeordnet.

Der Colorado River und der von ihm gebildete Grand Canyon trennt im Nordwesten den Arizona Strip vom Rest des Bundesstaates. Er bildet auch fast die gesamte Westgrenze Arizonas zu Nevada und Kalifornien. Weitere bedeutende Flüsse in Arizona sind der Little Colorado River im Nordosten des Staates und der Gila River und seine Nebenflüsse in Zentral- und Südarizona.

Der US-Bundesstaat Arizona ist in 15 Countys gegliedert, die eine durchschnittliche Fläche von 19.683,6 km² haben.

In Arizona herrscht ein trockenes Wüsten- und Halbwüstenklima, im Norden eher Steppenklima. Das führt dazu, dass es je nach Höhenlage relativ milde Winter und heiße Sommer gibt. Wegen der Nähe zu den Rocky Mountains gibt es meist große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen liegen etwa zwischen 100 und 500 mm pro Jahr, wobei der meiste Regen in der Zeit von Juli bis November fällt. Darüber hinaus gehört die Stadt Yuma mit rund 4000 Sonnenstunden jährlich zu den sonnigsten Orten der Welt. Andererseits ist die auf rund 2135 Metern gelegene Stadt Flagstaff im Norden des Staates einer der wichtigsten Wintersportorte der Vereinigten Staaten.

Wegen der Trockenheit wachsen in Arizona viele Kakteen, Palmlilien und Mesquite-Bäume. Zu den größten Wildtierarten gehören Weißwedel- und Maultierhirsche sowie Wapiti, Gabelböcke und Dickhornschafe. In abgelegenen Gebieten leben noch vereinzelt Bären. In den Bergregionen leben Raubtiere wie Pumas, Jaguare, Dachse und andere marderartige Tiere. In der Sonora-Wüste gibt es viele Arten von Echsen, Spinnen und Schlangen.

In Arizona leben 7.151.502 Menschen (Stand: Zensus 2020), davon 76,9 % Weiße, 4,5 % Indianer, 3,4 % Afroamerikaner und 2,3 % Asiatische Amerikaner. 29,2 % bezeichnen sich als Hispanics oder Latinos unabhängig von der Angabe der “Race”.

Die häufigsten Abstammungen der Bevölkerung Arizonas waren im Jahr 2009 mexikanisch (27,4 %), deutsch (16 %), irisch (10,8 %), englisch (10,1 %) und italienisch (4,6 %). Vor allem die südlichen und zentralen Bezirke sind hauptsächlich mexikanisch geprägt, während die nördlichen Bezirke größtenteils von Nachfahren britischer Einwanderer bevölkert sind und der Nordosten den größten Anteil indianischer Einwohner aufweist.

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