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Antonio Dall’Occa

Italienischer Kontrabass-Virtuose

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Antonio Dall’Occa (* 1. Juni 1763 in Cento, bei Bologna; † 17. September 1846 in Florenz) war ein italienischer Kontrabass-Virtuose.

Sein Lehrer soll der berühmte Geiger Antonio Lolli gewesen sein, der als Vorbild Paganinis gilt. Wie sein Zeitgenosse Domenico Dragonetti suchte Dall’Occa sein Glück im Ausland und fand am Italienischen Theater in Moskau, dem Petersburger Theater und ab 1798 bei der Russisch-Kaiserlichen Hofkapelle in Sankt Petersburg Anstellung.

Von dort unternahm er zahlreiche Kunstreisen nach ganz Europa. Er machte Konzertreisen in Frankreich, Belgien und Deutschland. Er konzertierte u. a. in Dresden, Wien, in Österreich-Ungarn und an der Mailänder Scala. 1818 gab er in Lemberg und Kiew mit seiner Tochter, einer Pianistin, gemeinsame Konzerte. Dall’Occa galt als „berühmter Contrabaß-Virtuos“. Sein Stil war vor allem durch die Verwendung natürlicher und künstlicher Flageoletttöne geprägt, womit er sein Publikum und die Presse stark polarisierte.

Die Opernsängerin Sophie Schoberlechner, geborene Sofia dall’Occa, war seine Nichte.

Antonio Dall’Occa, in: Eduard Bernsdorf: Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Dritter Band. Nabel – Zyka, Musikverlag Johann André, Offenbach 1861, Seite 55.

Antonio Dall’Occa, in: Robert Eitner: Biographisch-bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten der christlichen Zeitrechnung bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. 10 Bände. Breitkopf & Härtel, Leipzig. 7. Bd, 1902, Milleville, Francesco – Pluvier, Seite 223.

Antonio Dall’Occa, in: Mendel-Reissmann: Musikalisches Conversations-Lexikon 1870–79/83. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für Gebildete aller Stände. Begründet von Hermann Mendel, fortgesetzt von Dr. August Reissmann (ab Bd. VII, 1876). 7. Bd. 1877. M – Paisiello, Seite 316.

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