Anton Haffenecker (* 4. Juni 1720 in Prag; † 16. August 1789 ebenda) war ein böhmischer Architekt und Hofbaumeister.
Der Sohn von Thomas Haffenecker studierte in Wien und war anschließend bei seinem Vater tätig. Insbesondere durch seine Arbeit bei Nikolaus Pacassi wurde Haffenecker durch den Frühklassizismus geprägt. Daneben schuf er auch eine Reihe spätbarocker Bauten. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war Prag. Zu seinen Hauptauftraggebern gehörten die Grafen von Nostitz, für die er mehrere Stadtpalais in Prag schuf. Haffenecker wurde 1769 zum Prager Hofbaumeister ernannt.
Umbau der Nostitzschen Manege auf der Prager Kleinseite zum Palais Nostitz, ab 1765
Vollendung der Hauptkirche Mariä Himmelfahrt in Přeštice nach den Plänen von Kilian Ignaz Dientzenhofer und Anselmo Lurago, 1765–1775
Umgestaltung des Schlosses Lysá nad Labem, ab 1767
Errichtung und Umbau des Rokokoschlosses Měšice in Měšice für Franz Anton von Nostitz-Rieneck, 1767–1775 und 1780–1789
Anbau eines spätbarocken Bürgerhauses am Kleinseitner Ring an die Kirche St. Nikolaus auf der Prager Kleinseite, 1768
Erweiterungsbauten an der Prager Burg: Umbau von Teilen des Neuen Palais nach Plänen von Nikolaus Pacassi, 1769–1775 und des Nördlichen Burgtores, 1772
Umbau des Jesuitengymnasiums auf der Prager Kleinseite zur Gubernialkanzlei (heute Sitz des Abgeordnetenhauses), ab 1772
Umbau des Michna-Palais auf der Prager Kleinseite, 1777
Kirche Johannes des Täufers in Město Touškov, 1777–1778
Kleinseitner Kaserne auf der Prager Kleinseite, ab 1779 gemeinsam mit Josef Jäger
Palais Sweerts-Sporck in der Prager Neustadt, 1780–1785
Gräflich Nostitzsches Theater in der Prager Altstadt, 1781–1783
Übersicht einiger seiner Werke