Antoine Monot (auch Antoine Monot, Jr.; * 22. Juni 1975 in Rheinbach) ist ein deutsch-schweizerischer Charakterschauspieler. Seinen Durchbruch hatte er 1999 mit dem Kinofilm Absolute Giganten. Einem breiten Publikum wurde er vor allem durch seine Arbeit als Testimonial für die Technikmarktkette Saturn bekannt. In der Neuauflage der Serie Ein Fall für zwei spielt er seit 2014 die Rolle des Rechtsanwalts. In der RTL-Reihe Behringer und die Toten spielt er seit 2023 die Titelfigur Kommissar Behringer.
Seit 2026 tritt Monot gemeinsam mit Wanja Mues in dem Live-Hörspiel Pater Brown auf, das auf den Kriminalerzählungen von G. K. Chesterton in der Übersetzung von Stefanie Sick und Antoine Monot basiert. Sick verantwortet auch die künstlerische- sowie die Projektleitung.
Monot spricht die Titelrolle, Mues den Erzähler und Gegenspieler Flambeau. Ein Beatboxer erzeugt sämtliche Geräusche und Musik live auf der Bühne.
Die Produktion gastiert seit August 2025 in verschiedenen Theatern und Konzerthäusern in Deutschland und der Schweiz.
Antoine Monot wurde als Sohn des Komponisten und Dirigenten Jean-François Monot und der Schauspielerin Gisela Monot in Rheinbach geboren. Seine Eltern prägten durch ihre Berufe das künstlerische Umfeld seiner Kindheit. Er hat zwei Schwestern, Elise Hofner und Jeanne Monot. Die Familie zog während seiner frühen Jahre aufgrund der beruflichen Tätigkeiten der Eltern mehrfach um. Im Alter von sieben Jahren zog Antoine mit seiner Familie nach Loheland bei Fulda, wo seine Mutter eine Stelle als Erzieherin im Waldorf-Internat annahm. Monot wurde ebenfalls dort aufgenommen und blieb bis zu seinem Umzug nach Hochstadt im Internat. Mit 14 Jahren wechselte er an die Freie Waldorfschule in Frankfurt am Main und zog später nach Unterägeri in die Schweiz.
2015 wurde die Journalistin und HSE24-Moderatorin Stefanie Sick Monots Lebensgefährtin. Beide kannten sich schon seit den Dreharbeiten zur ARD-Sitcom Biggi im Mai 1998.
Mit 16 Jahren verließ Monot die Waldorfschule und begann 1990 ein Regiestudium an der Schauspielakademie Zürich, das er 1993 abschloss. Während seiner Schulzeit wurde er für den Kinofilm Tschäss unter der Regie von Daniel Helfer gecastet, mit Dreharbeiten in Zürich und Wuppertal. Danach spielte Monot bis 1996 Theater, zunächst in der freien Szene unter Volker Lösch. Lösch debütierte 1994 als Regisseur mit Gerettet und inszenierte mit Monot auch Vatermord und Der große B. Bald darauf trat Monot auch an etablierten Bühnen wie dem Schauspielhaus Zürich, dem Theater am Neumarkt Zürich und dem Theater Basel auf.
Ab 1996 widmete er sich verstärkt dem deutschen Film- und Fernsehgeschäft. Seine ersten Fernsehrollen übernahm er in SK-Babies und Alphateam. 1997 besetzte ihn Casting-Direktorin An Dorthe Braker für den Kinofilm Absolute Giganten von Sebastian Schipper. Die Dreharbeiten 1998 in Hamburg brachten ihm den Durchbruch. Der Film wurde von X-Filme Creative Pool produziert, und Monot spielte die Rolle des „Walter“ neben Frank Giering, Florian Lukas und Julia Hummer.
Es folgten viele Charakterrollen in renommierten Film- und Fernsehproduktionen, darunter Oliver Hirschbiegels Das Experiment (2001), Lammbock (2001) von Christian Zübert und Robert Schwentkes Eierdiebe (2003). Im Fernsehen trat er u. a. in Hat er Arbeit? von Kai Wessel und Wolfsheim von Nicole Weegmann auf. 2004 drehte er in Prag den Film Der Wixxer mit Bastian Pastewka, Oliver Kalkofe und Christoph Maria Herbst. 2005 spielte er in Till Franzens Die blaue Grenze die Hauptrolle „Momme Bief“ und war 2006 in der Komödie Schwere Jungs von Marcus H. Rosenmüller zu sehen. 2011 folgte die Verfilmung Resturlaub nach dem Roman von Tommy Jaud.
Von 2013 bis 2017 verkörperte Monot in der Werbekampagne der Technikmarktkette Saturn den schweigsamen Verkäufer „Tech-Nick“.
2014 spielte Monot in Who Am I – Kein System ist sicher und übernahm die Rolle des Anwalts Benjamin „Benni“ Hornberg in der Neuauflage von Ein Fall für zwei. Im selben Jahr war er als Gian in Der Kreis zu sehen.
2015 spielte er im Tatort Ihr werdet gerichtet, gedreht in Schweizerdeutsch, und synchronisierte seine Rolle für die ARD und den ORF auf Hochdeutsch. Für diese Leistung erhielt er 2016 den Schweizer Fernsehfilmpreis bei den 51. Solothurner Filmtagen.
Mit der Sketch-Comedy-Serie Knallerkerle, die 2017 auf Sat.1 startete, feierte Monot als Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent Erfolge. Die Serie war das männliche Pendant zu Martina Hills Knallerfrauen.
2024 übernahm Monot die Hauptrolle des Hauptkommissars Konrad Behringer in der Krimireihe Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi, die seitdem auf RTL ausgestrahlt wird. Die Serie spielt im fränkischen Bamberg und zeigt Behringer als gemütlich wirkenden Ermittler mit messerscharfem Verstand, der häufig von seinen Gegenspielern unterschätzt wird. Ihm zur Seite steht die junge Kommissarin Ela Jenning, dargestellt von Cosima Henman. Die ersten beiden Folgen, Feuerteufel und Fuchsjagd, wurden im Februar 2024 ausgestrahlt.
Aufgrund des Erfolgs der Reihe sind für 2025 zwei weitere Folgen mit den Titeln Antoniusfeuer und Romeo geplant.
1998 gründete Antoine Monot, Jr. die Creative Artists Management GmbH. Bis 2000 war er aktiv als Agent tätig, anschließend unterstützte er das Unternehmen beratend. Im Jahr 2005 wurde die Firma liquidiert.
2004 gründete Monot die Plattform TYPO3forum.net, eine der größten deutschsprachigen Communities rund um das Content-Management-System TYPO3. Er leitete die Plattform bis 2013.
Im Frühjahr 2005 initiierte er gemeinsam mit Karl Spoerri und Nadja Schildknecht das jährlich stattfindende Zurich Film Festival, für das er bis 2009 als künstlerischer Leiter fungierte. Parallel war Monot von 2008 bis 2009 bei Condor Films als Produzent für Spielfilmproduktionen tätig.