Ane Halsboe-Jørgensen (* 4. Mai 1983 in Fjerritslev als Ane Halsboe-Larsen) ist eine dänische Politikerin der Socialdemokratiet. Seit Juni 2026 ist sie Ministerin für Beschäftigung und Gleichstellung und seit 2011 Abgeordnete im Folketing.
Von Juni 2019 bis August 2021 war sie Ausbildungs- und Forschungsministerin, anschließend war sie bis Dezember 2022 die Ministerin für Kirche und Kultur Dänemarks. Von September 2022 bis Dezember 2025 war sie Arbeitsministerin und anschließend bis Juni 2026 die Steuerministerin Dänemarks.
Halsboe-Jørgensen ist die Tochter eines Gymnasiallehrers und einer Sozialarbeiterin. Sie studierte von 2004 bis 2009 Politikwissenschaft an der Universität Kopenhagen und schloss als cand. scient. pol. ab. Von 2009 bis 2011 arbeitete sie als Beraterin beim dänischen Gewerkschaftsbund Landsorganisationen i Danmark (LO). Bei der Parlamentswahl 2011 wurde sie für den Nordjyllands Storkreds erstmals in das dänische Parlament, das Folketing, gewählt. In der Zeit zwischen 2011 und 2019 war sie Mitglied des Fraktionsvorsitzes ihrer Partei. Von 2016 bis 2019 war sie außerdem die Vorsitzende des Ausschusses für Außenpolitik.
2018 veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrer Parteikollegin Pernille Rosenkrantz-Theil das Buch Det betaler sig at investere i mennesker (deutsch Es zahlt sich aus, in Menschen zu investieren). Darin kritisieren die beiden die Rechenmodelle des dänischen Finanzministeriums. Sie schlugen vor, in die Berechnungen jeweils auch die Konsequenzen von sozialen Ausgaben miteinfließen zu lassen.
Am 27. Juni 2019 wurde sie zur Ausbildungs- und Forschungsministerin Dänemarks in der Regierung Frederiksen I ernannt. Am 16. August 2021 wechselte sie in das Amt der Ministerin für Kirche und Kultur. Bei der Bildung der Regierung Frederiksen II wurde Halsboe-Jørgensen am 15. Dezember 2022 zur neuen Arbeitsministerin ernannt. Bei einer Kabinettsumbildung am 23. September 2025 übernahm sie das Steuerministerium von Rasmus Stoklund, während Kaare Dybvad ihr Nachfolger als Arbeitsminister wurde.
Am 3. Juni 2026 wurde sie Ministerin für Beschäftigung und Gleichstellung in der Regierung Frederiksen III.
Offizielle Website von Ane Halsbøe-Jørgensen (Memento vom 28. Juni 2019 im Internet Archive) (dänisch)
Biografie beim Folketing (dänisch)