An diesem Tag

Andy Rooney

US-amerikanischer Hörfunk- und Fernsehjournalist sowie Autor

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Andrew Aitken „Andy“ Rooney (* 14. Januar 1919 in Albany, New York; † 4. November 2011 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Hörfunk- und Fernsehjournalist sowie Autor. Er wurde als Humorist und Kommentator durch seinen Beitrag „A Few Minutes With Andy Rooney“ in 60 Minutes bekannt, der von 1979 bis 2011 wöchentlich ausgestrahlt wurde.

Andy Rooney besuchte die Albany-Akademie (New York) und studierte später an der Colgate University in Hamilton, wo er Mitglied der Studentenverbindung „Sigma Chi“ wurde. 1941 trat er der US-Armee bei und schrieb für die Stars and Stripes während des Zweiten Weltkrieges. Rooney veröffentlichte seine Erinnerungen an diese Zeit, die ihn als Schriftsteller und Journalist stark beeinflusst hat, in dem Buch „My War“, das 1997 erschienen ist.

Im Februar 1943 begleitete er als Korrespondent das Achte Air-Force-Geschwader beim ersten amerikanischen Bombenangriff auf Deutschland. Nach Ende des Krieges war Rooney einer der ersten amerikanischen Journalisten, der ein deutsches Konzentrationslager besuchte und darüber berichtete.

Rooney war Vater von drei Töchtern und einem Sohn. Emily Rooney arbeitet als Moderatorin der Sendung Greater Boston des öffentlich-rechtlichen Senders WGBH-TV in Boston. Sein Sohn, Brian Rooney arbeitet seit den 1980er Jahren als Korrespondent für ABC. Ellen Rooney, die Zwillingsschwester von Emily, lebt in London und arbeitet als Fotografin. Martha Rooney ist Leiterin der Pressestelle der National Library of Medicine. Seine Frau Marguerite, die mit ihm 62 Jahre verheiratet war, starb 2004 im Alter von 84 Jahren. Rooney lebte abwechselnd in Norwalk (Connecticut) sowie Rensselaerville im Bundesstaat New York.

Rooney kam 1949 zu CBS und arbeitete dort zunächst nur als Autor für die Sendung Arthur Godfrey's Talent Scouts, als Godfrey auf dem Höhepunkt seiner Karriere bei CBS war. Während Rooneys Mitarbeit erreichte sie 1952 Platz 1 in den Einschaltquoten. Im Folgenden schrieb er auch für Godfreys Radio- und Fernsehsendung Arthur Godfrey Time. Als Rooney begann für die Garry Moore Show zu schreiben, wurde auch diese zu einem Erfolg.

Laut einer CBS-News-Biografie schrieb Rooney An Essay on Doors, sein erstes Essays für das Fernsehen, 1964. Von 1962 bis 1968 arbeitete er mit dem späteren CBS-News Korrespondenten Harry Reasoner zusammen. Rooney schrieb und produzierte, während Reasoner die Beiträge moderierte. Aus der gemeinsamen Arbeit entstanden CBS News specials wie „An Essay on Bridges“ (1965), „An Essay on Hotels“ (1966), „An Essay on Women“ (1967) und „The Strange Case of the English Language“ (1968). Für „An Essay on War“ (1971) erhielt Rooney seinen dritten „Writers Guild Award“.

1968 gewann er für das Essay „Black History: Lost, Stolen, or Strayed“ im Rahmen CBS News special-Serie „Of Black America“ seinen ersten von insgesamt drei Emmys.

„A Few Minutes with Andy Rooney“

Neben seinen regelmäßigen Arbeiten als Korrespondent startete er 1979 sein eigenes „End-of-Show“-Programm „A Few Minutes with Andy Rooney“, in dem er satirisch auf triviale Fragen des Alltags einging. Er thematisierte unter anderem die Kosten für Lebensmittel, lästige Verwandte oder sinnlose Weihnachtsgeschenke. Gerne gab er auch skurrile Aufzählungen wie z. B. von Milcharten, Mineralwasser-Handelsmarken, Automobil-Herstellern oder die Namen von Sportteam-Maskottchen zum Besten. Rooneys formelhafte Art zu sprechen wird häufig parodiert.

In den vergangenen Jahren gab er seinen Berichten eine stärker politische Richtung. So äußerte sich Rooney kritisch gegenüber George W. Bush bezüglich des Irakkrieges. Obwohl für seine politischen Statements bekannt, bezeichnete sich Rooney selbst als einen Schriftsteller, der sich im Fernsehen zu Wort meldet.

Seine kürzeren TV-Essays wurden in zahlreichen Büchern wie Common Nonsense (2002) und Years of Minutes (2003) publiziert. Rooney schrieb regelmäßig Kolumnen, die in diversen Zeitungen in den USA erschienen. Für die insgesamt rund 1000 Essays erhielt er den „Lifetime Achievement Emmy“.

Rooney produzierte insgesamt 1097 Ausgaben seines Programms. Sein letzter Beitrag lief am 2. Oktober 2011, nur vier Wochen vor seinem Tod. Er kündigte an, sich nicht zur Ruhe zu setzen und gelegentlich wieder in dem Programm erscheinen zu wollen.

Er starb einen Monat später, nachdem er wegen Komplikationen bei einer kleineren Operation ins Krankenhaus musste.

Rooney machte sich in seinen Leitartikeln regelmäßig über „das Konzept Gott“ und alle Formen „organisierter Religion“ lustig. Ein bekanntes Beispiel dafür ist eine Serie von Kommentaren zu Mel Gibsons Spielfilm Die Passion Christi. Er selbst bezeichnete sich als Agnostiker.

Rooney wurde vorgeworfen, bewusst das Wort Neger („Negro“) zu verwenden, ohne sich um dessen negativ besetzte Wirkung zu kümmern. Er äußerte sich dazu wie folgt:

1992 schrieb er in einer Kolumne, es sei dumm, wenn sich die Indianer Nordamerikas darüber beschweren würden, wenn Sportteams Namen wie Redskins verwenden. „Deren eigentliches Problem ist doch, dass wir den Indianern das Land weggenommen haben. Sie wollen es zurück, aber wir werden es ihnen nicht geben. Wir fühlen uns schuldig, und wir werden tun, was wir können, um unsere Schuld wiedergutzumachen, aber sie können nicht ihr Land zurückbekommen. Nächste Frage!“.

1994 kommentierte Rooney den Selbstmord von Kurt Cobain. Nachdem er festgestellt hatte, dass er nie von Kurt Cobain oder der Band Nirvana gehört hatte, sagte er:

Rooney bezeichnete diese Äußerungen später als „unfair“, entschuldigte sich dafür aber nie.

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