Andreas Sebastian Stenglein (* 20. Januar 1929 in Gaustadt, seit 1972 Stadtteil von Bamberg; † 5. Januar 2025 ebenda) war ein deutscher Kommunalpolitiker (SPD), Beamter und Autor heimatkundlicher und zeitgeschichtlicher Arbeiten.
Stenglein besuchte die Volksschule Gaustadt und das Alte Gymnasium Bamberg. Anschließend legte er 1950 beim Arbeitsamt Bamberg die Prüfung für den gehobenen Verwaltungsdienst ab und studierte später an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Nürnberg. Beruflich war er als verbeamteter Rechnungsprüfer beim Arbeitsamt in Bamberg tätig.
Stenglein engagierte sich früh gewerkschaftlich. So war er zunächst in der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) aktiv. Im Jahr 1955 trat er der SPD bei und war zwischen 1958 und 1966 (3. Dezember 1958 bis 25. November 1962 und 28. Januar 1963 bis 20. November 1966) für die Partei Mitglied des Bayerischen Landtags und in den Jahren 1957 bis 1972 Kreisvorsitzender der SPD von Bamberg-Land. Von 1959 bis 1961 fungierte er als Landesvorsitzender der Jungsozialisten in Bayern.
Neben seinem zwölfjährigen Engagement im Kreistag von Bamberg (1960–1972) war Stenglein in den Jahren 1966 bis 1972 letzter Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinde Gaustadt.
Stenglein war seit 2013 verwitwet, römisch-katholisch und hatte drei Kinder. Er war der letzte lebende Abgeordnete der 5. Wahlperiode des bayerischen Landtags. Er starb am 5. Januar 2025 und wurde auf dem Friedhof in Gaustadt beerdigt. Zu seiner Ehren soll das Sportzentrum Gaustadt in Andreas-Stenglein-Sportzentrum umbenannt werden.
Andreas Stenglein in der Parlamentsdatenbank beim Haus der Bayerischen Geschichte, hier mit zusätzlichen Details
Dietfried Fösel: Andreas Stenglein feiert seinen 80. Geburtstag. In: Fränkischer Tag vom 20. Januar 2009
Dietfried Fösel: 90. Geburtstag: Bis heute ein engagierter Zeitgenosse. In: Fränkischer Tag vom 19. Januar 2019