An diesem Tag

Andreas Seppi

Italienischer Tennisspieler

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Andreas Seppi ([anˈdreːas ˈsɛppi] * 21. Februar 1984 in Bozen, Südtirol) ist ein ehemaliger italienischer Tennisspieler, der aus Kaltern an der Weinstraße stammt und in Boulder (Colorado) lebt. Er gewann mit den Eastbourne, Belgrad und Moskau drei Einzeltitel auf der ATP Tour, wodurch er der erste Italiener ist, der auf jedem Belag jeweils ein Turnier der ATP Tour gewann. Auch verlor er auf allen drei Belägen ein Finale. Bei Grand-Slam-Turnieren erreichte er außer bei den US Open (3. Runde) mit dem Achtelfinale je sein bestes Resultat.

Seppi ist am 21. Februar 1984 in Bozen geboren und in Kaltern aufgewachsen. Seppi hat eine jüngere Schwester und begann 1995 ernsthaft Tennis zu spielen, als Massimo Sartori sein Trainer wurde, mit dem er bis heute zusammenarbeitet. 2012 lernte Seppi die Grödnerin Michela Bernardi (* 1994) kennen und heiratete sie am 10. September 2016. Im Februar 2020 wurde Seppi erstmals Vater einer Tochter. Mit seiner Familie lebt er in Boulder (Colorado).

Seine größten Erfolge waren der Titelgewinn beim ATP-250er-Turnier von Eastbourne 2011 und bei den Turnieren von Belgrad und Moskau im Jahr 2012. Zudem erreichte er 2007 in Gstaad, wo er sich Paul-Henri Mathieu in drei Sätzen geschlagen geben musste, sowie 2012 in Eastbourne und in Metz jeweils das Finale.

2001 spielte Seppi seine ersten ITF-Turniere und gewann die ersten Weltranglistenpunkte. 2002 wechselte Seppi ins Profilager und spielte Turniere der ATP Challenger Tour, er beendete das Jahr auf Platz 353 (Doppel: 345).

2003 spielte Seppi auch einige Turniere der ATP Tour. Das Jahr beendete er auf Position 240. 2004 konnte er sich erstmals für ein Grand-Slam-Turnier qualifizieren. Bei den US Open konnte er den an Position 11 gesetzten Rainer Schüttler besiegen und das Jahr auf Rang 146 beenden. Erstmals in die Top 100 rückte Seppi am 16. Mai 2005 vor (Platz 77); er musste sich erst im Viertelfinale des ATP-Masters-Turniers von Hamburg dem späteren Finalisten Richard Gasquet geschlagen geben. Das Jahr beendete Seppi auf Platz 68. 2006 begann er mit einem Viertelfinale beim ATP-Turnier in Adelaide und einem Halbfinale in Sydney, wo er im Viertelfinale Titelverteidiger Lleyton Hewitt besiegte. So verbesserte er sich im Ranking auf Platz 51, das Jahr beendete er auf Rang 74. 2007 konnte Seppi sein Topranking nach dem Halbfinale bei der BA-CA TennisTrophy in Wien und der zweiten Runde beim Paris Masters im November 2007 nochmals auf 49 verbessern und das Jahr auf Platz 50 (659 ATP-Punkte) beenden.

Auf der ATP Challenger Series gewann Seppi in Bergamo sowohl die Einzel- als auch (zusammen mit Davis-Cup-Partner Simone Bolelli) die Doppelkonkurrenz. Das Jahr begann er mit 659 ATP-Punkten und Rang 50 (Rang drei in Italien).

Mit der Veröffentlichung des ATP-Rankings vom 12. Mai 2008 wurde er dank der Punkte für den Erstrundensieg beim Masters von Rom zur Nummer 1 der Herren in Italien. Beim Masters in Hamburg setzte er seine Erfolgsserie fort, er scheiterte erst im Halbfinale an Roger Federer. Mit 150 Punkten für die dritte Runde in Wimbledon erreichte er erstmals mehr als 1000 ATP-Punkte (1055) und Platz 27 der Weltrangliste.

Als bester Spieler Italiens wurde Seppi auch für das olympische Turnier in Peking nominiert, im Einzel und mit Simone Bolelli im Doppel. Im Einzel scheiterte er in der zweiten Runde an Tomáš Berdych und im Doppel in Runde eins an den späteren Olympiasiegern Roger Federer und Stan Wawrinka. Beim ATP New Haven stand er im Viertelfinale. Bei den US Open erreichte er die dritte Runde, in der er Andy Roddick unterlag. Das Jahr 2008 beendete Seppi mit 910 Punkten und Rang 35.

Bei den Australian Open schied er in der ersten Runde gegen Federer aus; im Doppel erreichte er mit Bolelli das Viertelfinale. Am 9. August 2009 gewann Seppi zum zweiten Mal in seiner Karriere ein Turnier der Challenger-Serie; in San Marino besiegte er als Topgesetzter in 2 Stunden und 20 Minuten seinen Landsmann Potito Starace mit 7:64, 2:6, 6:4.

Mit Bolelli erreichte er auch das Achtelfinale der US Open, dagegen konnte er die Vorjahrespunkte im Einzel nach seinem Scheitern in Runde eins an Philipp Kohlschreiber nicht verteidigen. Insgesamt gewann Seppi 2009 zehn Doppelpartien, er erreichte am Jahresende Rang 78. Mit insgesamt 90 Punkten aus den letzten beiden ATP-1000-Turnieren der Saison kam er am Jahresende auf 900 ATP-Punkte und Rang 49 der Einzel-Weltrangliste. Zum Ausklang entschloss er sich zur Teilnahme an der italienischen Clubmeisterschaft mit Capri, wo mit Potito Starace und Filippo Volandri zwei weitere Topspieler unter Vertrag standen. Mit diesen Profis gewann der Klub erneut die Meisterschaft.

Für das Jahr 2010 hatte sich Seppi einiges vorgenommen; er gab daher im Februar seinen vorläufigen Rücktritt aus dem Daviscupteam bekannt. Zu Beginn des Jahres (bis 22. März) konnte er die Punkte im Einzel verteidigen und konstant bei 900 Punkten bleiben. Danach erlebte Seppi eine kleine Durststrecke, als er auf der ATP Tour nie über die zweite Runde hinauskam. Bei einem Challenger-Turnier in Turin (Juni) verletzte er sich an der Schulter und musste in der zweiten Runde (Doppel: Viertelfinale) aufgeben. Beim ATP Båstad stieg Seppi wieder in die Tour ein und erreichte das Viertelfinale, in dem er in drei Sätzen gegen Titelverteidiger Robin Söderling verlor, obwohl er zweimal zum Satzgewinn aufschlug. Im Doppel mit Simone Vagnozzi erreichte er das Finale.

Bei den German Open in Hamburg erreichte Seppi zum zweiten Mal das Halbfinale (das siebte Mal insgesamt), das er gegen die Nummer drei des Turniers, Jürgen Melzer, in zwei Sätzen verlor.

Beim Turnier im kroatischen Umag erreichte Seppi beim zweiten Turnier in Folge das Halbfinale. Beim Turnier der ATP Challenger Tour in Kitzbühel war er wie im Jahr zuvor in San Marino topgesetzt und konnte das Turnier gewinnen. Beim ATP-500-Turnier in Tokio erreichte er im Einzel nur die zweite Runde, im Doppel zog er mit Dmitri Tursunow ins Finale ein, das sie mit 3:6, 2:6 klar verloren. Bei den Shanghai Masters scheiterte Seppi im Achtelfinale gegen Federer, nachdem er in der ersten Runde den an 14 gesetzten Marin Čilić 6:2, 6:2 besiegt hatte. Mit den 90 Punkten aus Shanghai stieg Seppi wieder in die Top 50 auf und übernahm erneut die Führung in der italienischen Rangliste. Bei den Hallenturnieren von Wien, Stockholm und Valencia konnte Seppi nur einen Sieg verbuchen (in Wien gegen Martin Fischer). Beim Paris Masters scheiterte er sogar in der ersten Runde der Qualifikation. Seppi beendete die Saison damit wie 2009 mit 900 Punkten auf Rang 52 als zweitbester Italiener.

Beim ersten Turnier des Jahres in Doha verlor er seine Auftaktpartie gegen Philipp Kohlschreiber, er erreichte allerdings mit Daniele Bracciali das Finale im Doppel, das sie gegen Marc López und Rafael Nadal verloren. Bei den Australian Open bezwang Seppi Arnaud Clément zum Auftakt in fünf Sätzen. In der zweiten Runde musste er sich Jo-Wilfried Tsonga in drei Sätzen geschlagen geben, wobei er zwei Tie-Breaks verlor. Im Doppel konnte Seppi mit dem neuen Partner Dudi Sela nicht an den Vorjahreserfolg anknüpfen, sie scheiterten in Runde eins.

Nach Australien legte er wie im Vorjahr eine kleine Pause ein, er spielte dann zum dritten Mal das Challenger in Bergamo. Er gewann das Turnier zum zweiten Mal (nach 2008) und musste nur im Finale einen Satz abgeben. Dank der 90 Punkte verbesserte sich Seppi mit 980 Punkten auf Platz 47 der Rangliste. Bei den folgenden zwei Turnieren musste er nur die 20 Punkte für die zweite Runde in Marseille verteidigen; durch die Prämie für den Erstrundensieg stieg die Summe seiner Preisgelder dann auf über drei Millionen Dollar. Bei den Sony Ericsson Open in Miami gab Seppi in der zweiten Runde gegen Oleksandr Dolhopolow beim Stande von 1:6, 3:5 auf. Die Verletzung des Mittelfußknochens zwang ihn drei Turniere abzusagen. Das AEGON International 2011 in Eastbourne, das zur ATP World Tour 250 zählt, gewann er dann mit einem Endspielsieg über Janko Tipsarević, der im dritten Satz beim Stande von 5:3 für Seppi aufgab. Im Doppel erreichte er mit Grigor Dimitrow das Finale, das einen Tag später im Londoner Stadtteil Roehampton, wo parallel auch die Qualifikation für das Wimbledon-Turnier stattfand, gespielt wurde, wo Seppi zuvor bereits das Halbfinale und das Finale in der Einzelkonkurrenz bestritten hatte; sie unterlagen mit 3:6 und 3:6. Im Einzel machte Seppi 13 Plätze gut und erreichte Platz 38.

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