Andreas Maier (* 1. September 1967 in Bad Nauheim) ist ein deutscher Schriftsteller.
Andreas Maier studierte Altphilologie, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. In seiner Dissertation aus dem Jahr 2002 setzt sich Andreas Maier mit dem österreichischen Autor Thomas Bernhard auseinander (veröffentlicht als Die Verführung. Die Prosa Thomas Bernhards).
Maiers Werke spielen bevorzugt in der Wetterau, in Tirol oder Frankfurt und thematisieren gedankenlose Sprachkultur und (fehlgeleiteten) politischen Aktionismus. Maier äußert sich auch in Zeitungsartikeln und seinen Poetikvorlesungen zu Fragen der Politik, des Umweltschutzes und der richtigen Lebensführung.
Er schreibt für die Literaturzeitschrift Volltext die Kolumne Neulich. 2010 erschienen diese Kolumnen über seinen Onkel gesammelt in Onkel J. Heimatkunde. Seine Romane wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt. Maier lebte in Brixen, Frankfurt am Main, seit Frühjahr 2014 mit seiner Frau, der Theologin Christine Büchner, in Hamburg und aktuell wieder in Frankfurt am Main. Er ist seit 2005 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und seit 2015 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg.
2000: Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb
2000: Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung
2003: Stipendium Künstlerhof Schreyahn
2006: Stipendium der Villa Massimo
2007: Jahresstipendium Deutscher Literaturfonds
2009: Robert-Gernhardt-Förderpreis
2010: Wilhelm-Raabe-Literaturpreis
2011: Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis
2011: Sepp-Schellhorn-Stipendium
2015/2016: Arno-Schmidt-Stipendium
2003 trat Maier die Mainzer, 2006 die Frankfurter Poetikdozentur an. 2007 hatte er die Poetikdozentur Junge Autoren der Fachhochschule Wiesbaden inne. Die Frankfurter Vorlesungen wurden unter dem Titel Ich (2006) veröffentlicht. 2024 tritt Andreas Maier die Heidelberger Poetikdozentur an.
Wäldchestag. Roman. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-41172-1.
Klausen. Roman. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-41340-6.
Die Verführung. Wallstein Verlag, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-859-0 (Die Prosa Thomas Bernhards).