An diesem Tag

Andreas Kim Taegon

Koreas erster römisch-katholischer Priester

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Der heilige Andreas Kim Taegon (* 21. August 1821 in Taegon, Korea; † 16. September 1846 in Seoul) war Koreas erster römisch-katholischer Priester. Er wurde während der vierten koreanischen Christenverfolgung (Byeongoh Verfolgung) wegen seines Glaubens hingerichtet. Zusammen mit 103 anderen Katholiken, darunter Priester, Laien und seinem eigenen Vater, wurde er am 6. Mai 1984 von Papst Johannes Paul II. während dessen Pastoralbesuch in Seoul heiliggesprochen. Sein Gedenktag zusammen mit den anderen koreanischen Märtyrern ist der 20. September, sein eigener am 16. September. Zusammen mit den anderen Heiligen ist er zum Patron des Weltjugendtages 2027 in Seoul ernannt worden.

Der katholische Glauben wurde – beginnend mit dem Anfang des 17. Jahrhunderts – zunächst vor allem durch Laien nach Korea gebracht. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts kamen die ersten Missionare nach Korea, die zu ihrer Überraschung schon Christen vorfanden.

Kim Taegon stammt aus einer koreanischen Adelsfamilie. Seine Eltern waren Konvertiten und sein Vater Ignatius Kim Chejun erlitt 1839 aufgrund seines im konfuzianischen Korea verfolgten christlichen Glaubens den Märtyrertod und wird später zeitgleich mit seinem Sohn heiliggesprochen werden. Kim wird 1836 im Alter von 15 Jahren von Pierre Maubant, einem französischen Priester der Société des Missions Etrangères de Paris (Gesellschaft der ausländischen Missionen zu Paris), der ebenfalls 1839 das Martyrium erleidet, getauft und nimmt den Namen Andreas an. Danach studiert er in einem Priesterseminar in Macau und empfängt 1845 vom französischen Bischof Jean-Joseph Ferréol in Shanghai die Priesterweihe. Danach kehrt er nach Korea zurück, um den Katholiken dort pastoral beizustehen, deren Glaube durch die Verfolgungen auf eine harte Probe gestellt wird. Er arbeitet auch daran, Missionare über sichere Routen nach Korea zu schleusen.

Da er die lokalen Gegebenheiten gut kennt, wirkt er erfolgreich in Korea. 1846 bittet ihn Monsignore Ferréol Briefe zum Bischof von Peking zu bringen, damit er sie nach Europa weiterleiten kann. Als er das chinesische Boot bestieg, wurde er entdeckt und festgenommen. Nachdem er vom Mandarin (hochrangiger chinesischer Beamte) verhört worden war, wurde er ins Gefängnis geworfen. Da er aus einer Adelsfamilie stammt, bot ihm der Gouverneur an, dem Glauben abzuschwören, was Andreas Kim auch unter schwerer Folter verweigerte. Im Alter von 25 Jahren wurde er am 16. September 1846 in Seoul enthauptet.

1925 wurde Andreas Kim Taegon seliggesprochen. Am 6. Mai 1984 sprach ihn Papst Johannes Paul II. zusammen mit 102 weiteren koreanischen Märtyrern heilig, darunter auch Paul Chong Hasang. Die gesamte Gruppe wird auch als "Heiliger Andreas Kim Taegon und Gefährten" bezeichnet. Ihr aller Gedenktag ist der 20. September. Andreas Kim Taegon ist der Patron der koreanischen Geistlichen und des Päpstlichen Koreanischen Kollegs in Rom. Dargestellt wird oft mit einer roten Stola, die ihn als Priester und Märtyrer ausweist. Eine Gedenkstätte befindet sich in Jeoldusan (Hügel der Märtyrer), Seoul. Am 16. September 2016 wurde eine Statue von ihm auf der Fassade des Petersdoms eingeweiht. Gemeinsam mit seinen Gefährten ist er ebenfalls einer der Patrone des Weltjugendtages 2027, der erstmals in Südkorea stattfindet.

Johannes Madey: Kim, André. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 3, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2, Sp. 1482–1483.

Literatur von und über Andreas Kim Taegon im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Die Bedeutung des Heiligtum Solmoe (Memento vom 19. August 2014 im Internet Archive)

Eintrag zu Andreas Kim Taegon auf gcatholic.org (englisch)

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