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Andreas Florens Rivinus

Deutscher Rechtswissenschaftler

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Andreas Florens Rivinus (* 10. August 1701 in Leipzig; † 12. September 1761 in Wittenberg) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Der Sohn des Quintus Septimius Florens Rivinus und dessen Frau Johanna Sophia, die Tochter von Abraham Birnbaum, wurde anfänglich von Hauslehrern unterrichtet. Er besuchte das kurfürstliche Landesgymnasium Schulpforta und immatrikulierte sich 1718 an der Universität Leipzig. Hier erwarb er am 20. Februar 1721 den höchsten philosophischen Grad eines Magisters und wird 1724 Hofmeister beim Grafen Gustav Ferdinand von Solms († 4. Dezember 1725) in Sonnewalde. Nach dem Tod seines Dienstherrn unternahm er eine Bildungsreise, die ihn auf die holländischen Universitäten führte.

An der Universität Utrecht promovierte er am 22. November 1726 zum Doktor der Rechtswissenschaften, kehrte nach Leipzig zurück und hielt dort ab 1727 juristische Vorlesungen. 1731 wurde er Advokat am Oberhofgericht, 1737 dort Armenadvokat und nahm 1739 eine Berufung als Professor der Instituten an die Universität Wittenberg an. Damit war ein Beisitz des Hofgerichts und des Schöppenstuhls in Wittenberg verbunden.

Nachdem er 1742 Hofrat geworden war, stieg er 1745 in die Professur der Digesti Infortiati et Novi auf, wurde 1748 Assessor am Wittenberger Konsistorium und übernahm 1752 die Professur der Digesti veteris. Rivinus wurde in Wittenberg auch in organisatorische Aufgaben eingebunden. So hat er 1755 das Interimsordinat der juristischen Fakultät übernommen, war Interimsdirektor des Konsistoriums, zehn Mal Dekan der juristischen Fakultät und verwaltete in den Sommersemestern 1743, 1747, 1753 und 1759 das Rektorat der Hochschule.

Rivinus verstarb unverheiratet in Wittenberg, in den Abendstunden des 12. September 1761, wie dies der Eintrag im Wittenberger Totenbuch vom 13. September belegt. Sein Leichnam wurde in der Wittenberger Schlosskirche beigesetzt.

Rivinus hat verbunden mit seiner Arbeit an der Leipziger und an der Wittenberger Universität sowie seiner Tätigkeit im sächsischen Staatsdienst eine reiche Fülle an Schriften hinterlassen So trat er 1733 in Leipzig auch als Herausgeber der Praelectiones iuris civilis secundum Institutiones et Digesta. Von Ulrichs Huber auf. Nachfolgend sind einige Schriften von ihm erfasst.

Harmonia juris civilis cum naturali aequitate ostensa in doctrina de quaestionibus per tormenta. (Resp. Carolus Henricus Kirsten) Titius, Leipzig 1723. (Digitalisat)

(Als Respondent) Disputatio juridica inavgvralis, de emtionis venditionis & alienationis natura ac differentia ad l. LXVII. D. de V.S. Water, Utrecht 1726. (Digitalisat)

Paroemia iuris: qui non habet in aere, luat in copore. (Resp. Erdmann Gottlieb Püchler) Titius, Leipzig 1728. (Digitalisat)

Theses Ivris Controversi Secvndvm Ordinem Pandectarvm, In Vsvm Avditorvm In Collegio Dispvtatorio Privato. Schuster, Leipzig 1729. (Digitalisat)

Diaputationem Juridicam de retentione ususfructus eiusque effectu. (Resp. Johann Gottfried Neumann) Breitkopf, Leipzig 1730. (Digitalisat)

Dispvtationem Jvridicam De Manvali Administratorvm, von Rechnungs-Manual. (Resp. Johannes Gottfries Schwope) Breitkopf, Leipzig 1731. (Digitalisat)

Singularia M. Aurelii Antonini Philosophi Iurisprudentiae Capita. (Resp. Quirinus Gottfried Schacher) Langenhem, Leipzig 1732. (Digitalisat)

Dissertatio Iuris Civilis De Muliere Quaestuaria. (Resp. Johann Ludwig Langguth) Langenhem, Leipzig 1733. (Digitalisat)

Disputatio iuridica De poena periurii iuris ciuilis et patrii. (Resp. Christian Gottfried Reinhardt) Langenhem, Leipzig 1733. (Digitalisat)

Disputatio iuridica De praediis quae vulgo Lass-Güther appellantur. (Resp. Christian Gottlob Rietschier) Breitkopf, Leipzig 1735. (Digitalisat)

De Lege Visellia, occasione Tit. Cod. ad L. Viselliam, dissertatio iuridica. Leipzig 1736.

Dispvtatio Ivridica De Bonis Principis Patrimonialibvs. (Resp. Christian Friedrich Schilling) Breitkopf, Leipzig 1737. (Digitalisat)

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