André Renard (geboren am 14. Juni 1861 in Nevers; gestorben am 11. Oktober 1944 in Clamecy) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.
André Renard begann sein Berufsleben als Apotheker in Clamecy und trat bald als lokale Persönlichkeit hervor. Er gründete verschiedene lokale landwirtschaftliche Verbände, wurde Präsident des Handelsgerichts und später Bürgermeister der Stadt.
Nach einer Niederlage 1902 wurde er 1906 zum Abgeordneten des Départements Nièvre gewählt. Dort saß er bis 1924; zunächst als Vertreter der Gauche radicale, dann für die Parti républicain, radical et radical-socialiste (beides trotz ihres Namens Organisationen, die der politischen Mitte zuzurechnen sind).
1917 war er Minister für Arbeit und Sozialfürsorge im ersten Kabinett von Paul Painlevé.
Renard wurde als Ritter der Ehrenlegion und als Officier de l’Instruction publique ausgezeichnet.
André, Marie, Jacques Renard. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 17. März 2026 (französisch).
Angaben zu André Renard in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.