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André Lefèvre (Politiker)

Französischer Politiker, Mitglied der Nationalversammlung

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André Joseph Lefèvre (geboren am 17. Juni 1869 in Paris; gestorben am 5. November 1929 ebenda) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.

André Lefèvre war der Sohn eines Eisenbahningenieurs und studierte an der Ecole des mines (Bergbauhochschule). Er engagierte sich in der Lokalpolitik und stand dabei dem sozialistisch orientierten René Viviani nahe. In dieser Zeit war er auch Mitarbeiter der sozialistischen Zeitung La Petite République. Ab 1895 war er Stadtrat, von 1907 bis 1908 dessen Präsident und von 1904 bis 1910 Generalrat der Seine. 1910 wurde er in die Abgeordnetenkammer gewählt. Er gehörte zunächst eher linksstehenden Gruppierungen wie der Parti républicain-socialiste und der Fédération des gauches an, näherte sich später aber eher den gemäßigten Rechten (Alliance démocratique). Im Parlament saß er bis 1924.

Bereits 1910 berief ihn Aristide Briand als Sous-secrétaire d’État für Finanzen in sein Kabinett. Im Ersten Weltkrieg arbeitete er neben seiner Abgeordnetentätigkeit an der Erforschung und Entwicklung von Sprengstoffen. 1920 fungierte er in den drei aufeinander folgenden Kabinetten Millerand I und II und Leygues als Kriegsminister.

Lefèvre wurde 1922 als Kommandeur der Ehrenlegion ausgezeichnet.

André, Joseph Lefèvre. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 19. April 2026 (französisch).

Lefèvre, André. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).

Angaben zu André Lefèvre in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.

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