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Anastassija Sergejewna Pawljutschenkowa

Russische Tennisspielerin

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Anastassija Sergejewna Pawljutschenkowa (russisch Анастаси́я Серге́евна Павлюче́нкова, englische Transkription Anastasia Sergeyevna Pavlyuchenkova; * 3. Juli 1991 in Samara, damals Russische SFSR, Sowjetunion) ist eine russische Tennisspielerin.

Pawljutschenkowa wurde im Alter von sechs Jahren von ihrer sportlichen Familie (der Vater gehörte zur nationalen Spitzenklasse im Kanusport, die Mutter war Schwimmerin) an den Tennissport herangeführt. Ihre Großmutter war sowjetische Nationalspielerin im Basketball, ihr Großvater war im gleichen Sport als Schiedsrichter auf internationalem Niveau tätig. Daneben hat sie einen älteren Bruder Alexander Pawljutschenkow, der ebenfalls Profispieler ist. In der Weltrangliste der WTA im Einzel erreichte sie im November 2021 ihre höchste Position, den 12. Platz, diesen hatte sie auch im Oktober 2021 inne. Im Doppel stand sie im September 2013 am höchsten, auf dem 21. Platz.

Juniorinnen-Laufbahn: 2006 bis 2008

Bereits als Juniorin hatte Pawljutschenkowa große Erfolge vorzuweisen und erreichte im Juni 2006 die Führungsposition der Junioren-Tennisweltrangliste. 2006 gewann sie sowohl die Juniorinnenkonkurrenz der Australian Open, bei denen sie sich im Endspiel gegen Caroline Wozniacki durchsetzte, sowie den Nachwuchswettbewerb der US Open nach einem Finalerfolg über Tamira Paszek. Im Jahr darauf verteidigte sie ihren Titel in Melbourne im Endspiel gegen Madison Brengle und blieb im gesamten Turnierverlauf ohne Satzverlust.

Im Doppel ist sie gar fünffache Juniorinnen-Grand-Slam-Siegerin. 2006 siegte sie an der Seite von Sharon Fichman bei den Australian Open sowie den French Open, in Wimbledon triumphierte sie gemeinsam mit ihrer Landsfrau Alissa Kleibanowa. Im Jahr darauf wiederholte sie in London ihren Titel zusammen mit Urszula Radwańska. 2008 siegte sie dann nochmals bei den Australian Open mit Xenija Lykina.

Frühe Jahre auf der WTA Tour: 2006 bis 2008

Bereits 2005 trat sie erstmals bei einem Turnier der ITF Women’s World Tennis Tour an und gewann 2006 ihren ersten Profititel. Im selben Jahr debütierte sie beim Kremlin Cup in Moskau im Hauptfeld eines WTA-Turniers, nachdem sie von den Veranstaltern eine Wildcard erhalten hatte, verlor dort jedoch zum Auftakt gegen Nicole Vaidišová. 2007 startete sie in Melbourne erstmals in der Qualifikation eines Grand-Slam-Turniers und schied in der Schlussrunde aus. von den Organisatoren von Wimbledon bekam sie aufgrund ihrer Erfolge im Juniorenbereich eine Wildcard für die Hauptrunde verliehen; in der ersten Runde konnte sie gegen Daniela Hantuchová allerdings nur ein Spiel gewinnen.

Anfang 2008 gewann Pawljutschenkowa ihren ersten zwei ITF-Titel der $25.000-Kategorie, bevor sie in Fès gegen Fatima El Allami ihren ersten Sieg in der Hauptrunde eines WTA-Turniers verbuchen konnte. Gemeinsam mit Sorana Cîrstea, gegen die sie in der zweiten Runde des Einzelwettbewerbs ausschied, konnte sie anschließend im Doppel ihren ersten WTA-Titel erringen. Bei den French Open gelang ihr im Anschluss erstmals die erfolgreiche Qualifikation fürs Hauptfeld, in dem sie nach einem Auftakterfolg über Maria-Emilia Salerni auf Anhieb die zweite Runde erreichte, in der sie Flavia Pennetta unterlag. In Wimbledon rückte Pawljutschenkowa im Anschluss als Qualifikantin sogar erstmals in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers vor, bevor sie von Agnieszka Radwańska gestoppt wurde. Sie beendete die Saison auf der ITF-Tour mit zwei Turniersiegen der $100.000-Kategorie in Folge in Poitiers und Bratislava und schloss die Saison damit erstmals in den Top 50 der Weltrangliste ab.

Aufstieg in die Weltspitze: 2009 bis 2011

Ihren internationalen Durchbruch erlebte Pawljutschenkowa 2009 beim Premier Mandatory-Turnier in Indian Wells, wo sie ohne Satzverlust bis ins Halbfinale vorstieß und dabei mit Jelena Janković und Agnieszka Radwańska erstmals zwei Top-10-Spielerinnen schlug, ehe sie sich Ana Ivanović geschlagen geben musste. Im weiteren Jahresverlauf erzielte sie auch bei den French Open die dritte Runde und stand gegen Saisonende in Peking noch einmal im Viertelfinale eines großen Turniers, in dem sie Swetlana Kusnezowa unterlag, nachdem sie in der zweiten Runde Venus Williams besiegt hatte. 2010 erzielte Pawljutschenkowa zunächst in Dubai das Viertelfinale, bevor sie in Monterrey, nach Endspielsieg gegen Daniela Hantuchová, und danach in Istanbul durch einen Finalerfolg über Jelena Wesnina ihre ersten beiden WTA-Einzeltitel erringen konnte. Anschließend stieß sie in Cincinnati ins Halbfinale vor, in dem sie sich Marija Scharapowa in drei Sätzen geschlagen geben musste, und kam bei den US Open zum ersten Mal ins Achtelfinale, das sie gegen Francesca Schiavone verlor. Durch die Erfolge rückte Pawljutschenkowa im Ranking zwischenzeitlich bis in die Top 20 vor und qualifizierte sich für das Tournament of Champions auf Bali, wo sie nach einer glatten Niederlage gegen die spätere Siegerin Ana Ivanović in der ersten Runde ausschied.

Zum Auftakt der Saison 2011 erreichte sie in Brisbane das Halbfinale im Einzel und gewann anschließend gemeinsam mit Alissa Kleibanowa die Doppelkonkurrenz. Danach verteidigte sie im Endspiel gegen Jelena Janković ihren Titel in Monterrey und kam in Madrid nach einem Sieg über Samantha Stosur ins Viertelfinale, in dem sie an Julia Görges scheiterte. Anschließend rückte sie bei den French Open erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in die Runde der letzten Acht vor und erzielte dabei im Achtelfinale gegen die Weltranglistendritte Wera Swonarjowa ihren bis dahin größten Sieg. Im Viertelfinale musste sie sich dann abermals Francesca Schiavone geschlagen geben. Am 4. Juli erzielte Pawljutschenkowa mit Platz 13 ihre bis heute höchste Platzierung in der Weltrangliste. Bei den US Open stand sie dann zum zweiten Mal in einem Grand-Slam-Viertelfinale, wobei ihr im Achtelfinale die Revanche gegen die Italienerin gelang, bevor sie im darauffolgenden Match gegen Serena Williams verlor. Zum Ende der Saison erreichte sie in Peking erneut das Viertelfinale und schloss das Jahr erstmals unter den besten 20 der Welt ab.

2012 fiel Pawljutschenkowa nach einem schwächeren Jahr mit insgesamt acht Erstrundenniederlagen aus den Top 30 im Ranking heraus. Ihr bestes Einzelresultat erreichte sie in Washington, wo sie im Endspiel gegen Magdaléna Rybáriková chancenlos unterlag. In Cincinnati errang sie gegen Caroline Wozniacki ihren einzigen Top-10-Erfolg des Jahres und kam bis ins Viertelfinale, das sie gegen Petra Kvitová verlor. Im Doppel konnte sie an der Seite von Lucie Šafářová in Charleston ihren ersten WTA-Doppeltitel bei einem Turnier der Premier-Kategorie feiern. Auch in den kommenden Jahren unterlagen Pawljutschenkowas Leistungen enormen Schwankungen, obgleich sie zwischen vielen frühen Niederlagen immer wieder mit starken Einzelergebnissen auf sich aufmerksam machte. Zum Saisonauftakt 2013 rückte sie in Brisbane ins Finale vor: Nachdem sie mit Petra Kvitová und Angelique Kerber zwei Top-10-Spielerinnen geschlagen hatte, war sie im Endspiel gegen Serena Williams jedoch ohne Chance. Danach dauerte es bis April, bevor Pawljutschenkowa binnen einen Monats in Monterrey, wo sie nach einem Finalsieg über Dominika Cibulková bereits zum dritten Mal triumphieren konnte, sowie in Oeiras nach Finalerfolg über Carla Suárez Navarro ihre nächsten beiden Einzeltitel gewann. In ihrem dritten Endspiel des Jahres in Seoul unterlag sie dann Agnieszka Radwańska und kam zum Saisonabschluss beim Kremlin Cup in Moskau noch einmal ins Halbfinale, in dem sie von der späteren Siegerin Simona Halep gestoppt wurde. dennoch gelang ihr zum zweiten Mal nach 2010 die Qualifikation für das Tournament of Champions in Sofia, in dem sie nach zwei Vorrundensiegen über Alizé Cornet und Elina Switolina sowie einer Niederlage gegen Halep ins Halbfinale einzog, das sie gegen Samantha Stosur in drei Sätzen verlor. Im Doppel rückte sie bei den Australian Open sowie French Open, jeweils mit Lucie Šafářová zusammen ins Viertelfinale vor und gewann in Madrid, ebenfalls an der Seite der Tschechin, ihren ersten Doppeltitel bei einem Turnier der Premier Mandatory-Kategorie. Zum Jahresende kletterte Pawljutschenkowa im WTA-Ranking daher bis auf Platz 21, ihrer bis heute höchsten Position in der Doppelweltrangliste, nach oben.

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