Die 38. Alpinen Skiweltmeisterschaften fanden vom 28. Januar bis 13. Februar 2005 statt. Die Rennen der Männer wurden in Bormio ausgetragen, jene der Frauen im benachbarten Santa Caterina. Die italienischen Wintersportorte hatten den Zuschlag am 1. Juni 2000 beim FIS-Kongress in Melbourne erhalten.
Bei der Eröffnungsfeier am 28. Januar waren Petra Haltmayr für Deutschland, Bruno Kernen für die Schweiz und Michaela Dorfmeister für Österreich die Fahnenträger. Bei diesen Skiweltmeisterschaften wurde mit dem Mannschaftswettbewerb eine neue Disziplin ins Programm aufgenommen, womit es erstmals zu elf Medaillenentscheidungen kam.
Tschechien kam dank Slalom-Bronze von Šárka Záhrobská zur ersten Weltmeisterschaftsmedaille im Alpinen Skisport. Es hatte zwar durch Olga Charvátová mit Abfahrts-Bronze bei Olympia 1984 bereits eine Olympia-Medaille gegeben, doch galt diese noch für die Tschechoslowakei.
Es hatten in Santa Caterina zuvor für die Damen außertourlich Weltcup-Rennen stattgefunden: So am 6. und 7. Januar jeweils eine Abfahrt als Ersatz für Val-d’Isère und am 8./9. Januar einen Riesenslalom und Slalom als Ersatz für Berchtesgaden. Doch blieben die damaligen Siegerinnen und auch die am Podium Platzierten einen Monat später medaillenlos. Das lag teilweise auch daran, dass sich die Lichtverhältnisse (Sonneneinstrahlung) innerhalb dieses Zeitraumes beträchtlich geändert hatten.
Die neue große Hoffnung des DSV, Maria Riesch, fehlte verletzungsbedingt. Sie war beim Super-G in Cortina d’Ampezzo am 12. Januar zu Sturz gekommen und hatte einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie erlitten. Auch Karin Blaser vom ÖSV fiel wegen einer Verletzung (Knöchelbruch beim Riesenslalom-Training am Naßfeld am 24. Januar) aus der möglichen Kandidatenliste für die Weltmeisterschaften. Catherine Borghi hatte bereits am 7. Januar beschlossen, nachdem sie tags zuvor in der ersten von den zwei Abfahrten in Santa Caterina nur Rang 44 belegt hatte, die Saison vorzeitig abzubrechen. Die Waadtländerin aus Les Diablerets hatte sich bis dahin noch nicht von ihrem am 11. Dezember in Zauchensee erlittenen Knochenriss am linken Handgelenk erholt.
Auch Didier Cuche musste passen: Er hatte sich einen «isolierten» Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen (dies am 4. Januar bei Riesenslalom-Training in Adelboden).
Weiters konnten auch der nun für Slowenien startberechtigte Josef Strobl, weiters Franco Cavegn und Mélanie Suchet wegen Verletzungen nicht teilnehmen oder fielen aus den eventuellen Selektionslisten; Suchet war sogar kurz nach dem am 3. Dezember erlittenen Abriss der Patellasehne vom Rennsport zurückgetreten.
Nicht teilgenommen hatte auch Abfahrts-Titelverteidigerin Mélanie Turgeon: Am 6. Januar war bekannt gegeben worden, dass sie wegen «zu schwacher Form» in dieser Saison nicht mehr fährt und für kommendes Jahr aufgebaut wird (doch kam es nicht mehr dazu, sie beendete ihre Karriere).
ÖSV-Läuferin Brigitte Obermoser hatte am 24. Januar ihren Verzicht für die Weltmeisterschaftsteilnahme bekannt gegeben.
Die Schweiz, die in der gesamten Saison 2004/05 im Weltcup sieglos (bei den Damen sogar ohne Podestplatz) blieb, kam zu keiner Medaille (dies erstmals seit Portillo 1966).
Titelverteidiger: Michael Walchhofer
Länge: 3186 m, Höhenunterschied: 987 m
Kurssetzer: Helmuth Schmalzl, 45 Tore
Am Start waren 41 Läufer, 38 von ihnen erreichten das Ziel.
Titelverteidiger; Stephan Eberharter
Länge: 2091 m, Höhenunterschied: 639 m
Kurssetzer: M. Arnesen (NOR), 43 Tore
Am Start waren 64 Läufer, 58 von ihnen erreichten das Ziel.