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Allianz Arena

Stadion des FC Bayern München

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Die Allianz Arena ist ein Fußballstadion im Norden der bayerischen Landeshauptstadt München. Sie bietet bei nationalen Spielen 75.024 Plätze, zusammengesetzt aus 61.682 Sitzplätzen, 13.342 Stehplätzen, 1.371 Logenplätzen, 2.152 Business Seats (einschließlich 102 Sitzplätzen für Ehrengäste) und 966 Sponsorenplätzen.

In der Allianz Arena bestreitet die Männermannschaft des FC Bayern München seit der Saison 2005/06 ihre Heimspiele. Bis zum Saisonende 2016/17 war die Allianz Arena auch Spielstätte des TSV 1860 München. Außerdem war sie Spielort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, der Fußball-Europameisterschaften 2021 und 2024 sowie Austragungsort der Champions-League-Finals 2012 und 2025.

Das Stadion befand sich zuerst im gemeinsamen Eigentum der FC Bayern München AG und der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. 2006 erwarb die FC Bayern München AG die Anteile der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA und ist nun alleinige Eigentümerin.

Das Stadion liegt am nördlichen Ende des Münchner Stadtbezirks Schwabing-Freimann in der Fröttmaninger Heide und rund zehn Kilometer Luftlinie vom Marienplatz entfernt. Durch die direkte Lage am Autobahnkreuz München-Nord (A 9/A 99) ist ein zügiges Verkehren von und zu den Spielen in Verbindung mit dem direkt an der Arena befindlichen rund 11.000 Pkw fassenden Parkhaus gewährleistet. Im Süden erfolgt die Anbindung über die Anschlussstelle München-Fröttmaning-Süd (A 9). Im Norden wird die Arena aus Richtung Westen über die AS München-Fröttmaning-Nord (A 99) bzw. aus Richtung Osten über das Autobahnkreuz München-Nord und die Anschlussstelle München-Fröttmaning-Süd erreicht.

Durch einen etwa 15-minütigen Fußweg über die Esplanade kann das Stadion vom U-Bahnhof Fröttmaning erreicht werden. Hier verkehrt die Linie U6 der Münchner U-Bahn. Ca. 16 min dauert die Fahrt aus der Münchner Innenstadt. Reisende, die über den Münchner Hauptbahnhof anreisen, müssen die S-Bahn (mit Umstieg am Marienplatz) nehmen, um die U6 zu erreichen. Alternativ können die U-Bahn-Linien U1, U2, U7 und U8 (Umstieg am Sendlinger Tor) oder die U-Bahn-Linien U4 und U5 (Umstieg am Odeonsplatz) benutzt werden. Auch die Anreise über den Münchner Ostbahnhof erfordert den Umstieg auf die S-Bahn oder die U-Bahn-Linie U5. Zur Entlastung der U-Bahn steht bei einigen Heimspielen des FC Bayern zusätzlich eine kostenlose Pendelbus-Verbindung vom S-Bahnhof Donnersbergerbrücke zur Verfügung.

Seit der Saison 2019/20 werden Fans mit Karten für den Gästebereich ab dem U-Bahnhof Fröttmaning über einen separaten Fußweg westlich der Gleise zum Stadion geleitet.

Seit dem 1. Mai 2025 lautet die Anschrift der Arena Franz-Beckenbauer-Platz 5, 80939 München – im Gedenken an Franz Beckenbauer und dessen Rückennummer „5“. Zuvor lautete die Adresse Werner-Heisenberg-Allee 25. Der Platz wurde am 5. Mai 2025 durch den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter sowie Vertreter des FC Bayern München und Beckenbauers Familie eingeweiht.

Die Allianz Arena ist, bis auf das nicht verschließbare offene Dach, ein geschlossenes reines Fußballstadion, welches seine internationale Kapazität von 69.344 Sitzplätzen (bis August 2012 66.000) annähernd gleichmäßig auf drei Ränge verteilt: unterer ca. 25.000, mittlerer ca. 24.000 und oberer ca. 22.000 Sitzplätze. Der Neigungswinkel variiert hierbei von 24° im unteren über 30° im mittleren bis auf 34° im oberen Rang. Zu den 67.812 Sitzplätzen zählen die 2.152 Business- (mittlerer Rang) und Sponsor-Seats (unterer Rang) und etwa 400 Presseplätze (Livekommentatorenplätze und schreibende Presse im unteren Rang), die 106 unterschiedlich großen, bis zu 62 Plätze fassenden Logen (zwischen Mittel- und Oberrang) mit 1.374 Plätzen sowie die 227 Plätze für Menschen mit Behinderung und ihre Begleitung auf der Haupterschließungsebene ohne Ebenenwechsel. Die Anzahl der Presseplätze variiert nach Bedarf und setzt sich bei regulären Bundesligaspielen aus 176 Plätzen mit Tisch, 98 ohne Tisch und 90 Kommentatorenplätzen zusammen, insgesamt also 364 Presseplätze. Während der Weltmeisterschaft 2006 wurden 2.600 Plätze zur Verfügung gestellt, von denen 1.000 mit Tisch und 1.000 ohne Tisch im Unterrang West lagen sowie 600 Kommentatorenplätze im Oberrang West.

Bei Bundesliga- und Pokalspielen wurden von den rund 25.000 Sitzplätzen im Unterrang jeweils etwa 5.200 Sitzplätze der Nord- und Südkurve in 6.800 Stehplätze umgewandelt (durch den Umbau der Sponsorentribüne auf dem Unterrang West, wo man die Sponsorensitze durch Standardsitze ersetzt hat, wurde die Kapazität um etwa 1.000 Plätze erhöht). Die dadurch erhaltene höhere Zuschauerkapazität wurde zunächst dadurch ausgeglichen, dass diese insgesamt etwa 4.000 Plätze an anderen Stellen des Stadions nicht verkauft wurden. Am 16. Januar 2006 genehmigten die Behörden die Aufstockung auf 69.901 Plätze, so dass nach Abzug aller Medien- und Arbeitskarten seit Beginn der Bundesliga-Rückrunde 2005/06 69.000 Zuschauer bei Liga- und DFB-Pokal-Spielen Platz fanden. Die beiden zentralen Südkurven-Blöcke 112 und 113 waren seit der Saison 2006/07 bei nationalen Spielen reine Stehplatzblöcke; lediglich bei internationalen Spielen wurden die an Traversen angebrachten Sitze gemäß UEFA- und FIFA-Auflagen eingebaut, in der Regel jedoch nicht genutzt.

Alle Plätze sind überdacht, aufgrund des Windsoges kann es jedoch passieren, dass Regen auf Teile der Ränge fällt. In der Winterpause 2005/06 wurden, um den Komfort weiter zu steigern, die Eingänge der Hauptverteilerebene mit Toren versehen, welche bei Spielen heruntergefahren werden. Dadurch bläst der Wind während der Spiele nicht mehr so stark über die Zuschauerränge. Bei hochgefahrenen Toren wird der Rasen besser belüftet.

Zu Beginn der Saison 2012/13 wurden im Oberrang zwei weitere Sitzreihen installiert und so die Stadionkapazität auf 71.137 Zuschauer, bei internationalen Spielen auf 67.812 Zuschauer erweitert.

Im April 2013 wurde bekannt, dass die Kapazität bei internationalen Spielen ebenfalls auf 71.000 Zuschauer gesteigert werden soll. Dies wurde durch eine bessere Ausnutzung des Platzes auf der Süd- und der Nordtribüne umgesetzt.

Im August 2014 wurde die Arena abermals um gut 2.200 Steh- sowie rund 1.500 Sitzplätze erweitert.

Der Unterrang der Südkurve wurde mit einem Kombi-System ausgestattet. In Metallboxen, welche in den Boden abgesenkt werden können, stehen klappbare Sitze für internationale Spiele zur Verfügung. Dieses sogenannte „Stuttgarter Modell“ kam zuvor erstmals beim Umbau der damaligen Mercedes-Benz Arena zum Einsatz.

Dies erfolgte auch mit Hinblick auf die Münchner Bewerbung für die Fußball-Europameisterschaft 2020, für deren Finale eine Kapazität von mindestens 70.000 Sitzplätzen gefordert wurde. Eine abschließende Freigabe der Nutzung dieser zusätzlichen Plätze wurde erst im Januar 2015 genehmigt, womit die Arena bei Bundesliga- und DFB-Pokalspielen nun 75.024 und bei internationalen Spielen 69.344 Zuschauer fasst. Aufgrund eines Pilotprojektes der UEFA sind seit der Saison 2022/23 Stehplätze auch bei Europapokal-Spielen probeweise wieder zugelassen, so dass die volle Kapazität von 75.024 Plätzen genutzt werden kann und die bisherigen Umrüstungsmaßnahmen vor und nach Europapokalspielen entfallen sind. Bei Spielen der Nationalmannschaften gilt dies aber noch nicht. Eine weitere Kapazitätsanhebung durch den von der Gebäudestatik her möglichen Einbau eines vierten Rangs läge laut Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, allerdings noch in weiter Ferne.

Bei Heimspielen des TSV 1860 München waren aus Sicherheitsgründen (Pufferblock zwischen Heim- und Gästefans in der Südkurve) nur 71.400 Zuschauer zugelassen.

Die Sponsor- und Business-Seats sowie die Logenplätze sind zusätzlich von den Parkhäusern S0/S1 aus über Rolltreppen und gesonderte Einlasskontrollen erreichbar. Die Ausgabe der Akkreditierungen für Pressevertreter erfolgt im sogenannten Presseclub, der sich in der Ebene 0 unter den Besuchereingängen befindet. Dieser ist über das Parkhaus S1 oder über eine Rampe zu erreichen.

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